Neuland.

19 06 2013

Die Bundeskanzlerin hat heute mal wieder den Vogel abgeschossen und damit ein neues Mem los getreten.

Hier mal ein paar Sätze ohne die Angelegenheit ins Lächerliche zu ziehen:

Heute ist ja Barack “Yes we scan” Obama in Berlin bei der Kanzlerin zu Besuch und die Zwei haben auf einer Pressekonferenz Prism, das Spionagesystem der USA, erwähnt. Merkel rechtfertigt diese Überwachung mit der Tatsache, dass sich im Internet Feinde und Gegner tummeln und da das Internet ja Neuland ist, muss man etwas für den Schutz unserer Demokratie tun.

Die Frau hat einen Doktortitel und bezeichnet das Internet als Neuland?! Sorry, auch wenn sie die hippe SMS-Kanzlerin ist, aber das geht mal echt nicht.
Selbst wenn wir mal verallgemeinern und behaupten würden, das Internet besteht nur aus dem World Wide Web und Merkel ein paar Jahre verpennen lassen, so sind es immer noch fast 20 Jahre, in denen man das Neuland hätte erkunden können.
Doch wenn die Bundeskanzlerin erst gestern vom Internet gehört hat, dann ist ihre Prism – Rechtfertigung immer noch Schwachsinn.

Nur weil etwas “neu” ist, ist es nicht eine Gefahr, die man überwachen muss.

Ob Frau Merkel sich noch erinnert? Sie lebte mal in einem Staat, der auch willkürlich selbst definiert hat, was er für feindlich hielt und damit die Überwachung der Einwohner legitimiert hat. Das wirklich Gefährliche an Merkels Aussage ist nicht die Bezeichnung des Internets als Neuland, sondern ihre leichtfertige Rechtfertigung von Prism.

Ist Merkel eigentlich in Wirklichkeit eine Mitarbeiterin des Ministeriums für Wahrheit (Miniwahr)  und Prism entspringt dem Ministerium der Liebe (Minilieb)?

P.S. Wer den letzten Satz nicht versteht, dem sei Orwells “1984″ ans Herz gelegt.

P.P.S. Angela, solltest du diesen Blogbeitrag hier lesen, meld dich doch mal – ich stehe als Neuland Tour Guide zur Verfügung und erkläre auch gerne, wieso Überwachung (gelinde gesagt) scheiße ist.





Werbung auf Ironblogger-Seiten?!

28 05 2013

Ausverkauf, Kommerz, Verrat!!!einsdrölf

Nein, jetzt mal im Ernst. Sonntag gab es einen Tweet von @antischokke, dass andere nachdenken, Werbung auf Ironblogger-Seiten zu schalten.

Mein erster ungefilterter Gedanke war: “Sacht ma, habt ihr noch alle Latten am Zaun!?”
Doch bevor ich mich nicht ganz nett über diese Idee äußere, wollte ich lieber erst mal ne Runde drüber schlafen – einen Tweet habe ich mir dann verkniffen, meinen Senf muss ich aber dazugeben. Da 140 Zeichen dafür aber nicht reichen, hier jetzt ein Beitrag dazu.

Wieso sollte man Werbung auf einer Ironbloggerseite schalten? Klar, damit Kohle in die Kasse kommt.
Wenn zu wenig Geld für Bier zusammenkommt, dann hat die Ironblogger-Aktion ja geschafft, was sie wollte. Es geht beim ironblogging nicht darum, so viel Geld wie möglich zum Saufen zu bekommen. Es soll mehr gebloggt werden. Das ist und bleibt das Hauptziel. Wer dann nicht bloggt, muss halt in die Kasse zahlen. Geld in der Kasse bedeutet dann Bier – aber das ist nur ein (angenehmer) Nebeneffekt.
Wenn ihr nicht genug Geld in die Kasse bekommt, weil alle ihre Blogs fleißig und regelmäßig mit Beiträgen füllen, dann freut euch!

