Fleischmasken.

21 01 2014

Für alles gibt es ja im Internet ein Angebot und auch für alles eine Nachfrage. Allein Regel 34 ist ein Beleg dafür.

Ein neuer Dienst im Netz zeigt die wahren Gefahren unseres heiligen Internets auf. Die Gefahren, vor denen uns die CDU/CSU immer warnt. Kriminelle Machenschaften!

Wir haben es schon alle in Hollywoodstreifen gesehen oder in schlechten Romanen gelesen: Der Mafia-Auftragskiller taucht unter und um nicht entdeckt zu werden, hat er eine neue Identität. Doch nicht nur die ist neu, sondern auch ein Gesicht. Die Mafia und ähnliche Vereine scheinen Heerscharen von Schönheitschirurgen zu haben, die den lieben langen Tag nichts anderes machen, als Gesichter zu modellieren. Auch in diese Berufszunft hat nun die Computertechnik Einzug gehalten. Gab es vor Jahren eine Software von Ray Ban, mit der man am Rechner virtuell Brillen anprobieren konnte, gibt es nun von einem Norweger eine Software um Gesichter anzuprobieren.

Wer kennt das Problem nicht? Man lässt sich die Visage neu gestalten, um nicht mehr erkannt zu werden und erlebt dann den Schock seines Lebens. Der Chirurg, leider nur des Italienischen mächtig, hat anstelle He-Man Helga Feddersen als Vorlage genommen obwohl man wahrscheinlich mit dem Gesicht von Karl Ranseier besser untertauchen könnte.
Nun kann man sich das neue Gesicht schon vorher virtuell überziehen, quasi wie eine Fleischmaske. Dafür benötigt man nur eine Webcam und einen aktuellen Browser der WebGL unterstützt (Chrome, Firefox, Safari auf dem Mac) und schon kann es los gehen. Mit einem Klick ist man da.

Zur Auswahl steht eine begrenzte Anzahl an Gesichtsüberzügen, wahrscheinlich ist das Repertoire eines Mafiagesichtsschnitzers nicht das Größte.
Man kann in die Haut von Chuck Norris, der Queen oder sogar Mona Lisa schlüpfen. 17 verschiedene Gesichter gibt es momentan zur Anprobe.

Ich selbst habe es getestet und mich mal in Sean Connery gezwängt und Walter White übergestreift. Hier seht ihr die Ergebnisse:

 

P.S. Wer den Blogbeitrag zu Ernst nimmt, wird mit dem ROFL-Copter abgeholt und mit mindestens 4 weiteren Jahren Angela Merkel bestraft.
Es ist interessant zu sehen, was heute alles mit ein wenig Javascript in einem Browser machbar ist. Es läuft nicht komplett flüssig und hat z.B. mit Bartträgern so seine Probleme aber es zeigt die Möglichkeiten sehr gut auf.





Google Chrome

3 09 2008

Die Spatzen pfiffen es schon länger von den Dächern das Google an einem eigenen Browser bastelt, obwohl sie Mozilla unterstützen. Der eigene Browser ist auch nur ein logischer Schritt nachdem immer mehr Webanwendungen aus dem Hause Google zur Verfügung stehen.

Sei es Google-Maps für die Routenplanung, Google-Mail als Nachrichtenzentrale oder aber GoogleDocs. Darüber hinaus bietet Google neben der ursprünglichen Suche noch mehr an wie Blogs, Videos, Newsgroups etc.pp.

Damit Otto-Normal-Nutzer die Scheu vor Webanwendungen verliert benötigt man eine Anwendung die mehr nach Desktop aussieht – außerdem soll die Anwendung auch dann verfügbar sein, wenn man gerade einmal offline ist. Für die Offline-Funktionalitäten hat Google schon länger GoogleGears im Portfolio.

Nun gibt es einen eigenen Browser von Google, Google Chrome. Dieser Browser hat GoogleGears schon integriert, basiert auf derselben Rendering-Engine wie Apples Safari (WebKit) und bringt eine eigene JavaScript-Implementierung mit. JavaScript soll mittels eines Compilers in eine Zwischensprache übersetzt werden und somit schneller ausgeführt werden können.

