Datenhandel.

19 08 2008

Es geistert durch die Medien, Nutzer werden verunsichert, es wird zweimal überlegt wem man seine Daten anvertraut.

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar fordert hohe Strafen in Millionenhöhe für Verstöße gegen den Datenschutz.

Doch was wir momentan sehen, seien es die Fälle von der NKL und SKL oder aber auch von der Telekom, ist nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Unser aller Liebling, der Bundesminister des Inneren, Wolfgang Schäuble, ist unter anderem für Informationsschutz und -sicherheit zuständig. Wenn es darum geht den Bürger unter Generalverdacht zu stellen und ihn in allen Lebenslagen zu überwachen, ist man schnell dabei. Geht es allerdings um den Schutz des Bürgers müssen erst gravierende Dinge geschehen bis sich jemand bewegt. Wohl ein Fall des klassichen Beamtenmikados. Wer sich als erstes bewegt hat verloren.

Dabei ist Datenhandel keineswegs ein Problem der letzten Wochen oder Monaten. Ich kenne ein Fall in dem ein Mitarbeiter einer mittelständigen Softwarefirma von einer anderen Entwicklungsschmiede abgeworben wurde. Rein zufällig hat der Mitarbeiter beim Arbeitgeberwechsel allerdings einen Aktenordner voll mit Namen, Adressen, Telefon- und Faxnummern, Ansprechpartner und Mitarbeiteranzahl von Kunden seines alten Arbeitgebers in seiner Tasche vergessen. Dieser Aktenordner wanderte natürlich auch nur rein zufällig zu seinem neuen Chef. Dieser nahm sich einige Aushilfskräfte und ließ die Daten in das CRM-System der Firma einspeisen. Nun gab es wieder genug neue Adressdaten die mit „Mailings“ bombardiert werden konnten.

Dies ist bei weitem kein Einzelfall der Adressgenierung. So wurden auch immer wieder Adressen gekauft die dann mit unterdrückter Rufnummer angerufen wurden. Der Call-Center-Mitarbeiter gab vor eine neue Stelle zu suchen und er würde gerne seine Bewerbung vorbei schicken. Wer denn der Ansprechpartner in der gewünschten Abteilung ist. So lassen sich relativ leicht die Daten verifizieren und vervollständigen.

Bei diesem Fall wurde niemandem Geld vom Konto abgebucht, doch sieht man auch hier, dass es schon länger regen Missbrauch von Daten gibt.

Erst vorletzte Woche habe ich einen Anruf eines Call-Center-Mitarbeiters bekommen. Ob ich denn der Herr Chaosblog bin, ich hätte was gewonnnen. Da ich mir sicher war, diese Nummer nirgends angegeben zu haben, antwortete ich ihm, dass der gesuchte Herr mein Bruder ist, dieser aber aktuell nicht zu sprechen ist. Der Call-Center-Typ wurde ziemlich pampig. Wieso denn jemand an einem Gewinnspiel teilnimmt und dann nicht verfügbar ist, das kann doch nicht sein etc. Bei meiner Nachfrage wie er den heißt, für welche Firma er anruft, wurde aufgelegt. Eine Nummer wurde natürlich auch nicht übertragen. Über anonyme Personen kann man sich recht schwer beschweren. Zwei Tage später klingelte wieder das Telefon, diesmal war es eine Call-Center-Mitarbeiterin. Selbes Thema, selber Text. Diesmal gab ich mich als Herr Chaosblog zu erkennen und wartete bis die Dame ihre zwei A4-Seiten runter gerasselt hatte. Meine Nachfrage nach ihrem Namen wurde nicht beantwortet, ebenso wenig der Name der Firma für die sie anruft. Stattdessen versuchte sie immer wieder auf das gewonnene Gewinnspiel zurück zukommen. Ich wäre unter den 2000 Glücklichen die die Chance auf einen von 50 neuen Autos hätten. Ich würde auch eine Bonuskarte bekommen mit der ich nicht Punkte sondern bares Geld sammeln kann. Diese Karte würde ich für 3 Monate gratis bekommen, müsste aber eine Bindung für ein Jahr annehmen, monatlich würde der Spaß 4,99 Euro kosten. Die Tante auf der anderen Seite der Leitung wollte sich nicht wirklich kooperativ zeigen als ich nochmals nach ihrem Namen gefragt habe, „das tut doch absolut nichts zur Sache“!