Eine weitere Möglichkeit, wieso man Geld braucht, ist der Unterhalt der Ironblogger-Seite. So eine Seite kostet zwar ein paar Euro, treibt aber niemand in den Ruin. Aktuell werden die Kosten für Ironblogger-Berlin von unsrer Ironmutti getragen. Dafür an dieser Stelle mal mein Dank! Hier könnte ich es verstehen, wenn Nicole sagen würde, sie möchte die Kosten nicht weiter alleine tragen.
Da ließen sich aber auch andere Möglichkeiten finden. Eine Domain, einen Bloganbieter oder etwas Webspace – das sind die Sachen, die gezahlt werden müssten. Für diesen Fall kann man einen Mitgliedsbeitrag einführen. Jeder Ironblogger zahlt 50 Cent oder einen Euro pro Jahr in die “Betriebskostenkasse” – was dort mehr rein wandert als benötigt, kann dann beim nächsten Treffen mit in die Bierkasse.

Meiner Meinung nach gibt es also keinen Grund, wieso man Werbung auf den Ironbloggerseiten schalten sollte.
Danke.





Ich packe meinen Koffer…

5 05 2013

Ich packe meinen Koffer für Berlin. Morgen geht’s auf zur #rp13. Mein Dank geht hier noch einmal an Simyo für das gewonnene Ticket.

Kamera, Netbook und Smartphone sind geladen, Akkupack ist auch befüllt – somit sollte ich zumindest den Tag kommen.
Wer von euch auf der re:publica herum springt, kann ja mal bescheid sagen. Vielleicht sieht man sich ja mal persönlich.

In diesem Sinne: Bis morgen!

P.S. Bei Simyo gibt es auch lecker Mettbrötchen.





#ff @maxheadroom

7 12 2012

Meine heute Empfehlung, ist @maxheadroom. Auch er ist ein Ehemaliger des New Economy Amtes, heute ist er in Brandenburg zu Hause, lebt trotzdem in Berlin und ist in einer Mobiltelefon- und Kartenbude am Arbeiten. Ich dachte, Nokia gibt’s schon nicht mehr ;) Somit ist er auch immer auf dem aktuellen Stand der Technik.

Kalt kann es dem Falko nie werden, denn er ist stolzer Gesichtspulloverträger. Willkommen auf der dunklen Seite ;)
Wo wir schon mal bei Dunkel sind – andere gehen Gewichte stemmen und pumpen ordentlich im Fitnessstudio, maxheadroom aber pumpt seinen Kaffee mit einer Aeropress. Da schmeckt es gleich doppelt so besser. Damit Falko aber auch fit bleibt, gehört er zu den #hartejungs die in aller Frühe durch Berlin joggen. Naja, ne Macke muss ja jeder haben ;)

Auf jeden Fall ist Falko ein cooler Typ, dem ihr ab heute alle zu folgen habt!





review: republica – ironblogger bierup

5 05 2012

Donnerstag, 3. Mai 2012, war es soweit. Die Ironblogger Berlin haben sich getroffen. Es waren eine Menge Euro in der Kasse die auf ihren Einsatz warteten.

Nun gab es aber in der re:fill bar auf der #rp12 Freibier. Freibier ist an sich immer zu bevorzugen – nur kann man damit keine Kasse leeren. Somit wurde in Drinks investiert. Hiermit mein Dank an alle, die nicht gebloggt haben ;)

Ein kleines Fazit des Abends:

  • Frau @antischokke sofort erkannt.
  • Festgestellt, dass @saumselig aus Leipzig kommt.
  • Herrn @horax kennen gelernt, @moellus krankheitsbedingt leider nicht
  • Von @pausanias das wohl beste Foto des Abends geschossen – da ich vergessen habe, nach den Persönlichkeitsrechten zu fragen gibt es hier keine Veröffentlichung
  • Regel 7 besprochen und eine Idee im Hirn inkl. passenden Codeanpassungen zusammen gebastelt – einen ersten Entwurf werde ich nächste Woche implementieren.
  • @thelarsen bequatscht, Ironblogger Leipzig zu gründen – Anfang des Jahres wollte ja keiner mit machen.
  • Unzählige neue Gesichter kennen gelernt. Dummerweise kann ich mir die Namen dazu schlecht merken
  • Ein paar Mal für das Ironblogger-Skript gelobt worden, einmal gesagt bekommen, dass ich Adam Sandler ähnlich sehen soll (wtf???)
  • Currywurst mit @nerotunes und @thelarsen bei Curry 36

