Monster-Login Reloaded.

9 02 2010

Vor ca. 2 Jahren habe ich bereits über ein Problem unter von KDE unter Linux bei bestimmten Grafikkarten geschrieben.

Bisher hat es, wie im alten Beitrag beschrieben, geholfen die Option „NoDDC“ zu setzen.

Im aktuellen KDE4 funktioniert dies allerdings nicht mehr. Doch auch hier kann man sich mit ein wenig Anpassung in einer Datei Abhilfe schaffen. In der Datei „/etc/kde4/kdm/kdmrc“ sucht man folgende Zeile:

ServerArgsLocal=-nolisten tcp

Dort fügt man „-dpi 96“ hinzu:

ServerArgsLocal=-nolisten tcp -dpi 96

Auch hier funktioniert nach einem Neustart wieder alles wie gewohnt.





Ajaxterm und Firefox 3.6

9 02 2010

Normalerweise habe ich für die Wartung meines Servers und Zugriffe auf Server bei denen ich ab und an mal nach dem Rechten schaue immer Putty dabei. Doch es kann auch mal vorkommen, dass ich – wieso auch immer – kein Programm nutzen kann / darf und auf vorhandene Mittel angewiesen bin.

In diesem Fall habe ich immer noch Ajaxterm. Ein Webinterface welches mit SSH-Zugang auf einen Server anbietet.

Mit dem Update auf Firefox 3.6 funktioniert Ajaxterm allerdings nicht mehr richtig. Grund dafür ist ein Problem mit Sarissa. Sarissa ist eine Javascript-Bibliothek die verschiedenste Funktionen rund um XML implementiert und auch in anderen Webanwendungen genutzt wird. Um größtmögliche Kompatibilität mit den verschiedensten Browsern zu gewährleisten werden an verschiedensten Stellen Variablen innerhalb Sarissa definiert und mit Werten belegt um jede Browservariante zufrieden zu stellen. Allerdings wird von Firefox 3.6 eine dieser Variablendeklaration als Fehler markiert und die Ausführung des Skriptes beendet.

Ein Quick ’n‘ Dirty Hack hilft weiter und die Anwendung funktioniert wieder.

Ajaxterm liefert die Datei „sarissa.js“ mit – in Zeile 269 steht folgende Anweisung:

XMLDocument.prototype.readyState = 0;

Diese Zeile wird einfach auskommentiert und schon ist Firefox wieder zufrieden.

// XMLDocument.prototype.readyState = 0

Dieser Hack ist nicht unbedingt schön und garantiert nicht frei von Nebeneffekten – doch funktioniert Ajaxterm von Haus aus nur mit Firefox ohne größere Komplikationen und somit ist diese Änderung im vertretbaren Rahmen da sie keine Probleme bei Firefox hervor ruft.





Twitter – Konsolentwittern.

4 02 2010

Um mal eben schnell einen Tweet abzusenden benötigt man keinen riesigen Client oder spezielle Tools.
Von einer unixoiden Konsole kann man mittels „curl“ einen Tweet absetzen.
Erstellt euch einfach eine Datei mit folgendem Inhalt (Login und Passwort müssen natürlich angepasst werden):

#!/bin/bash
twit_login="nutzername"
twit_pwd="passwort"
twit_url="http://twitter.com/statuses/update.xml"
curl -s -u $twit_login:$twit_pwd -d status="$1" $twit_url > /dev/null

Diese Datei erwartet dann den Tweet als Parameter.
Wenn ihr die Datei beispielsweise tweet.sh genannt habt wäre der Aufruf:

tweet.sh "Dieser Tweet kommt direkt von der Konsole"





Feedreader 2 Go.

3 02 2010

Heut zu Tage, ist es ganz modern, bzw. „ultra hip“, wenn man alles „to go“ bekommt.

Der Netcitizen von Welt trinkt seinen Kaffee aus einem Pappbecher2Go, futtert unterwegs den Snack2Go und ließt dank mobilem Datenzugang seine Mails2Go.

Wieso nicht auch seine Feeds2Go? Der Google Reader ist ganz brauchbar, man kann mit ihm seine Feeds verwalten, in verschiedene Gruppen stecken und die mobile Umsetzung für den Browser auf seinem Mobiltelefon ist auch eine feine Sache.

Doch nicht jeder möchte seine Daten bei Google hinterlegen.

TT-Rss

Eine Alternative ist Tiny Tiny RSS (TT-Rss). Dieses Paket installiert man auf dem Server seiner Wahl.

Benötigt wird ein Webserver, PHP und eine SQL-Datenbank.

Ich nutze Lighttpd als Webserver dazu PHP, in der Version 5, eingebunden per fastcgi und MySQL als Datenbank.

Die Bedindung per Browser ist ausgesprochen flott, Ajax sei dank. Doch auch die mobile Implementierung kann sich sehen lassen. Flott und zügig geht es selbst dann voran, wenn mal keine UMTS-Abdeckung verfügbar ist und man nur mit GPRS oder gar GSM surft.
Offiziell werden nur Browser die auf Gecko, WebKit und KHTML basieren unterstützt, doch auch Opera funktioniert ohne weiteres, auch in der Version „mini“ für Mobiltelefone.

Um die Unterstützung des Internet Explorers ist es nicht ganz so gut gestellt wobei dies (für mich) zu verschmerzen ist.

Feeds werden in den Formaten RSS, RDF und Atom unterstützt. Der Import seiner Feedsammlung aus anderen Applikationen ist dank OPML-Import ein leichtes, auch der Export aus TT-Rss gelingt dank OPML spielend leicht.

Die Bedinung ist intuitiv, zum Teil auch über Tastaturkürzel möglich. Die Kürzel sind einprägsam und orientiert sich an den Aktionen die man vornehmen möchte. So kann man den aktuell ausgewählten Feed mit der Tastenfolge f e bearbeiten (Feed Edit).

Jeder Feed lässt sich in eine Kategorie einordnen, die Feeds lassen sich kombinieren, Bilder die als Anhang im Feed vermerkt sind automatisch herunter laden und auch Podcasts können dank integriertem Player genutzt und abegspielt werden.

Hat man einen Server der ständig online ist, lassen sich die Feeds auch automatisiert in bestimmten Intervallen aktualisieren. Dies geschieht über einen Cron-Job. Somit entgeht einem kein Eintrag mehr in Feeds welche sich extrem häufig aktualisieren. Die Abrufintervalle können global sowie für jeden Feed einzel definiert werden.

Eine manuelle Aktualisierung der Feeds ist aber ebenfalls jederzeit möglich.

TT-Rss lässt sich sowohl als Einzelnutzer einrichten als auch im Mehrbenutzerbetrieb. Die Verwaltung des Feedreaders geschieht komfortabel per Webinterface.

Der Platzbedarf schwankt logischerweise nach Anzahl der Nutzer, der Feeds und dem Umfang der einzelnen Feeds. In meiner Konfiguration mit aktuell zwei Nutzern und 235 Feeds mit ca. 22.000 Einträgen belegt TT- Rss knappe 34 MB auf dem Datenbankserver.

TT-Rss ist nicht das Allheilmittel und auch nicht perfekt – doch ein wirklich brauchbares Stück Software welches ich nicht missen möchte.
Ich lese meine Feeds wann und wo ich möchte. Zu Hause, am Arbeitsplatz, mobil vom Handy aus. Feedeinträge welche ich bereits gelesen habe, muss ich nicht noch an einer weiteren Stelle als gelesen markieren, genau erspare ich mir den Abgleich zwischen verschiedenen Readern bezüglich der abonnierten Feeds.