Das Gespräch endete mit Androhung einer Anzeige meinerseits und einem beherzten Auflegen.Bisher ist Ruhe.

Auch hier ist es mir Schleierhaft wie die Nummer an ein Call-Center gelangen konnte.





Rechtsruck.

19 08 2008

Ich fordere mit diesem Blogeintrag einen massiven Rechtsruck innerhalb der deutschen Bevölkerung.

Bevor ich jetzt hier zerfleischt werde: Nein, ich meine damit nicht die braunen Massen die mit ihren hirnrissigen Sprüchen versuchen Menschen zu mobilisieren. Wer der Meinung ist diese Propaganda hat mit Politik zu tun, hat den Blick für die Realität verloren. NPD, DVU und wie sie alle heißen leben doch nur ihre rechtsextremen Phantasien unter dem Deckmantel der Demokratie aus.

Aber zurück zum Thema. Ich fordere einen Rechtsruck der besonderen Art.

Berufsbedingt bin ich jede Woche ca. 600 km auf deutschen Autobahnen unterwegs. Was macht eine Autobahn aus? Es gibt einiges was eine Autobahn charakterisiert, doch das wichtigste ist, das es mindestens zwei Fahrstreifen gibt, wenn nicht schon mehr.

Nun habe ich eine Studie zur optimalen Anzahl der Fahrstreifen (m) im Bezug zur Anzahl der verfügbaren Fahrstreifen (n) gemacht. Die Formel ist nach einigen Überlegungen relativ einfach ausgefallen:

m=n-1

In Worten formuliert, jede Autobahn ist eine Spur zu breit. Obwohl in Deutschland ein Rechtsfahrgebot (§2, Abs. 2 StVO)  vorhanden ist, hält sich doch kaum einer daran. Die rechte Spur ist frei, weit und breit kein Fahrzeug zu sehen. Alle Begrenzungen sind aufgehoben, doch auf der linken Fahrbahn tuckert ein 5er BMW mit 110 km/h dahin.

Wenn man nun kräftig die Hupe bearbeiten würde, mit der Lichthupe und dem Blinker spielt zählt es als Nötigung. Genauso ist rechts überholen verboten. Dass der Dauerlinksfahrer ein Bußgeld von bis zu 40 Euro bekommen könnte, interessiert niemanden. Wer grundlos dauernd die linke Spur oder bei dreispurigen Autobahnen auch die mittlere blockiert und damit andere behindert verstößt klar gegen das Rechtsfahrgebot. Neben den 40 Euro kann man sogar noch einen Flensburger Bonuspunkt sammeln.

Wieso schaffen die Leute es nicht einfach mal nach rechts zu fahren und die Leute hinter einem vorbeifahren zu lassen? Ich fordere einen Rechtsruck! Wer ein dicken fetten Schlitten unter dem Arsch hat soll ihn entweder auch mit entsprechenden Geschwindigkeiten fahren, wer Angst vor dem „Geschwindigkeitsrausch“ bei Tempo 100 und mehr hat, verzieht sich bitte nach rechts.





Bullen-Cola.

17 07 2008

Wie die Leser meines Blogs wissen, bin ich ein absoluter Koffein-Junkie. Letztes Jahr habe ich die Cola COFF & Co getestet. Es war nichts weltbewegendes aber ok. Diese Jahr gibt es was Neues auf dem Markt. Cola von Red Bull – Simply Cola.

Hier das Ergebniss eines Selbstversuchs:

Die Dose ist in blau und rot gehalten, nichts besonderes aber das Design lässt sich immer als Red Bull wieder erkennen. In den Blechhebel zum Öffnen der Dose ist ein Stier eingestanzt.