Wer Google Chrome startet wird überrascht sein. Es sieht eher nach einer schlanken Flash-Anwendung als nach einem (Windows-)Programm aus. Es gibt z.B. keine Menüleiste, der Nutzer sieht nur eine Adresszeile und einige Schaltflächen. Chrome unterstützt das Tabbed-Browsing, allerdings werden hier die einzelnen Laschen der Tabs oberhalb der Adresszeile angezeigt. Zur Performancesteigerung und zur Verbesserung der Sicherheit läuft jedes Tab in einem Prozess. Somit sollen Engpässe die durch ein ressourcenhungriges Tab entstehen können vermieden werden.

Das Google sich an die bestehenden Standards hält, lässt sich mit den Acid-Tests prüfen. Während Opera und Firefox in den jeweils aktuellen Versionen keinerlei Probleme mit dem Acid2-Test haben, scheitert hier schon der Internet Explorer 7. Die nächste Stufe ist der Acid3-Test. Apples Safari schafft hier volle Punktzahl, Chrome ist hier schon besser als Firefox und Internet Explorer.

Der aktuelle Firefox 3.0.1 erreicht 71 von möglichen 100 Punkten, der IE schafft knapp über 10% mit 12 Punkten. Chrome erreicht hier eine Wertung von 78 Punkten, ein sehr guter Wert, wenn man bedenkt, es handelt sich um eine Beta-Version die noch verbessert wird.

Wie auch der Firefox besitzt Chrome einen Inspector mit dem man z.B. den Aufbau einer Website analysieren kann.

Meiner Meinung nach hat Chrome eine vielversprechende Zukunft vor sich, er ist schnell und schlank, zwei Tugenden die eigentlich sehr wichtig für Browser sind. Weniger gefällt mir das Design, wobei so etwas immer Geschmackssache ist. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Mir sieht das ganze zu sehr nach einer Flashoberfläche aus – auch wenn es keine ist.

Ein weiteres Merkmal welches ich bei Chrome vermisse sind die AddOns. Kein Browser wird jemals perfekt sein, doch helfen AddOns den Browser anzupassen. Mittels AddOns füge ich mir genau die Merkmale zu einem Browser hinzu, die ich persönlich für wichtig halte. Das die Eigenschaften nicht automatisch mitgeliefert werden ist zu bevorzugen. Somit bleibt der Browser an sich schlank und jeder hat nur das installiert was er wirklich brauch.

Für mich bleibt Firefox bis auf weiteres der Browser meiner Wahl.

Chrome ist bei Version 0.2 – da kann sich noch einiges ändern bis zum ersten Release mit einer Eins vor dem Punkt. Wie üblich sollte man bei Betas eine gewisse Vorsicht an den Tag legen. Nicht nur das die Programme meist gewisse Instabilitäten aufweisen, es sind meist auch Sicherheitslücken vorhanden. Auch Chrome bleibt davon nicht verschont und es wurden schon Lücken gefunden die zum einen die Sicherheit des ganzen Rechners gefährden können als auch Sicherheitslücken die Chrome zum Abstürzen bringen – komplett und nicht nur innerhalb eines einzelnen Tabs. Mehr dazu auf Heise-News.





Das Buch des Mozilla und die Roboter.

27 06 2008

mozillaEinige von euch kennen sicher die Texte aus dem Buch Mozilla. Für die, die sie nicht kennen, gebt doch mal im Firefox oder auch in einem alten Netscape-Browser (ab 1.1) about:mozilla in die Adresszeile ein. Das angezeigte Zitat kann je nach verwendetem Browser von meinem Screenshot abweichen. Ein kleiner Anreiz noch für die paranoiden Verschwörungstheoretiker, schaut euch das Zitat in meinem Screenshot an – es ist ab den Betas des 3er Firefox aktuell. Der Auszug stammt aus dem Buch Mozilla (9:11) [nine – eleven] 😉

robotsAber die Entwicklung schreitet immer voran, so kann man sich nicht einfach nur mit dem Buch Mozilla am Leben erhalten – es benötigt auch Technik: about:robots. Damit ihr euch auch gleich noch als Magier beweisen könnt, klickt einfach zweimal auf den vorhandenen Button.





Hast du mal Feuer, Fuchs?

