Der Sommer kann kommen.

28 04 2012

Bei dem schönen Wetter sollte man sich ein Bier schnappen und sich an den Grill stellen.

Dazu hier eine Grillhymne. Sie ist zwar schon etwas älter – aber jedes Jahr immer wieder gültig 😉

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Nassrasur für Männer.

21 04 2012

Wer mich kennt weiß, dass ich mich morgens rasieren kann und am Abend schon wieder fast so aussehe, als wäre ich die letzte Woche nur am Rasierer vorbei gelaufen.

Eine Zeit lang habe ich Vollbart getragen – das erleichtert die Rasur nun wirklich ungemein 😉 doch auch ein Vollbart kommt früher oder später mal ab.

Ich rasiere mich seit 14 Jahren, von Anfang an rasiere ich Nass, besitze aber auch einen Trockenrasierer.
Was habe ich nicht alles versucht – von 3-5 Klingen, verschiedenste Hersteller. Die Rasur wird immer glatt, doch die Klingen bringen mich noch ins Grab. So eine Klinge hält bei mir keine Woche wenn ich mich täglich rasiere. Für eine Mach 3 Klinge bezahle ich im günstigsten Fall 1.50 Euro, ich brauche 5-6 Klingen pro Monat – somit komme ich auf fast 10 Euro im Monat. Mit Eigenmarken der verschiedenen Drogerieketten spare ich zwar noch etwas – doch auch hier werde ich einiges an Geld los.

Doch mit solchen Systemrasierern kann sich ja jeder rasieren. Ich bin jedoch eher der archaische Typ – also musste was anderes her. Das Optimum wäre ein Rasiermesser. Den Grat mit einem Lederriemen aufrichten und dann selbst das störrischste Haar weg sensen.

Nun ja, ein Rasiermesser bekommt man nicht an jeder Ecke. Also muss ein Kompromiss gefunden werden. Diesen findet man in einem Rasierhobel.
Wahrscheinlich kennen einige von euch diese Hobel von euren (Groß-)Vätern. Erfunden hat diesen Sicherheitsrasierer King Camp Gillette im Alter von 40 Jahren – angeblich kam ihm die Idee beim Rasieren. 8 Jahre später, im Jahr 1903, wurde sie Serienproduktion aufgenommen.

Nach diesem Prinzip funktionieren alle Rasierhobel noch heute. Eine einzelne Rasierklinge mit zwei Schneiden, sogenannte Double Edge Klingen, wird in den Hobel eingespannt und man rasiert sich damit. Doch es ist nicht eine einfache Rasur. Die Rasur ist eine Zeremonie. Eine Moment der Ruhe.

Man muss sich Zeit nehmen, sonst endet es nur im Blutbad. Ein Barthaar ist so fest wie ein Stück Kupferdraht mit identischem Durchmesser. Somit ist es auch klar, wieso Klingen keine ewige Standzeit haben. Man muss sein Haar einweichen, am besten während dem Duschen oder mit einem heißen Handtuch im Gesicht.
Danach geht es an das Einschäumen des Gesichts. Doch ein Schaum oder ein Gel aus der Dose ist hier nicht das Richtige.  Man muss sich den Schaum selbst aufschlagen. Entweder aus einer Rasierseife oder aus Rasiercreme.
Dafür benötigt man einen ordentlichen Rasierpinsel, am Besten natürlich aus Dachshaar. Ich habe sowohl Pinsel aus Schweineborsten getestet, als auch Pinsel mit Dachshaar. Ich bevorzuge eindeutig Dachshaarpinsel. Schweineborsten sind allerdings auch brauchbar und für die Veganer unter euch gibt es synthetische Pinsel.

Der Schaum im Gesicht muss mindestens 3 Minuten einweichen, danach wird mit dem Strich rasiert. Nach jedem Zug wird der Rasierhobel gesäubert und neu angesetzt. Nach dem Durchgang wird das Gesicht neu eingeschäumt und nun wird quer zum Strich der Bart entfernt.
Wessen Haut sich an die Rasur gewöhnt hat oder ziemlich unempfindlich ist, kann sich danach in einem dritten Durchgang gegen den Strich rasieren – seid gewarnt, es kann ins Auge gehen, wenn ihr  das nicht gewöhnt seid.

Nach der Rasur wascht euch das Gesicht mit kaltem Wasser und trocknet euch das Gesicht hab. Das kalte Wasser schließt kleinere evtl. vorhandene Verletzungen und kühlt die Haut. Danach tragt ein After Shave oder ein After Shave Balsam auf. Dies beruhigt und entspannt die Haut.

Es dauert länger als eine gewöhnliche Rasur – doch Qualität braucht auch ihre Zeit. Man sollte sich diese Auszeit und dieses Erlebnis gönnen.