Nun öffnen wir mal die Dose – riecht erst mal nicht so chemisch wie der Red Bull Energydrink. Vielleicht kommt es daher das die Cola „strong and natural“ sein soll. Laut Dosenaufdruck enthält der Inhalt keine Phosphorsäure, keine Konservierunsstoffe und weder künstliche Aromen noch künstliche Farbstoffe. Dafür ist ne Menge an Gewürzen drin: Zimt, Vanille, Kolanuss, Ingwer, Muskat und Kardamom.

Der Geschmackstest bringt mich nicht zum Jubeln. Es schmeckt eher wie eine Vita-Cola, die Cola mit Zitrone, die zumindest im Osten Deutschlands sehr bekannt sein dürfte. Die Red Bull Cola hinterlässt einen Geschmack im Mund der schwer zu beschreiben ist, erinnert an eine Mischung aus Coke Zero und Dr. Pepper.

Der Koffeingehalt scheint eher niedrig zu sein, auf Jedenfall merkte ich keinerlei Wirkung.

Mein Fazit: Nichts was ich nochmal trinken müsste – Vita-Cola schmeckt besser und hinterlässt nicht so einen komischen Nachgeschmack. Ansonsten bleibe ich bei Afri-Cola und Coke.





Kein Kaffee ist auch keine Lösung.

15 07 2008

Nicht jeder trinkt gerne Kaffee, manch einer bevorzugt Tee oder aber trinkt nichts von beidem.

Wer heute unterwegs, neudeutsch to-go, einen Kaffee will, sieht sich einem Dschungel von Begriffen ausgesetzt. Was es nicht alles an Varianten gibt. Man kann schier verzweifeln. Ich will einfach einen schwarzen Kaffe – ich lass mir nix weiß machen – mit Zucker – ich bin ein ganz süßer 😉

Wie dem auch sei – als gestandener Informatiker brauche ich meinen Kaffee. Nicht to go sondern to drink. Je mehr desto besser!

Schließlich heißt es ja nicht umsonst das Programmierer Kaffee in Code umwandeln. Dies habe ich ja schon kurz im Beitrag Klischeeerfüllung erwähnt.

Bei meinem Arbeitgeber gibt es genug „Leihtassen“ doch die gefallen mir alle nicht. So wie (fast) jeder in meinem Büro seine „Privattasse“ besitzt, habe auch ich meine Tasse, veredelt von Frau Gräfin. Am Boden der Tasse war noch zu sehen – doch das ist weg gerührt. Der Rest hält dank Einbrennen erstaunlich gut.

mozillamozillamozillamozilla

Da ihr nun meine Tasse kennt, würde mich interessieren, wie eure Tasse aussieht aus der ihr eure tägliche Energie bezieht. Deswegen schmeiße ich mal ein Stöckchen in die Blogosphäre.

Besonderes Interesse habe ich an den Tassen von:

Solltet ihr keine Tasse haben / nutzen, dann eben euer Lieblingstrinkgefäß. Sei es ein Trinkhorn oder direkt aus der Flasche oder was auch immer 🙂

Natürlich darf auch jeder andere mitmachen der das Stöckchen fängt.





Murphys Waschmaschine.

2 07 2008

Das alles schief geht, was schief gehen kann, dass sagt ja schon Murphys Gesetz aus.

Nun hat Murphy nicht nur ein Gesetz nieder geschrieben sondern auch an der Entwicklung meiner Waschmaschine mitgewirkt. Gut, die Dame hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel – trotzdem hat sie immer gute Dienste geleistet.

Das einzige was ich bisher ausgetauscht habe, ist der Verriegelungsmechanismus der Maschine. Dieser soll verhindern, dass man, wenn noch Wasser in der Trommel steht die Luke öffnen kann. Dummerweise ging die Waschmaschine, selbst wenn kein Wasser mehr drin stand und die 45 sek. Wartezeit um waren, nicht mehr auf. Das Ersatzteil war schnell bestellt und auch preislich in Ordnung. Ein wenig die Finger beim Ausbau des alten und Einbau des neuen Teils verbogen und die Waschmaschine tat wieder brav ihren Dienst.

