Der Sommer kann kommen.

28 04 2012

Bei dem schönen Wetter sollte man sich ein Bier schnappen und sich an den Grill stellen.

Dazu hier eine Grillhymne. Sie ist zwar schon etwas älter – aber jedes Jahr immer wieder gültig 😉

Werbeanzeigen




Murphys Waschmaschine.

2 07 2008

Das alles schief geht, was schief gehen kann, dass sagt ja schon Murphys Gesetz aus.

Nun hat Murphy nicht nur ein Gesetz nieder geschrieben sondern auch an der Entwicklung meiner Waschmaschine mitgewirkt. Gut, die Dame hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel – trotzdem hat sie immer gute Dienste geleistet.

Das einzige was ich bisher ausgetauscht habe, ist der Verriegelungsmechanismus der Maschine. Dieser soll verhindern, dass man, wenn noch Wasser in der Trommel steht die Luke öffnen kann. Dummerweise ging die Waschmaschine, selbst wenn kein Wasser mehr drin stand und die 45 sek. Wartezeit um waren, nicht mehr auf. Das Ersatzteil war schnell bestellt und auch preislich in Ordnung. Ein wenig die Finger beim Ausbau des alten und Einbau des neuen Teils verbogen und die Waschmaschine tat wieder brav ihren Dienst.

In letzter Zeit will sie mich aber ärgern.
Beim Abpumpen tat es auf einmal Schläge als würde ein Schmied in meinem Badezimmer hausen. Die Waschmaschine war noch voll mit Wasser. Da kann ich nicht an die Pumpe ran, dann steht das Bad unter Wasser. Eine Art Ablassschraube gibt es auch nicht. Der einzige Weg führt über das Flusensieb – dass flutet mir aber das Bad. Also immer wieder etwas Wasser kommen lassen und gleich wieder aufgewischt, bis die Maschine leer war. So eine scheiß Arbeit. Das Flusensieb kontrolliert – nichts gefunden was Probleme macht. Also die Pumpe zerlegt und ein paar Kupfermünzen gefunden. Auf Grund des hohen Korrosionsgrades müssen die schon länger in der Maschine unterwegs sein, der Form nach zu urteilen waren es Ein- und Zweicentmünzen. Nach dem ich die Maschine wieder zusammen geschraubt habe, ging wieder alles wie am ersten Tag. Glücklicherweise haben die Flügel der Pumpe den Angriff überlebt.

Bis zum letzten Wochenende war alles perfekt.

Nach einem langen Samstag wollte ich es mir mit dem Grill, gutem Fleisch und einem kühlen Bier gemütlich machen. Nebenbei war die Waschmaschine fleißig, die Wäsche war fast fertig gewaschen, sie ging über zum Schleudergang. Auf einmal gibt es kratzende Geräusche als würde jemand die Wäschetrommel mit einem Schraubenzieher anhalten wollen. Bei 1000 Umdrehungen keine leichte Aufgabe. Also den Grill grill sein lassen, das Bier wurde dem Kühlschrank in den Rachen geschoben und das Werkzeug ausgepackt. Glücklicher Weise stand kein Wasser mehr in der Trommel, die Wäsche ließ sich Problemlos entnehmen. Der Versuch die Trommel per Hand zu drehen ergab dieselben Geräusche. Schnell alles kontrolliert was vorher in der Waschmaschine war ob evtl. Knöpfe oder Reißverschlüsse verloren gegangen sind oder sich einer der Schnallen des Rucksacks in Wohlgefallen aufgelöst hat. Auch hier konnte Entwarnung gegeben werden. Nun ging es an die weitere Fehlersuche. Es wurden erst die leicht zugänglichen Stellen überprüft – Keilriemen des Antriebs ist in Ordnung, das Antriebsrad ist auch noch ganz. Sind vielleicht die Federelemente oder die Stoßdämpfer defekt? Um das zu überprüfen musste erst das schwere Betongewicht von seinen Schrauben befreit werden. Auch dies schien nicht die Ursache zu sein. Nun stand das Zerlegen der kompletten Trommel an. Welch ein Spaß. Doch halt, da viel mir ein, es gibt am tiefsten Punkt der Trommel den Heizstab – vielleicht sehe ich durch diese Öffnung etwas. Also die Maschine noch weiter zerlegt, so dass man mit halb gebrochenen Fingern an die elektrischen Anschlüsse und die Befestigungsmutter kommt. Den Heizstab ausgebaut und schon kam mir noch ein Schwall Wasser entgegen. Hmmm. Ich habe eigentlich ziemlich kalkhaltiges Wasser und nutze kein Calgon, Multi-Magnetfeld-Generatoren oder ähnlichen Placebokram. Trotzdem sah der Heizstab recht gut aus, ein paar kleine Kalkablagerungen die man aber mit den Fingern herunter bekam. Aber auch dort kein Anhaltspunkt zu finden was die Maschine zum Schreien brachte. Die Trommel noch einmal versucht zu drehen, vielleicht kann man ja eine Richtung ausmachen. Kein störendes Geräusch mehr zu hören! Lag es etwa an dem Heizstab? Diesen wieder in seine Halterung gesteckt und man hörte wieder ein leichtes kratzen. Da die Mutter beim Ausbau erstaunlich lose war, diese wieder fest angezogen – alles war ok. Kein Kratzen, keine sonstigen unnormalen Geräusche!