Meinen Dank auch nochmal an @maxheadroom, @mina777 und @derbobmeister für die Versorgung mit Koffein, Strom und Essen im Vorfeld





Der Hodenknackerfisch

6 04 2012

Der Hodenknackerfisch, “noch nie davon gehört” werden einige sagen, die meisten aber wohl eher: “Gibt es doch nicht!” Ich sage: “doch!” Zumindest so in etwa.

Dass Forschung und Wissenschaft nicht immer staubtrocken und zum Gähnen langweilig sein müssen, zeigen André Lampe und Christian Stern.

Die Geschichte vom Hodenknackerfisch bringt uns André näher, während Christian uns erklärt, wie Chuck Norris den Krebs besiegen kann.

Viel Spaß bei den zwei Videos.


 





Iron Blogger. Jetzt erst recht.

19 01 2012

So, ich bin nun also doch Iron Blogger geworden – denn was interessiert mich mein Geschwätz von gestern? :)

Der Herr @moellus ist schuld, mit seinem neuen voll knorken Projekt Cynigma.

Zur Auswertung, wer nun in der Bierschuld ist und wer nicht, gibt es ein Skript. Nachdem ich mitbekommen habe, dass das Skript bei Iron Blogger Berlin noch nicht läuft, habe ich es bei mir auf meinem Server aufgesetzt. Dachte ich anfangs noch ein einfaches “git clone” und anpassen der Blogliste würde reichen, wurde ich eines Besseren belehrt. Python schmiss sofort eine Fehlermeldung. Dummerweise gibt es keine Doku, wie man das Skript nutzt.

Also hab ich meine Entwicklerbrille aufgesetzt und mich in den Code eingelesen. Ahh! Es fehlen noch ein paar Module auf meiner Kiste.
Daher erst mal geschwind die Module installiert.
Die Finanzen verwaltet das Skript via ledger in einer einzelnen Datei – also musste dies auch noch den Weg auf meinen Server finden.

Trotzdem machte das Pythonskript noch nicht, was es sollte. Beispielsweise stieg das Skript aus, als ich das erste Mal die Feeds abrufen wollte oder aber auch, wenn noch keiner seine Bierschulden bezahlt hat. Es fehlte hier und da an einem sinnvollen Fehlerhandling. Die Macken habe ich beseitigt, die Templates für die Wochenauswertung und die Teilnehmerliste angepasst, die Währung von Dollar auf Euro geändert und ein wenig Kosmetik walten lassen.

Die einzelnen Teilnehmer sind mit ihren Blogs in einer zentralen Datei erfasst. Diese habe ich auch erweitert, damit nicht nur ein Username eingetragen ist, sondern auch die Möglichkeit besteht, einen Klarnamen einzutragen. Sieht einfach besser in der Auswertung aus.

Ich wünsche allen Iron Blogger Berlin Teilnehmern viel Spaß und Erfolg.
Sollte jemand Fehler entdecken, die das Skript produziert, Änderungswünsche oder Verbesserungsvorschläge haben, meldet euch einfach mal bei mir über die bekannten Wege. Natürlich dürft ihr auch gern einen Kommentar hinterlassen, wenn es euch gefällt, dass das Skript läuft.

Eine Anleitung, wie ihr das Skript selbst zum Laufen bekommt, folgt gibt es hier.





GC 2008 – Totgesagte leben länger.

27 08 2008

Die Games Convention in Leipzig soll durch die GamesCom in Köln abgelöst werden.