In letzter Zeit will sie mich aber ärgern.
Beim Abpumpen tat es auf einmal Schläge als würde ein Schmied in meinem Badezimmer hausen. Die Waschmaschine war noch voll mit Wasser. Da kann ich nicht an die Pumpe ran, dann steht das Bad unter Wasser. Eine Art Ablassschraube gibt es auch nicht. Der einzige Weg führt über das Flusensieb – dass flutet mir aber das Bad. Also immer wieder etwas Wasser kommen lassen und gleich wieder aufgewischt, bis die Maschine leer war. So eine scheiß Arbeit. Das Flusensieb kontrolliert – nichts gefunden was Probleme macht. Also die Pumpe zerlegt und ein paar Kupfermünzen gefunden. Auf Grund des hohen Korrosionsgrades müssen die schon länger in der Maschine unterwegs sein, der Form nach zu urteilen waren es Ein- und Zweicentmünzen. Nach dem ich die Maschine wieder zusammen geschraubt habe, ging wieder alles wie am ersten Tag. Glücklicherweise haben die Flügel der Pumpe den Angriff überlebt.

Bis zum letzten Wochenende war alles perfekt.

Nach einem langen Samstag wollte ich es mir mit dem Grill, gutem Fleisch und einem kühlen Bier gemütlich machen. Nebenbei war die Waschmaschine fleißig, die Wäsche war fast fertig gewaschen, sie ging über zum Schleudergang. Auf einmal gibt es kratzende Geräusche als würde jemand die Wäschetrommel mit einem Schraubenzieher anhalten wollen. Bei 1000 Umdrehungen keine leichte Aufgabe. Also den Grill grill sein lassen, das Bier wurde dem Kühlschrank in den Rachen geschoben und das Werkzeug ausgepackt. Glücklicher Weise stand kein Wasser mehr in der Trommel, die Wäsche ließ sich Problemlos entnehmen. Der Versuch die Trommel per Hand zu drehen ergab dieselben Geräusche. Schnell alles kontrolliert was vorher in der Waschmaschine war ob evtl. Knöpfe oder Reißverschlüsse verloren gegangen sind oder sich einer der Schnallen des Rucksacks in Wohlgefallen aufgelöst hat. Auch hier konnte Entwarnung gegeben werden. Nun ging es an die weitere Fehlersuche. Es wurden erst die leicht zugänglichen Stellen überprüft – Keilriemen des Antriebs ist in Ordnung, das Antriebsrad ist auch noch ganz. Sind vielleicht die Federelemente oder die Stoßdämpfer defekt? Um das zu überprüfen musste erst das schwere Betongewicht von seinen Schrauben befreit werden. Auch dies schien nicht die Ursache zu sein. Nun stand das Zerlegen der kompletten Trommel an. Welch ein Spaß. Doch halt, da viel mir ein, es gibt am tiefsten Punkt der Trommel den Heizstab – vielleicht sehe ich durch diese Öffnung etwas. Also die Maschine noch weiter zerlegt, so dass man mit halb gebrochenen Fingern an die elektrischen Anschlüsse und die Befestigungsmutter kommt. Den Heizstab ausgebaut und schon kam mir noch ein Schwall Wasser entgegen. Hmmm. Ich habe eigentlich ziemlich kalkhaltiges Wasser und nutze kein Calgon, Multi-Magnetfeld-Generatoren oder ähnlichen Placebokram. Trotzdem sah der Heizstab recht gut aus, ein paar kleine Kalkablagerungen die man aber mit den Fingern herunter bekam. Aber auch dort kein Anhaltspunkt zu finden was die Maschine zum Schreien brachte. Die Trommel noch einmal versucht zu drehen, vielleicht kann man ja eine Richtung ausmachen. Kein störendes Geräusch mehr zu hören! Lag es etwa an dem Heizstab? Diesen wieder in seine Halterung gesteckt und man hörte wieder ein leichtes kratzen. Da die Mutter beim Ausbau erstaunlich lose war, diese wieder fest angezogen – alles war ok. Kein Kratzen, keine sonstigen unnormalen Geräusche!

