XPERIA X10 – Das Fazit.

11 08 2010

Irgendwann ist auch die schönste Zeit einmal vorbei.

So ist auch das Ende des trnd-Projekts gekommen.
Wie schnell die Zeit doch vergeht. Ich habe in den letzten Wochen das Xperia wirklich auf Herz und Nieren getestet und alles Mögliche und Unmögliche damit anzustellen versucht. Die von mir angefangene Artikelserie zum Thema Android Apps für das X10 werde ich noch zu Ende führen. Das Material und die Screenshots sind zusammen getragen, allerdings bin ich noch nicht dazu gekommen alles in einen Artikel zu gießen.

Ich muss sagen, Sony Ericsson ist wirklich ein großer Wurf gelungen. Ein Handy mit einem riesigen Display, welches auch unter starker Sonneneinstrahlung zwar nicht perfekt aber immer noch gut lesbar ist . Dazu besitzt das X10 noch eine annehmbaren Akkulaufzeit – den (für mich) perfekten Akku gibt es einfach noch nicht – Bei keinem Hersteller.

Ich möchte jetzt allerdings nicht den Artikel meines ersten Eindrucks wiederholen. Ich versuche euch jetzt aufzuzeigen, was ich während des Tests fest gestellt habe, was mir vorher noch nicht klar war oder so nicht aufgefallen ist.

Ein ziemliches Manko ist meiner Meinung nach die Akkuladung des Xperia. So lassen sich von Haus aus die wenigsten Ladegeräte von Drittanbietern nutzen. Wie man dieses Problem umschiffen kann, habe ich heraus gefunden und euch auch nicht vorenthalten. Hier geht es zu besagtem Blogbeitrag.

Die Bildqualität des X10 reicht definitiv für Schnappschüsse aus – für wirklich gute Fotos benötigt ihr allerdings genügend Licht. Das eingebaute Kameralicht ist eher als nettes Gimmick anzusehen. Die bisherigen 27 Bilder meines Projektes Chaosblog 365 habe ich alle mit dem Xperia geschossen und bin ganz zufrieden mit dem Ergebnis.

Anfängliche WLAN-Probleme wurden per Firmwareupdate beseitig – welche übrigens erfreulich einfach und auch für einen Laien sehr leicht durchführbar sind. Einziger Kritikpunkt meinerseits ist  die kurzzeitige Akkuentnahme die man vornehmen muss.
Das hat aber nichts mit einem wirklichen Mängel oder ähnlichem zu tun – es handelt sich hier einfach um meine eigene Bequemlichkeit 🙂

Insgesamt ist das X10 ein tolles Handy, mit hervorragenden Mulitmediaeigenschaften und dank Android ist das X10 einfach eine „geniale Web 2.0 Maschine“. Ich kann das X10 wirklich empfehlen, die von mir genannten (kleineren) Hindernisse oder Probleme lassen sich alle recht leicht und ohne größeren Aufwand umschiffen.

Auf einer Skala von 0 bis 10 Punkten gebe ich dem X10 gute 9,5 Punkte.

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XPERIA X10: SMS Backup

11 08 2010

Achtung: Der folgende Beitrag erfordert einiges an Fähigkeiten oder eine gewisse Leidenfähigkeit gepaart mit Lernwilligkeit, Datenbankgrundkenntnisse sind sicher auch nicht verkehrt. Bei Fragen stehe ich euch aber so gut es geht mit Rat und Tat zur Seite.

Einige von euch wollten sicher schon einmal ihre SMS archivieren. Sei es weil es süße Worte des oder der Liebsten waren oder wichtige Infos, Adressen und ähnliches.

Es gibt eine Funktion mit der könnt ihr eure Nachrichten (SMS & MMS) auf die SD-Karte des X10 speichern lassen. Dieser Export lässt sich später übrigens auch wieder in das Handy importieren. In wie weit dies Problemlos funktioniert, habe ich allerdings nicht getestet. Mir ging es erst einmal nur um das Speichern von SMS auf meinem Rechner.

Diese Funktion zum Speichern der Nachrichten fällt einem nicht sofort auf, da sie ein wenig versteckt integriert wurde.

Ihr müsst das Nachrichtenmenü des Xperia aufrufen, dort die Menütaste (linke Taste mit den 4 Quadraten) drücken und im folgenden Menü wählt ihr „Speichern auf SD“ aus.
Nachdem ihr eine Abfrage bestätigt habt ob ihr wirklich die Nachrichten auf die SD-Karte kopieren lassen wollt, werden die Nachrichten gespeichert. Je nach Anzahl der zu speichernden Nachrichten, dauert es einige Sekunden – insgesamt geht dieser Vorgang aber erfreulich schnell von statten.