17 06 2008

Download Day - German

Heute ist es soweit. Punkt 19 Uhr unserer Zeit (ich blogge von Deutschland aus) steht der neue Firefox 3 zur Verfügung. Wie bereits gebloggt, habe ich die Betas und auch die RCs verfolgt. Die neue Version überzeugt mich persönlich vor allem durch die Geschwindigkeit mit der der Firefox an’s Werk geht. Ein Internet Explorer sieht alt dagegen aus. Wer vor 19 Uhr versucht Firefox 3 zu laden bekommt nur eine Webseite angezeigt auf der steht, man möge doch bitte warten. Gibt man die URL zur Installationsdatei direkt an, wird nur der letzte RC-Stand geladen. Wer es nicht erwarten kann, für den gibt es im Mozilla-Wiki eine entsprechende Release-Tracking-Seite. Dort findet man die aktuellen Infos wie weit man mit der Veröffentlichung ist.

Ein Vorteil des Firefox ist die Möglichkeit, dass man den Browser per AddOns erweitern kann, wie z.B. TwitterFox. Die meisten AddOns können von Firefox 2 übernommen werden bzw. es gibt Updates.

Bei einigen AddOns verweigert Firefox 3 allerdings die Installation mit der Begründung, dass das AddOn zu alt ist. Evtl. hilft folgender Trick: Das AddOn mit einem Zip-Programm öffnen, die Datei „install.rdf“ bearbeiten. Dort muss die maxVersion des AddOns entsprechend angepasst werden. Die gespeicherte Datei muss wieder in die Xpi-Datei zurück gepackt werden. Nun folgt der Versuch das AddOn zu installieren.
Für auftretende Abstürze oder Schäden bin ich nicht haftbar. Alles geschieht auf eure Verantwortung. Wer nicht weiß was er tut sollte lieber die Finger davon lassen.

Folgender Codeausschnitt zeigt einen Auszug der „install.rdf“ des MinimizeToTray-AddOns. Dieses AddOn lässt sich mit der beschriebenen Methode installieren. Im AddOn steht z.B. 2.0.0.*, ändert man dies in 4.0.0.* gibt es keine Fehlermeldung mehr.

<em:targetApplication>
    <!-- Mozilla Firefox -->
    <Description>
        <em:id>{ec8030f7-c20a-464f-9b0e-13a3a9e97384}</em:id>
        <em:minVersion>1.0</em:minVersion>
        <em:maxVersion>4.0.0.*</em:maxVersion>
    </Description>
</em:targetApplication>

Heute soll ein Weltrekordversuch gestartet werden – die meisten Downloads innerhalb von 24 Stunden. Helft mit das der Rekord aufgestellt wird und ladet euch die neue Version des Firefox herunter. Am einfachsten gelangt ihr über den Banner am Anfang des Posts zur Aktionsseite. Bitte habt Verständnis wenn es dort zu kleineren Problemen kommt. Es wollen eine Menge Leute den Rekord knacken 😉 Über das Banner kommt ihr auch zu einer Weltkarte auf der man sehen kann das es viele Menschen gibt die versprochen haben Firefox zu laden. Im Moment des Blogposts waren es in Deutschland über 70.000 User, im Vergleich dazu sind es in Polen sogar über 100.000!





Mozilla Firefox 3 Beta 5

2 04 2008

Heute ist die neue Beta des Mozilla Firefox 3 erschienen, inzwischen die Fünfte.

Betas sind natürlich nicht das fertige Produkt, so das noch Fehler auftreten können, allerdings werden in der endgültigen Version die meisten diese Fehler gefixt sein.

Was bringt die 3er Version des Firefox neues? Auf den ersten Blick ein neues Theme. Die bunten Bildchen sind ein wenig anders als vorher aber immer noch intuitiv zu bedienen. Eine interessante Funktion tritt beim Klick auf das Favicon (das Bildchen in der Adressezeile ganz links) zu Tage. Dort können Informationen zur Seite angezeigt werden. Es wird nicht nur angezeigt ob die Seite verschlüsselt ist, man kann für die aktuelle Seite Berechtigungen setzen wie z.B. Grafiken laden oder nicht.

Der Firefox 3 ist auf meinem Rechner schneller unterwegs als der Firefox 2, allerdings nur wenn die CPU gerade nicht zu ausgelastet ist, die 3er Version benötigt zwar weniger Arbeitsspeicher im Vergleich zum Vorgänger aber dafür mehr CPU-Power.

Interessant ist auch, das Firefox bei der AddOn-Verwaltung Vorschläge macht, welche AddOns denn hilfreich sein könnten. Mich würde interessieren, welche privaten Daten bzw. URLs von besuchten Seiten Firefox für diese Funktion überträgt.

Eine Liste der Neuerungen gibt es bei Mozilla.