Merke, beim Reifenwechsel nach 50 km die Radmuttern nachziehen, bei der Waschmaschine nach 50 Ladungen den Heizstab kontrollieren und ggf. fest schrauben.

Wieso aber passiert so was immer Samstag Abend wenn man besseres vor hat? Ich bin die Woche über 400 km weit weg – was tut man nicht alles für einen Job – aber kann es der Waschmaschine nicht freitags einfallen oder von mir aus Samstagmorgen? Nein. Immer zur Prime-Time 😉 Ich glaube meine Waschmaschine möchte einfach nicht, dass ich mich zu sehr erhole. Beim nächsten Ausfall geht’s mir aber ehrlich gesagt am Arsch vorbei.

Erst die gute alte analoge Welt mit Fleisch und Grill, dann die Maschine.





Zeitlos.

26 06 2008

Sicher kennt das jeder von euch. Man hat so viel vor aber der Tag hat verdammt noch mal nur 24 Stunden. Hier liegen sechs Blogeinträge für die ich schon Material gesammelt habe oder auch angefangen hab sie zu schreiben. Ich bin also nicht planlos sondern einfach nur „Zeitlos“ 😉 Mir fehlt die Zeit um die Einträge zu Ende zu schreiben. Ich glaube ich sollte mir mal ein festes Ritual einfallen lassen, bei dem ich mir dann mal an einem Tag der Woche wirklich Zeit nehme all die Themen aufzugreifen. Also entschuldigt die aktuelle Stille hier im Blog – hier wird es bald wieder lebhafter.

Für die Neugierigen unter euch, folgende Dinge sind geplant: Hardware-Basteleien, alternative Firmware, eine Buchbesprechung und Linuxtipps.





Männer-Sushi.

11 06 2008

Wie ich bereits in meinem Geekkochbuch-Eintrag geschrieben habe, bin ich kein Freund von Sushi. Das liegt einfach daran, dass ich Fisch generell abgeneigt bin, roher Fisch geht gar nicht. Vegetarisches Sushi ist auch nichts für mich – Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg 😉

Deshalb habe ich mir das Männer-Sushi ausgedacht. Erst war es nur eine fixe Idee, es gibt „echtes“ Sushi, es gibt vegetarisches Sushi, wieso gibt es dann nicht auch Sushi für den Mann? Nach einiger Zeit wurde die Idee immer plastischer in meinem Kopf. Da dort wie immer Chaos herrscht bin ich mir sicher, dass viele den Kopf schütteln werden oder die Hände über dem Kopf zusammen schlagen wenn sie den Beitrag lesen.
Das Rezept würde wohl am ehsten in dem Buch „Gerichte mit viel Fleisch, gekocht von einem chaotischen Mann mit Humor“ erscheinen.

Ich bin mir sehr wohl bewusst das mein Männer-Sushi und echtes Sushi soviel Ähnlichkeit haben wie Tag und Nacht. Ich fand aber einfach die Idee lustig und zum anderen bin ich ein Mann (ganz) alter Schule und kann meine Wurzeln nicht leugnen. Auch ich stamme vom Höhlenmenschen ab. 😉
Ich würde mit Pfeil, Bogen und Faustkeil losziehen, ein Mammut erlegen und dann am Lagerfeuer grillen wenn ich in der Zeit leben würde. Wie wohl Mammut schmeckt(e)? 😀

Nun habe ich mir mal als Erstes überlegt, was ein Sushi denn ausmacht.

Meistens ist in der Mitte roher Fisch, dann kommt eine Schicht Reis und außen herum kommt ein Algenblatt.
Bestandsaufnahme: roher Fisch? Iiihhh. Algen? Schwimmen in der Nordsee – und da sind Fische, also wieder Iiiihh. 😉

Somit bleibt als die einzige Komponente die ich übernehmen werde der Reis. Rohes Fleisch fällt für mich weg – es gibt nicht all zu viel was man roh essen kann und was dann auch noch lecker schmeckt. Außerdem bin ich ein Mann und es soll ja ein Männer-Sushi werden. Also brauchen wir Röstaromen, viele Röstaromen, am bestem vom Grill. Die Pfanne tut es zur Not aber auch. Sushi sind ja kleine Häppchen die mit ein, zwei Bissen weg sind. Also brauche ich kleines Fleisch.

