Freundschaft.

7 10 2009

In Zeiten, in denen jeder jeden kennt – zumindest über jemanden, der jemanden kennt, der wieder jemanden kennt und der kennt den Schwager des Cousins der Nichte des Freundes – muss man sich überlegen, was sind Freunde. Freund, das darf sich inzwischen jeder schimpfen der in einem der neumodischen „Social Networks“ auf einer der inflationär ausufernden Liste der Freunde, Follower, Buddies, Kontakte, wasweißich auftaucht.

Doch sind das wirklich Freunde oder eher einfach nur Bekannte?

Freunde, das sind für mich Personen die es nicht nur Online gibt. Ein Freund ist auch offline vorhanden. Man kennt sich ein halbes Jahrzehnt, ein Jahrzehnt oder sogar mehr (hängt auch vom Alter ab 😉 )

Ein echter Freund ist für einen da wenn man ihn brauch – wobei man bei ihm nicht erst zu Kreuze kriechen muss sondern der- oder diejenige merkt wenn man seine Freunde braucht und ist automatisch da.

Friede, Freude, Eierkuchen oder die ewig heile Welt muss es in einer Freundschaft nicht geben. Freunde können sich auch mal streiten bis die Fetzen fliegen. Schließlich hat jeder seine eigene Meinung, seinen eigenen Charakter, seine ganz persönlichen Macken. Doch egal wie heiß es her geht, nichts ist so schlimm, als dass die Freundschaft daran zerbricht. Man kann einige Zeit seine eigenen Wege gehen doch nach einer gewissen Zeit geht man wieder aufeinander zu, sieht ein, dass keiner ohne Fehler ist und alles ist wieder im Lot.

Wenn man auf der Sonnenseite der Welt wandelt ist alles Bestens. Die Freunde und die, die sich als solche ausgeben sind zur Stelle. Doch wenn es grau am Himmel wird und ein Sturm aufzieht, sind sie so schnell wieder weg, wie sie gekommen sind. Echte Freunde stehen aber auch das gemeinsam durch. Man geht durch Dick und Dünn, teilt Freud und Leid. Obwohl man zusammen schon ne Menge Scheiße erlebt hat, geht man weiterhin gemeinsam durch das Leben. So etwas schweißt nur weiter zusammen.

Freunde sind nicht nur für mich da, auch ich bin für meine Freunde da. Ein offenes Ohr, eine helfende Hand – einfach selbstverständlich. Genauso sind Freunde keine Arschkriecher. Sie können und sie sollen sagen wenn mal ziemliche Scheiße gebaut hat. Sie kennen einen besser als andere Menschen und wissen wie man tickt – trotzdem oder gerade deswegen wissen sie wie sie einen anzupacken haben und auch mal dem Kopf waschen wenn es sein muss.

Echte Freunde findet man selten und es gibt nicht viele von ihnen. Gerade das macht sie noch wertvoller als sie ohnehin schon sind!

Die Freunde, denen dieser Blogpost gewidmet ist wissen, dass sie gemeint sind – Danke das wir gemeinsam durch das Leben wandeln.

Advertisements




Mikrowellenkuchen.

7 10 2009

In meinem Feedreader bin ich vor ein paar Tagen auf einen Eintrag im Blog von Vivienne gestoßen.

Sie berichtet über den Versuch Kuchen bzw. Muffins in einer Mikrowelle zu backen. Das Resultat ist nicht ganz wie erwartet… Im Blogeintrag sieht man ein Foto des Resultats.

Ok, ein Muffin sollte anders aussehen – dafür wurde etwas für unsere Zukunft getan. Wenn die Kohlevorräte zu neige gehen, backen wir mit der Mikrowelle 🙂

Als Erstes müssen wir uns über das Prinzip des Mikrowellenofens im Klaren sein. Im Gerät werden Dezimeterwellen in einem Magnetron erzeugt und mittels Hohlleiter in den Garraum der Mikro geleitet.

Die Dezimeterwellen erhöhen die innere Energie der Molekühle. Die erhöhte Energie spiegelt sich in einer hohen Molekühlbewegung wieder, welche wiederum eine hohe Temperatur mit sich bringt.

Die Frequenz der Wellen liegt bei 2,455 GHz mit einer Wellenlänge von 12 cm. Gründe für diese Frequenz gibt es mehrer, wie z.B. das lizenzfreie ISM-Band aber auch die Eindringtiefe der Wellen in das Gargut. Das Gargut in der Mikrowelle wird Aufgrund dieser Eindringtiefe von innen nach außen erwärmt.
Je niedriger die Frequenz, desto größer die Eindringtiefe, desto geringer ist auch die Absorption. Bei einer zu hohen Frequenz und zu kleiner Eindringtiefe wird nur die Oberfläche erwärmt.
Die Erwärmung ist auch vom Material des Garguts abhängig. Je höher der Feuchtigkeitsgrad des Garguts, desto stärker die Erwärmung.

Nun genug der Theorie.

Die Mikrowelle in dem Muffinexperiment war vorgeheizt, somit wurde den Muffins außen schon ein wenig Flüssigkeit entzogen. Nun wärmten die Dezimeterwellen die Muffins von innen. Während der Muffin von außen schon sehr nach Muffin aussah erwärmte sich das innere immer weiter. Muffinteig ist jetzt nicht das, was man als perfekten Wärmeleiter bezeichnen würde. So kommt es, dass das innere verkohlt während das Äußere des Muffins (unten) noch nicht richtig fest ist.

Für Kuchen in der Mikrowelle sollte man die Leistung runter regeln und dafür länger „mikrowellieren“ – für die Bräunung des Kuchens / Gebäcks gibt es spezielle Mikrowellengefäße oder man aktiviert zum Schluss, sofern vorhanden, den Grill.





Danke.

5 10 2009

Am 9.9. ist mein Vater gestorben, keine Woche später mein Opa.

Zwei Ereignisse, die mich ziemlich aus der Bahn geschmissen haben. Ich möchte jetzt aber hier nicht um Aufmerksamkeit betteln oder euch eine Beileidsbekundung abringen.

Ich möchte mich Bedanken. Bei meinen Freunden und Bekannten, online sowie offline. Bei allen die mir Hilfe angeboten, Mut zugesprochen und mich unterstützt haben.

Ich habe Nachrichten, Karten, Post, Anrufe bekommen die mir viel bedeutet haben. Es haben sich Personen bei mir gemeldet, mit denen ich nie gerechnet habe. Danke euch allen.

Es musste so viel geklärt, organisiert und erledigt werden. Alleine hätte ich das alles nie geschafft.

Ich bin echt froh, dass ich euch alle habe!