Die Datei in der die Nachrichten gespeichert wurden heißt „mmssms_bk.db“ und befindet sich im Pfad „/system/message/master/“

Doch was zum Teufel ist eine DB-Datei und mit welchem Programm kann ich diese öffnen?

Öffnet ihr die Datei mit einem normalen Editor wie z.B. Notepad++, könnt ihr erkennen, das an erster Stelle in der Datei „SQLite format 3“ steht. SQLite ist ein Datenbankformat bei dem ihr keinen Datenbankserver benötigt sondern die komplette Datenbank in einer einzigen Datei steckt.

Nun kommen wir aber immer noch nicht an die SMS heran. Wir müssen uns erst ein Programm besorgen, welches mit besagtem SQLite-Format klar kommt. Eines dieser Tools ist der SQLite Database Browser, welchen ihr auf der dazugehörigen Sourceforge-Projektseite kostenlos herunterladen könnt.

Das herunter geladene Zip-Archiv entpackt ihr und startet danach die enthaltene Exe-Datei. Der Dateiname lautet „SQLite Database Browser“ gefolgt von der Versionsnummer – aktuell  „SQLite Database Browser 2.0 b1″ (Stand 11.08.2010).

Über „File -> Open Database“ öffnet ihr die DB-Datei in die eure Nachrichten exportiert wurden.

Als Erstes bekommt ihr die Datenbankstruktur der Datei angezeigt, die euch aber nicht weiter interessieren muss. Wechselt zur Registerkarte „Browse Data“ und wählt aus der Auswahlliste die Tabelle „sms“ aus. Hier findet ihr, wie der Name schon richtig vermuten lässt alle SMS.

Alle SMS mit derselben „Thread ID“ gehören zu einem Mitteilungsstrang – diese werden auch auf dem X10 gruppiert angezeigt. Unter „Adress“ steht der Absender oder der Empfänger der SMS. Das Feld „Date“ beinhaltet das Datum und die Uhrzeit der Nachricht als Timestamp.

Eine SMS mit „Type“=1 ist eine SMS die ihr empfangen habt, „Type“=2 wäre eine SMS die ihr versendet habt. Unter „Body“ befindet sich der eigentliche Text der SMS.

Eine Anmerkung noch zu dem Timestamp:
Der Timestamp ist 13-stellig, was nicht einem normalen Unix Timestamp entspricht. Twitter und vor allem @hsoebbing sei dank weiß ich nun, dass der 13-stellige Zeitstempel die sogenannte Microtime ist – eng verwandt mit dem Unix Timestamp, allerdings in Mikrosekunden. Dividiert man den Zeitstempel durch 1000 erhält man den Unix Timestamp.





XPERIA X10: Akku laden.

4 08 2010

Wie jedes Gadget verlangt auch das X10 regelmäßig nach einer Steckdose um den Akku zu laden.
Dafür wird ein Netzteil mitgeliefert, welches über eine USB-Buchse verfügt. In diese wird das (mitgelieferte) Datenkabel gesteckt und das X10 kann geladen werden.

Hey, wenn das Netzteil eine USB-Buchse hat, dann müsste ich das X10 doch auch an jedem normalen USB-Port aufladen können. Probieren wir es doch einmal aus.
Sobald das Xperia per USB an einen Rechner angeschlossen wird, erscheint das Blitzsymbol auf der Akkuanzeige und signalisiert, dass das Handy geladen wird. Allerdings dauert das Laden per USB länger als direkt am Netzteil. Dies ist dem maximalen Strom der per USB zur Verfügung gestellt wird geschuldet. Ein USB-Anschluss liefert gemäß Definition maximal 500 mA. Dieser Beschränkung ist das Netzteil nicht unterworfen.

Jedoch reicht ein USB-Anschluss der mit Spannung versorgt wird nicht aus. Die USB-Anschlüsse meines Rechners liefern auch im Standby Strom um z.B. ein Handy zu laden – doch das X10 lädt dann nicht. Scheinbar reicht die pure Spannungsversorgung nicht aus – doch dazu gleich mehr.