Was bietet sich da an? Würstchen mit einem geringen Durchmesser wie z.B. Nürnberger oder Wiener scheinen wie gemacht dafür zu sein. Für die Frauen die mal Männer-Sushi naschen wollen, würden sich Geflügelwürstchen anbieten.

Somit sind jetzt die ersten zwei Komponenten gefunden. Innen ein Abschnitt Wurst, darum der bekannte Reismantel. Mit was wickeln wir das ganze nun ein? Leute in meinem direkten Umfeld die mich kennen sind sich sicher das kann nur was mit Fleisch sein.

Richtig! Ich könnte natürlich Salatblätter oder etwas Ähnliches nehmen. Doch das wäre erstens viel zu gesund und zweitens viel zu fleischlos. Roher Schinken bietet sich an, Schwarzwälder zum Beispiel. Die Dekadenten unter uns könnten natürlich auch Parma- oder Serranoschinken nehmen. Somit haben wir auch die letzte Schicht erfolgreich gefunden und das ganz ohne Castingshow.

Nachdem man alle Zutaten beisammen hat, kann es mit der Zubereitung losgehen. Als erstes grillen oder braten wir die Würstchen. Diese werden dann mit dem Reis und dem Schinken auf meiner Matte zum Rollen von Sushi zu einer Sushi-Rolle verarbeitet. Erst den Schinken, dann den Reis und zuletzt die Wurst auflegen, zusammen klappen und rund rollen.

Die entstandene Rolle könnt ihr nun in Scheiben schneiden und fertig ist das Männer-Sushi. Wer mag kann natürlich bevor er das die Rolle teilt, diese noch kurz in die Pfanne geben und somit den Schinken anbraten, wobei sich hier sicherlich auch Frühstücksbacon gut machen würde!

Was fehlt nun noch?

Klar, eine scharfe Würzpaste à la Wasabi. Was passt wohl am besten zu gegrillter Wurst? Richtig, Senf!
Wasabi ist ja meist grün und wir wollen ja ein leckeres Sushi haben. In alter Baumanier gibt’s da nur einen Ausweg: Was nicht passt, wird passend gemacht!

Im gut sortierten Chemielabor Supermarkt, in der Backwarenabteilung, findet ihr Speisefarben. Schmecken nach nix aber machen schön bunt. Ich färbe gerne mal den Kartoffelbrei rot aber das ist ne andere Geschichte.

Also geben wir einfach Senf in dein Schälchen und etwas grüne Lebensmittelfarbe hinzu. Wenn ich im Kunstunterricht aufgepasst habe, müsste es auch mit blauer Lebensmittelfarbe funktionieren da gelb und blau ja grün ergibt. Somit hat man gleich eine Anregung für zunkünftige Küchenexperimente. Für die echten Männer unter uns, die es gerne scharf mögen, fügen wir auch noch etwas Tabasco hinzu. Fertig ist unser Pseudo-Wasabi.

In diesem Sinne – viel Spaß beim nachkochen und guten Appetit.

Halt! Der Eintrag ist noch nicht zu Ende.

Für die Männer die das ganze in der heimischen Küche ausprobieren und ein Schlachtfeld hinterlassen, denkt daran, aufräumen gehört auch dazu! Schließlich kann der Mann es ja auch nicht leiden wenn Frau in der Computerecke oder der Werkstatt was sucht und ein Chaos hinterlässt oder noch schlimmer das gut sortierte Chaos aufräumt. Bitte nehmt Rücksicht!

Wenn die Dame des Hauses sich über zu viel Fleisch beschwert, bereitet ihr doch ein richtiges Sushi oder einen leckeren Salat aus dem Geek-Kochbuch zu. Auch alte Kavalier- und Gentlemaneigenschaften wie Blumengeschenke oder das Ausführen zum Essen wirken besänftigend auf so manches er- / überhitzte Gemüht!