Merke, beim Reifenwechsel nach 50 km die Radmuttern nachziehen, bei der Waschmaschine nach 50 Ladungen den Heizstab kontrollieren und ggf. fest schrauben.

Wieso aber passiert so was immer Samstag Abend wenn man besseres vor hat? Ich bin die Woche über 400 km weit weg – was tut man nicht alles für einen Job – aber kann es der Waschmaschine nicht freitags einfallen oder von mir aus Samstagmorgen? Nein. Immer zur Prime-Time 😉 Ich glaube meine Waschmaschine möchte einfach nicht, dass ich mich zu sehr erhole. Beim nächsten Ausfall geht’s mir aber ehrlich gesagt am Arsch vorbei.

Erst die gute alte analoge Welt mit Fleisch und Grill, dann die Maschine.





Ig-Nobelpreis

11 04 2008

Es ist immer wieder erstaunlich was man doch alles erforschen kann.

Wer viel misst, misst mist heißt ein alter Spruch den sicherlich jeder schon mal gehört hat. Wer der Urherber ist weiß ich leider nicht, doch könnte dieser Spruch auch: „Wer viel forscht, forscht mist“ heißen 😉

So wie es den Nobelpreis und den alternativen Nobelpreis gibt, gibt es auch den Ig-Nobelpreis. Ig steht für Ignoble, in’s Deutsche übersetzt heißt das niedrig, schmachvoll, unwürdig. Somit ist der Ig-Nobelpreis so etwas wie die Goldene Himbeere der Wissenschaft.

Dieser Anti-Nobelpreis wird genauso wie die der Nobelpreis im Oktober jeden Jahres verliehen. Erstmals geschah dies 1991. Jedes Jahr werden mehrere Ig-Nobelpreise verliehen, jeweils in unterschiedlichen Kategorien, wie z.B. Medizin, Frieden, Physik, Chemie aber auch Themen wie Linguistik, Ornithologie oder Volksgesundheit werden abgedeckt.

Es kann aber nicht jeder Spaßvogel diesen Ig-Nobelpreis bekommen, es muss sich wirklich um wissenschaftliche Forschungen halten. Wichtig ist aber das diese Entdeckung bzw. Arbeit nicht wiederholt werden kann oder wiederholt werden sollte. Ebenso muss das Thema neu sein, also nicht schon von anderen veröffentlicht worden sein.

Über die Jahre hinweg hat die Verleihung des Ig-Nobelpreises mehr und mehr Zuschauer gewonnen. Inzwischen sind die Laudatoren sogar echte Nobelpreisträger. Viele Ausgezeichnete lassen sich den Spaß nicht nehmen und erscheinen persönlich um ihren Ig-Nobelpreis in Empfang zu nehmen. Allerdings sollte man keine Papyrophobie (Angst vor Papier) haben – die Preisträger werden beim Betreten der Bühne mit Papierfliegern beworfen.

Wie skurril die Forschungsarbeiten sind zeigen folgende Gewinner, die jeweils nur einen Auszug des jeweiligen Jahres darstellen:

  • 1991

Robert Klark Graham – Biologie – baute eine Samenbank mit dem Namen „Repository for Germinal Choice“ auf, nur Nobelpreisträger und Olympia-Teilnehmern dürfen Spenden. (ob ich Ig-Nobelpreisträger spenden dürfen?)

  • 1992

Ivetta Bassa – Chemie – Synthese blauer Götterspeise (Wer isst blaue Götterspeise, nach was soll die schmecken?)

  • 1993

F. Nolan, Thomas J. Stillwell und John P. Sands, Jr – Medizin – Akutes Management von in Reißverschlüssen eingeklemmten Penis. (Autsch!)