Am ersten Messetag flog ein Flugzeug über das Leipziger Messegelände. Im Schlepptau ein Banner mit Werbung für Köln 2009. Der Branchenverband BIU ist der Meinung Leipzig ist zu klein für den Wachstum einer Computerspielemesse.

Allen Unkenrufen zu trotz wurde 2008 ein neuer Besucherrekord aufgestellt. 89.000 Besucher waren am Samstag, dem vorletzten Tag der Games Convention, gekommen. Insgesamt sorgten 203.000 Besucher für ein starkes Plus.

Dieser Andrang konnte ohne weiteres bewältigt werden. Leipzig kann noch wachsen – die Hallen haben noch genug Platz für mehr Aussteller und Besucher.

Die Veranstalter der Games Convention ließen zur Eröffnungspressekonferenz keinerlei Fragen zu einem möglichen Fortbestand der Messe in Leipzig zu. Sonntagnachmittag platzte die Bombe eher lautlos. Es wurden bereits im Vorfeld Gerüchte gestreut die sich nun bewahrheiteten. Leipzig und die Games Convention werden auch 2009 im Messekalender zu finden sein.

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung äußerte sich positiv, “Wer seit sieben Jahren die begeisterte Stimmung in den Messehallen erlebt, weiß: Diese Messe gehört nach Leipzig”, zur Entscheidung die von Wolfgang Marzin, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Leipziger Messe GmbH verkündet wurde. Nicht nur Herr Jung unterstützt das Fortbestehen des Games Convention sondern unter anderem der ehemalige Leipziger Oberbürgermeister und jetzige Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee.

Merkt euch die Zeit vom 19. – 23. August 2009 vor, das ist der offizielle Termin für die 8. Games Convention. Ab 17. August 2009 findet auch die Games Convention Developer Conference (GCDC) wieder statt.

Die Games Convention tritt den Wettstreit gegen die GamesCom an, diese findet 3 Wochen später, vom 9. September – 13. September 2009 statt. Doch die Kölner müssen nicht nur gegen die Leipziger anstinken sondern auch gegen Berlin. In Berlin findet vom 4. bis 9. September die Internationale Funkausstellung statt. Die IFA ist zwar keine reine Spielemesse aber der Untertitel lautet “Consumer Electronics Unlimited” somit findet man auch dort Unterhaltungselektronik wie beispielsweise Spielekonsolen. Somit sind zwei Messen direkt vor der GamesCom.

Die Frage ist, ob die Besucher nicht der Messen überdrüssig werden und einfach keine Lust mehr haben sich die Füsse platt zu latschen wenn sie dies bereits kurz zuvor getan haben.

Die Messe Leipzig befindet sich nicht wie früher direkt in der Stadt sondern ein klein wenig außerhalb – dafür aber verkehrstechnisch perfekt (Autobahn, Straßenbahn, Flughafen) Trotz mehrspurigen Anfahrten von verschiedenen Richtungen, mehreren großen Parkplätzen gibt es doch ab und an kleinere Verkehrsbehinderungen weil einfach der Andrang riesig ist. Wenn Köln dieselbe Zahl an Besuchern in derselben Zeit verkraften will, dann bricht der Verkehr (wahrscheinlich) komplett ein. Eine Messe zentral in der Stadt mag zwar für Leute die mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommen gut sein, für Autofahrer ist es aber der Horror.

Auch ohne den Branchenverband kann die Games Convention zeigen welches Potential im Standort Leipzig steckt. 10% der Aussteller wollen Leipzig nicht treu bleiben – nimmt man die knapp 550 Aussteller von diesem Jahr als Grundlage, bleiben immer noch 500 als “Rest”.

Der Branchenverband BIU, welcher den Abzug der Messe aus Leipzig angestrebt hat, existiert interessanter Weise erst seit April 2005. Die Games Convention gibt es allerdings schon seit 2002. Auch vor bestehen des Verbandes konnte die Games Convention von Jahr zu Jahr Besucher- und Ausstellerrekorde vorweisen!

Auf in den Kampf, möge der Bessere gewinnen.








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