Wenn ich ja per USB laden kann, dann kann ich das X10 ja auch im Auto laden – schließlich habe ich einen Adapter für die Bordsteckdose / Zigarettenanzünderanschluss. Dieser wandelt die 12V des Autos in 5V um und stellt diese an einem USB-Anschluss zur Verfügung. Doch auch hier will das X10 nicht laden. Ist der Adapter vielleicht kaputt? Schnell ein anderes Telefon angeschlossen – es wird geladen.

ACHTUNG! Ich übernehme keinerlei Haftung für Schäden. Ihr solltet nur dann an der Elektronik rum spielen und rum basteln wenn ihr wisst was ihr da macht. Jegliche Änderung geschieht auf eigene Gefahr! Beachtet auch, dass bei Modifikationen der Elektronik die Garantie des Gerätes erlischt!

Dann analysieren wir doch mal das Netzteil welches Sony Ericsson mitliefert. Wissen macht bekanntlich Ah! Wie ist so ein USB-Anschluss denn nun aufgebaut? Es gibt zwei Adern für die Spannungsversorgung (+5V und GND/Masse) sowie zwei Datenleitungen (D+ und D-) – die Datenleitungen des Netzteils sind kurz geschlossen also miteinander Verbunden.

Verbinde ich nun auch bei dem Autoadapter die Datenleitungen lädt das X10 im Auto ohne Probleme. Dazu wird der Adapter zerlegt und die beiden Kontakte der Leitungen D+ und D- (Pin 2 und Pin 3) kurzgeschlossen.





XPERIA X10: App-Empfehlungen – Teil 02 – Fotografieren

4 08 2010

Willkommen zum zweiten Teil meiner App-Empfehlungen für das X10. Diesmal dreht sich alles um das Fotografieren. „Langweilig!“ werden jetzt einige von euch denken oder wieso zum Henker ich Apps vorstellen möchte zum Thema Fotografieren, schließlich geht es auch ohne App.

Doch die hier vorgestellten Apps lassen eure Bilder in neuem bzw. eher altem Glanz erstrahlen.

Fangen wir mit roidizer an.

Mit diesem Programm verwandelt ihr das X10 in eine Polaroidkamera.
Ihr könnt mit der X10-Kamera Bilder schießen aber auch schon vorhandene Dateien auf dem X10 nutzen und diese in ein typisches Polaroid verwandeln lassen. Dies beinhaltet den typischen weißen Rand aber auch die Anpassung der Farben. Somit erhaltet ihr vom Aussehen her ein Polaroid – nur könnt ihr es nicht sofort in der Hand halten.

Da fehlt dem X10 einfach noch ein fest eingebauter Fotodrucker 🙂

Um eurer X10 gleich in mehrere Kameras zu verwandeln gibt es FxCamera. Diese App gibt euch gleich mehrere Möglichkeiten eure Bilder verfremden zu lassen. Welchen Effekt ihr haben wollt, wählt ihr aus einem Menü direkt nach dem Starten des Programms aus.

Da wäre die ToyCamera, deren Farben ein wenig an Lomo-Kameras erinnert – einfach ein Foto schießen, kurz warten und fertig ist euer bearbeitetes Foto.

FxCamera kann auch Polaroids schießen, dazu wählt ihr Polandroid aus.

Wer schon immer mal Fotos aus der Sichtweise von Jim „Fischauge“ Pfaffenbach aus Hot Shots! Die Mutter aller Filme schießen wollte, dem hilft Fisheye.

Bekanntlich kann man auch ohne Alkohol Spaß haben – doch einige vermissen es dann doppelt zu sehen – da hilft euch SymmetricCam 😉 Es wird nur eine Hälfte des Fotos genutzt und auf die andere Seite gespiegelt.

Ihr wollt einen echten Warhol haben, doch euer Kleingeld reicht gerade nicht aus? Dann versucht euch doch mal an Warhol AndyWarholizer – euer Foto wird mehrmals kopiert, es sind dann zwei Bilder nebeneinander und zwei Bilder untereinander. Jedes einzelne Bild wird mit einem unterschiedlichen Filter versehen, so das es dem Stil von Warhol ähnelt.

Wem das alles zu viel ist, für den gibt es noch den Modus Normal. Dieser bietet euch einige Filter wie z.B. Negativ, Sepia oder Schwarzweiß.

Die letzte Fotoapp die ich euch empfehlen möchte ist Retro Camera. Wie der Name schon vermuten lässt werden eure Fotos damit einem (zumindest virtuellen) Alterungsprozess unterzogen.

Die Farben, Helligkeit und Kontrast werden verändert und zum Rand hin zeichnet sich eine starke Vignettierung ab.