selbsttreibendes Mehl / self rising flour

30 12 2012

In letzter Zeit fragen mich immer mal wieder Leute, woraus denn selbsttreibendes Mehl besteht und auch hier im Blog wird immer mal wieder danach gesucht. Dieses spezielle Mehl findet man teilweise in Rezepten aus den USA, dort heißt es „self rising flour“. In Deutschland scheint es vereinzelt Händler zu geben, die dieses Mehl anbieten – jedoch findet man es mehr als nur selten im Supermarkt. „Selbermachen“ lautet hier also die Devise. Selbsttreibendes Mehl geht von alleine auf, es muss also nichts weiter hinzugefügt werden. Wir müssen uns nun überlegen, was lässt Mehl gehen. Da gibt es zum einen Hefe und zum anderen Backpulver. In industriell hergestelltem selbsttreibenden Mehl ist Backpulver enthalten. Dazu noch Salz oder Natron. Da die US-Rezepte ihre Mengen in Cups angeben, liefere ich hier ein Rezept für 1 Cup – leicht gerundet:

  • 140 g Mehl
  • 1,5 TL Backpulver
  • eine Messerspitze Salz oder Natron
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Flüssiger Schokokuchen

14 08 2012

Am Wochenende zog es mich mal wieder in die Küche, diesmal zum Backen. Ich kann zwar gut kochen, backen liegt mir aber, bis auf wenige Ausnahmen, nicht so sehr.
Doch ich wollte mich mal an flüssigem Schokokuchen versuchen. Wer das Ganze nicht kennt, wird sich jetzt fragen, wie ein Kuchen denn flüssig sein kann. Der Kuchen an sich ist außen fest, aber er ist nicht richtig durchgebacken und deshalb entsteht ein flüssiger und warmer Schokokern.

Eine Warnung an alle Kalorienbewussten da draußen: Fangt nicht erst an Kalorien zu zählen. Bis ihr fertig seid, habt ihr die Kuchen schon längst gebacken und vernascht.

Die Zutaten:

  • 2 Tafeln Zartbitterschokolade
  • 200+x g Zucker
  • 200+x g Butter
  • 60 g Mehl
  • 6 Eier
  • Salz

Die Zubereitung:

Solltet ihr euch wundern, für was das +x bei Zucker und Butter steht – es wird für die Formen gebraucht und hängt von euren Formen ab. Daher kann ich da keine genauen Mengenangaben machen.
Geeignet für eure Kuchen sind kleine Keramik- oder Steingutförmchen, wie man sie auch für die Zubereitung von Soufflé verwendet. Auch Formen aus Silikon können verwendet werden. Theoretisch dürften auch andere Formen gehen – das habe ich aber bisher nicht getestet.
Die kleinen Formen werden mit Butter eingefettet und anschließend mit Zucker ausgestreut. Die so präparierten Förmchen stellt ihr nun in den Gefrierschrank.
Damit der Ofen gleich heiß genug ist, heizt ihn vor. In Ermangelung eines Umluftbackofens nutze ich Ober- und Unterhitze, bei 200°C.
Jetzt macht ihr euch an die Zubereitung des Teiges. Hackt die Zartbitterschokolade in Stücke. Zusammen mit der Butter wandern die Schokostücke in eine Schüssel. Über einem Wasserbad wird nun der Inhalt der Schüssel geschmolzen. Nebenbei immer mal wieder rühren, damit sich die Butter auch gut mit der Schokolade verbindet.
In einer zweiten Schüssel werden nun die Eier zusammen mit dem Zucker und einer Prise Salz schaumig geschlagen. Dafür reicht ein Schneebesen und etwas Ausdauer.
Siebt nun das Mehl in die Ei-Zucker-Mischung und rührt es ein. Achtet darauf, dass der Teig richtig glatt ist und keine Klumpen mehr drin sind. Zum Schluss wird die flüssige Schoko-Butter-Masse untergehoben.

Wenn der Backofen auf Temperatur ist, holt die eisgekühlten Förmchen aus dem Gefrierschrank und füllt den Teig gleichmäßig ein. Die Küchlein gehen etwas auf, allerdings nicht so sehr wie andere Kuchen. Ihr könnt die Formen also fast randvoll machen.
Nach 10-15 Minuten auf mittlerer Schiene sind die Küchlein fertig gebacken. Die genaue Zeit hängt von eurem Backofen ab. Schaut einfach nach 10 Minuten mal nach.

Am Besten schmecken sie noch warm, mit einer Kugel Vanilleeis.
Lasst es euch schmecken.





Mikrowellenkuchen.

7 10 2009

In meinem Feedreader bin ich vor ein paar Tagen auf einen Eintrag im Blog von Vivienne gestoßen.

Sie berichtet über den Versuch Kuchen bzw. Muffins in einer Mikrowelle zu backen. Das Resultat ist nicht ganz wie erwartet… Im Blogeintrag sieht man ein Foto des Resultats.

Ok, ein Muffin sollte anders aussehen – dafür wurde etwas für unsere Zukunft getan. Wenn die Kohlevorräte zu neige gehen, backen wir mit der Mikrowelle 🙂

Als Erstes müssen wir uns über das Prinzip des Mikrowellenofens im Klaren sein. Im Gerät werden Dezimeterwellen in einem Magnetron erzeugt und mittels Hohlleiter in den Garraum der Mikro geleitet.

Die Dezimeterwellen erhöhen die innere Energie der Molekühle. Die erhöhte Energie spiegelt sich in einer hohen Molekühlbewegung wieder, welche wiederum eine hohe Temperatur mit sich bringt.

Die Frequenz der Wellen liegt bei 2,455 GHz mit einer Wellenlänge von 12 cm. Gründe für diese Frequenz gibt es mehrer, wie z.B. das lizenzfreie ISM-Band aber auch die Eindringtiefe der Wellen in das Gargut. Das Gargut in der Mikrowelle wird Aufgrund dieser Eindringtiefe von innen nach außen erwärmt.
Je niedriger die Frequenz, desto größer die Eindringtiefe, desto geringer ist auch die Absorption. Bei einer zu hohen Frequenz und zu kleiner Eindringtiefe wird nur die Oberfläche erwärmt.
Die Erwärmung ist auch vom Material des Garguts abhängig. Je höher der Feuchtigkeitsgrad des Garguts, desto stärker die Erwärmung.

Nun genug der Theorie.

Die Mikrowelle in dem Muffinexperiment war vorgeheizt, somit wurde den Muffins außen schon ein wenig Flüssigkeit entzogen. Nun wärmten die Dezimeterwellen die Muffins von innen. Während der Muffin von außen schon sehr nach Muffin aussah erwärmte sich das innere immer weiter. Muffinteig ist jetzt nicht das, was man als perfekten Wärmeleiter bezeichnen würde. So kommt es, dass das innere verkohlt während das Äußere des Muffins (unten) noch nicht richtig fest ist.

Für Kuchen in der Mikrowelle sollte man die Leistung runter regeln und dafür länger „mikrowellieren“ – für die Bräunung des Kuchens / Gebäcks gibt es spezielle Mikrowellengefäße oder man aktiviert zum Schluss, sofern vorhanden, den Grill.