Corentin Louis Kervran – Physik – Er ist der Meinung das Kalk der Eierschalen stellt ein Huhn durch kalte Fusion her. (Ich glaub der Mann litt an kaltem Hirn 😉 )

Robert W. Faid – Mathematik – die Kalkulation der exakten Wahrscheinlichkeit (710.609.175.188.282.000 zu 1), dass Michail Gorbatschow der Antichrist ist

  • 1994

Bob Glasgow, Texanischer Senator – Chemie – um Drogenherstellung zu verhindern erließ er 1989 ein Gesetz, das jeglichen Kauf von Bechern, Flaschen, Reagenzgläsern und anderen Laboratorieneinrichtungen bewilligungspflichtig machte (regieren wie Flasche leer?)

Southern Baptist Church Alabama – Mathematik – es wurde für jeden Bezirk des Staates zu berechnet, wie viele Menschen in die Hölle kommen und im Fegefeuer schmoren, wenn sie ihre Sündenregister nicht durch Buße bereinigt haben. (Da fällt mir der Text des Bloodhoundgang Liedes Fire Water Burn ein)

  • 1995

John Martinez – Ernährung – entwickelte Kopi Luwak. Hierbei handelt es sich um den teuersten Kaffee der Welt. Die Kaffeebohnen werden von Fleckenmusangs, einer Schleichkatzenart, gefressen und anschließen ausgeschieden. (Der Lieblingskaffee von Charlotte Roche?)

  • 1996

Harald Moi & Ellen Kleist – Volksgesundheit – warnten in einem medizinischen Bericht vor der Gefahr, dass Gummipuppen Gonorrhöe übertragen können (Wie kommt man auf so ein Thema?)

George Goble – Chemie – Weltrekordhalter im Grillentzünden, nach nur drei Sekunden hatte er sein Ziel erreicht. Er verwendete handelsübliche Holzkohle und den „Grillanzünder“ flüssigen Sauerstoff (Hat wohl zu viel Tool Time geschaut, ich werd ihn mal zu meiner nächsten Grillparty einladen)

  • 1997

Francis X. Brennan, Jr. & Carl J. Charnetski – Medizin – Fahrstuhlmusik beugt Erkältungen vor (Gibts ab jetzt Fahrstuhlfahren auf Rezept?)

  • 1998

Dr. Mara Sidoli – Literatur – erstellte die Arbeit „Farting as a defence against unspeakable dread“ auf Deutsch: Furzen als Verteidigung gegen unaussprechliche Furcht (Man kann jeden vor dem man sich fürchtet in die Flucht schlagen)

  • 1999

Charlotte und George Blonsky – Apparatemedizin – haben ein Geburtshilfegerät erfunden, US-Patent-Nummer 3.216.423, die Frau wird auf einen Tisch geschnallt, dieser Rotiert dann bei hoher Geschwindigkeit (und wer fängt das Baby dann auf? Da kann die Frau auch gleich ihr Kind auf dem Rummelplatz bekommen)

British Standards Institution – Literatur – die Norm für das korrekte Aufbrühen von Tee, sechs Seiten stark (bis man sich das durchgelesen hat, hat der Tee zu lange gezogen – großes Kino)

So, damit endet die Liste fürs Erste. Den zweiten Teil, die Jahre 2000 bis 2007 folgen in einem zweiten Post, sonst wird es hier zu viel.





Sun heizt mein Kaffee.

20 09 2007

PäckchenIch habe beim Gewinnspiel des letzten Heldenfunks mitgemacht.

PäckchenIch hab sogar was gewonnen! Eine USB-Heizplatte. Damit kann ich meinen Kaffee warm halten – einfach so das braune Gold auf die Platte gießen?

Naja, das geht nicht! Also gab es gleich noch eine doppelwandige Java-Tasse, Design „Brushed Alu“ dazu.

Päckchen
Eigentlich wäre das Paket schon am 14. da gewesen – doch da war ich im spontanen Kurzurlaub.

Päckchen
Heute morgen dann endlich zur Post und das Päckchen geholt – es gab auch gleich noch ein OpenSolaris-Shirt.

Päckchen

Der Kaffee wird super warm gehalten – dank heldenhaften 58 Grad Celsius (mit IR-Thermometer gemessen) auf der Plattenoberfläche.

PäckchenFür alle die mehr Power an so einen Kaffeeheizer geben… fertig ist der USB-Grill.

Wobei ich eher glaub das es die Platte zerlegt bei der Leistung die anliegen könnte.

Hmm, wie komme ich eigentlich auf so nen Schwachsinn?! Was bringt ein Monsteranschluss wenn die Platte nicht mehr zieht? Mein Rechner zieht ja auch keine 16 Ampere aus der Schuko-Dose obwohl sie anliegen…