Um wieder auf den Anfang und die Kosten zurück zu kommen – was kostet der Spaß?
Es muss nicht sofort ein Hobel von Merkur sein, in jeder Drogerie und jedem größeren Supermarkt findet man den Wilkinson Classic, dieser kostet 3-4 Euro. Es sind zwar gleich Wilkinson Klingen dabei, doch diese sind ziemlich grob.

Ich empfehle Klingen von der Müller Eigenmarke M-Man. Diese Klingen kosten 10 Stück 1,55 Euro und sind sanft und scharf. Einer gründlichen Rasur steht nichts mehr im Weg.





Kostenlos mit Bus und Bahn

11 04 2012

In Leipzig kann man seit Dienstag, 10. April 2012, bis Freitag, 13. April 2012 24:00 Uhr, gratis mit Bussen, Straßenbahn, S-Bahn und RBs durch die Stadt (Tarifzone 110) fahren.

Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) möchten damit ein Zeichen setzen und Autofahrer, bei den aktuellen Benzinpreisen, zu den öffentlichen Verkehrsmitteln locken.
Die Fahrten sind zwar gratis, man muss aber einen gültigen KFZ-Schein dabei haben. Dieser gilt als Fahrschein. Es muss sich nicht einmal um den eigenen KFZ-Schein handeln, eine Kopie ist allerdings nicht erlaubt. Auch die Besitzer eines Motorrads können mit ihrem Zulassungsschein gratis fahren, ebenso Besitzer einer ausländischen KFZ-Zulassung.

Wer gerne noch jemand mitnehmen würde, kein Problem. Mit dem KFZ-Schein dürfen so viele durch Leipzig fahren, wie Sitzplätze eingetragen sind. Es war doch schon immer besser, in einem alten Samba von VW zu investieren, als in 2-sitzige-Penisprothesen 😉

Schade finde ich allerdings, dass die Leute ohne Auto und ohne KFZ-Schein, die sowieso Bus und Bahn fahren, nicht auch gratis fahren dürfen.
Insgesamt aber eine interessante Aktion, durch die die LVB definitiv gewinnen. Nicht unbedingt neue Kunden aber definitiv Unmengen an PR. Das Thema geistert durch die Medien und die ersten Stimmen werden laut, dass man es doch auch in anderen Städten durchführen sollte.

Die Grünen aus der Franken-„Metropole“ (*hust*) Nürnberg haben das Thema für sich entdeckt und fordern von der VAG zu Pfingsten 4 Tage kostenloses durch-Nürnberg-Fahren.
Besonders interessant finde ich die Aussage von Achim Mietzko, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Nürnberger Stadtrat – eine solche Aktion würde aufzeigen, wie attraktiv der Nürnberger Nahverkehr ist.

Herr Mietzko, waren sie schon mal in Leipzig zu Gast und sind mit den LVB gefahren? Ich kann es mir zumindest nicht vorstellen. Persönlich kenne ich sowohl VAG als auch LVB aus der täglichen Nutzung und kann mir somit ein Urteil erlauben.

Vergleicht man das Nahverkehrsangebot von LVB und VAG, kann man das Nürnberger Angebot auf keinen Fall mehr attraktiv nennen. Ja, Nürnberg hat 3 U-Bahnlinien, die hat Leipzig nicht.
Dafür ist das restliche Netz besser und engmaschiger abgedeckt und die Taktzeiten sind angenehmer als in Nürnberg. Dazu kommen noch die Nightliner, die in Leipzig täglich und öfter fahren, als die Angebote in Nürnberg. Auch preislich ist die Fahrt mit den LVB attraktiver als mit ihrem Nürnberger Pendant.

Mal schauen, wie man bei den Franken reagieren wird oder ob das Thema auf Ablehnung stößt. Die Nürnberger SPD will erst mal abwarten, was für ein Imagegewinn in Leipzig für die LVB raus springen wird, bevor man eine ähnliche Aktion für die VAG plant. Aktuell sieht es aber sowieso nicht so aus, als ob man in Nürnberg so etwas aufziehen kann, die VAG-Sprecherin Stefanie Dürrbeck findet, eine Gratisaktion ist eine Strafe für die Abokunden.
Um Proteste Leipziger Abokunden gleich im Keim zu ersticken, hat die LVB angekündigt, aktuellen Abonnenten in den nächsten Wochen ein besonderes Angebot zu unterbreiten.





Der Hodenknackerfisch

6 04 2012

Der Hodenknackerfisch, „noch nie davon gehört“ werden einige sagen, die meisten aber wohl eher: „Gibt es doch nicht!“ Ich sage: „doch!“ Zumindest so in etwa.

Dass Forschung und Wissenschaft nicht immer staubtrocken und zum Gähnen langweilig sein müssen, zeigen André Lampe und Christian Stern.

Die Geschichte vom Hodenknackerfisch bringt uns André näher, während Christian uns erklärt, wie Chuck Norris den Krebs besiegen kann.

Viel Spaß bei den zwei Videos.