Wie ihr sehen könnt ist Kochen keine Hexerei und bitte denkt daran, dass ihr nicht alles so Ernst nehmen solltet.

Ich verbleibe euch hiermit mit einem Lächeln auf den Lippen,
euer Chaosblog. 🙂

P.S. Fotos gibt es natürlich auch, die werden in den nächsten Tagen nachgereicht – ich habe gerade die Kamera nicht in Reichweite.

Die Fotos sind jetzt endlich hinzugefügt. Das komplette Set findet ihr bei Zooomr.

Nachdem Zooomr den Geist aufgegeben hat, findet man die Bilder nun bei Picasa.

 





Suchbegriffe im Monat Mai.

20 05 2008

Vor einem Monat habe ich schon einmal die Suchanfrage des Tages gebloggt.

Nun kommen wir zu den Suchbegriffen des Monats – es wurden nähmlich immer mehr schräge Anfragen gestartet. Eigentlich sind die Suchbegriffe über die die Leserschaft kommt relativ normal. Es wird z.B. nach .Net gesucht oder C#. Sehr häufig auch nach Waffen, was schon ein wenig zum nachdenken animiert. Alles aber noch nichts wo man sich ernsthaft Gedanken um den Geisteszustand der Menschheit macht.

Warnung: Leute mit schwachem Magen oder einer niedrigen Ekelgrenze sollten jetzt nicht weiter lesen!

Folgende Suchbegriffe lassen mich aber zweifeln:

  • kalte fusion, was geschah in der flasche
  • wie berechnet man die liebe mathematisch
  • feuchtgebiet frau ganz nackt bilder
  • sex spiele mit der elektro fliegenklatsche
  • popel sex
  • wie messe ich meinen schwanz richtig
  • muss beim analverkehr der darm leer sein
  • tittenmaus gießen

Ich bin für eine IQ-Grenze im Internet. Ab jetzt werden durch eine „Brainwall“ alle Menschen geblockt die dumm wie 50 Meter Feldweg sind!





Castingwahn.

17 05 2008

BSE steht für Rinderwahn. (A/)H5N1 steht für die Vogelgrippe. DSDS, GNTM, SSDSDSSWEMUGABRTLAD steht für Castingwahn!

Was haben wir nicht schon alles gesehen:

  • Deutschland sucht den Superstar
  • Germanys next Topmodel
  • Starsearch
  • Popstars
  • The next Uri Geller
  • Stefan sucht den Superstar, der singen soll, was er möchte, und gerne auch bei RTL auftreten darf
  • Ich Tarzan, du Jane!
  • Bully sucht die starken Männer!

… und wie sie nicht alle heißen. Was fasziniert die Zuschauer denn noch? Eine Castingshow hätte gereicht. Der Zuschauer hätte was Neues gehabt das ihn berieselt und fertig.

Aber Nein!

Immer mehr Castingshows sind zu sehen. Man sitzt vor der Mattscheibe und schaut sich da Leute an die nix besseres zu tun haben als sich zum Affen zu machen oder sich als was anderes verkaufen wollen als sie eigentlich sind.

Mir persönlich entzieht sich der Reiz des ganzen. Es ist einfach nur nervig wenn man geschafft nach einem harten Arbeitstag einfach nur gemütlich auf dem Sofa lümmeln will, sich ein wenig unterhalten lassen möchte ohne noch groß den Kopf anzustrengen und dann Castingshows kommen. Unter Unterhaltung bzw. neudeutsch Entertainment verstehe ich was anderes.

Auch wenn ich jetzt wie ein alter Rentner klingen mag aber früher war das besser.

Das sieht man auch wenn man mal schaut welche Sendungen es für Kinder gibt. Die Sendung mit der Maus ist eine rühmliche Ausnahme des Programms. Sonst kommt doch nur Zeug was eigentlich nicht für Kinder gedacht und geeignet ist.

Wo sind all die Kindersendungen und Zeichentricksendungen die es gab als ich noch ein kleiner Scheißer war? Selbst ein Peter Lustig ist in Rente und „der Neue“, Fritz Fuchs, ist ja nicht gerade die Wucht in Tüten!

Da bleibt mir nur noch eins zu sagen: „Ja, und ihr, ihr könnt jetzt, genau, abschalten!“





Das Geekkochbuch.

16 05 2008

Durch Zufall bin ich heute bei den Twitter-Followern von Writingwoman auf Mela Eckenfels gestoßen. „Den Namen kennst du doch!“ sagte ich mir und so war es dann auch. Mela Eckenfels ist eine der Autorinnen des „Kochbuch für Geeks“ aus dem O’Reilly-Verlag.

Ich habe nicht schlecht geschaut als ich dieses Buch zu Weihnachten bekommen habe.

Ehrlich gesagt war das Cover jetzt nicht unbedingt das, was mich vom Hocker gerissen hat. Der Kupferstich weckte in mir keine wirkliche Interesse an dem Buch.

Ein Kochbuch von O’Reilly? Wieso nicht? Ich kenn das Perl-Kochbuch, das steht auch bei mir im Regal… nur was soll ein Geek-Kochbuch sein? Also habe ich zum Entsetzen von Gräfin erst mal ein geeklike WTF?!-Gesichtsausdruck aufgesetzt.

Was soll ich mit einem Geek-Kochbuch? Ich weiß was ein Geek ist und was ihn ausmacht – ich muss nur in den Spiegel schauen.

Also das Buch aufgeschlagen. Sofort fiel mir ein Periodensystem der Lebensmittel in die Hände. Diese Karte kann man sich übrigens bei O’Reilly auf der offiziellen Seite zum Buch anschauen. Wer will kann auch ein paar Seiten bei Amazon lesen.

Hmm. Das scheint ja wirklich ein Kochbuch zu sein. Fasziniert aufgeschlagen und sofort war mein Lesehunger geweckt. Ich bin jemand der gerne kocht. Das Essen muss mir schmecken – da ist es mir relativ egal wie es zubereitet wird, ich bin ein kleiner Experimentalkoch.

Gräfin hat schon bei so mancher Kreation am Anfang ungläubig geschaut aber als sie das Ergebnis probiert hat war sie begeistert. Offen für Neues habe ich also jede Seite dieses Buches verschlungen. Der geneigte Geek erfährt wie er sich sein eigenes Sushi zaubert.

Nun ja, Sushi ist absolut nicht mein Geschmack – das ist aber kein Problem. Heute kam mir eine Idee wie ich ein „Männersushi“ zubereite. Ich lasse die Idee noch ein wenig in meinem Kopf reifen, werde sie bei Gelegenheit kochen und euch dann hier vorstellen.

Mela Eckenfels und Petra Hildebrandt haben ein Buch abgeliefert das ich jedem empfehlen kann. Die Rezepte sind in verschiedenen Schwierigkeitsstufen – selbst für Leute die Wasser anbrennen lassen und nicht wissen welche Seite beim Lötkolben die heiße ist sind Rezepte dabei. Auch verlassen die beiden die klassischen Wege der Kochkunst. Ein Omelett wird nicht in der Pfanne zubereitet, nein es wird in Gefrierbeuteln gekocht! Meine Oma weckt Früchte ein, Mela und Petra wecken Kuchen ein.

Viele der Rezepte habe ich selbst schon getestet oder als Anregung für eigene Erfindungen genommen. Für jeden Geschmack, für jede Gelegenheit und für jeden Geldbeutel ist etwas dabei.

Ob ihr Omelett aus dem Ziplock-Beutel, Kuchen aus dem Weckglas, Brötchen aus der Pfanne, Geek-Schnitten oder aber ein Warpkern-artiges Energieplasma wollt das Geekkochbuch weiß rat!

Alles in allem eine wirkliche Kaufempfehlung. Ein Buch das mein Bücherregal bereichert und weder in einer guten Kochbuchsammlung, noch in einer gut sortierten IT-Hausbibliothek fehlen darf.

Hier noch die ISBN des Buches: 978-3-89721-462-0