Schnelle Küche.

29 12 2013

Ihr habt Hunger aber keine Lust ewig in der Küche zu stehen? Da könntet ihr eine Pizza bestellen …
Doch es geht auch anders. Es gibt Gerichte, die man im Handumdrehen zaubern kann und die auch keinen wirklichen Aufwand bedeuten. Ein Beispiel ist hier eine Sauerkraut-Schupfnudelpfanne.

Zutaten:

  • 1 Dose Sauerkraut
  • 250 g Schinkenwürfel
  • 1 Packung Schupfnudeln
  • 1 Stück Butter
  • Pfeffer, Salz, Paprikapulver, Tabasco und Muskatnuss

Damit es wirklich eine schnelle und einfache Küche wird, achtet beim Einkauf darauf, dass der Schinken bereits gewürfelt ist. Wer noch nie Schupfnudeln gekauft hat, die gibt es in den Kühlregalen.

Die Schinkenwürfel werden in einer Pfanne kurz angebraten und in eine Schüssel gegeben. Das ausgetretene Fett wird genutzt, um darin die Schupfnudeln anzubraten. Damit die Schupfnudeln nicht so trocken werden, bekommen sie ein kleines Stück Butter mit auf den Weg.Wenn sie ein wenig Farbe bekommen haben, wandern sie zu den Schinkenwürfeln in die Schüssel. Das Sauerkraut aus der Dose wird kurz ausgepresst, etwas Flüssigkeit darf es haben – aber nicht zu viel. Dann ab damit in die Pfanne und ein paar Minuten erwärmen und anbraten.

Nun wird der Inhalt der Schüssel mit in die Pfanne gegeben, verrührt und mit Pfeffer, Salz, Paprikapulver, Tabasco und frisch geriebener Muskatnuss gewürzt. Beim Salz müsst ihr etwas vorsichtiger sein, da die Schinkenwürfel schon Salz mitbringen.

Insgesamt kann man das Gericht in 15-20 Minuten ohne Probleme zubereiten.

Guten Hunger.

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Salzkaramell.

20 11 2013

Auf Twitter wurde über Salzkaramell geschrieben. Da gibt es mal wieder ein Rezept von mir. Wieso hab ich das eigentlich noch nicht vorher veröffentlicht?

Hier also erst mal die Zutaten:

  • 300 g Zucker
  • 60 ml Wasser
  • 250 g Butter
  • 1 Becher (200 ml Sahne)
  • 5 Gramm / 1 TL Meersalz aus der Mühle

Ich muss gestehen, ich bin nicht gerade der Held des Karamell. Viel zu oft ist es mir schon misslungen. Daher ist dieses Rezept genau das richtige. Man muss (fast) nichts tun.

Schnappt euch einen Topf, füllt die 300 g Zucker herein und gießt das Wasser drauf. Hier wird das erste Mal nichts getan. Einfach warten, bis der Zucker komplett mit Feuchtigkeit durchzogen ist. Es dauert normalerweise ein bis zwei Minuten.
Nun wandert der Topf auf den Herd. Je nach Herd sollte mittlere Hitze reichen. Wenn der Herd zu heiß eingestellt ist, verbrennt euch der Zucker, wenn er zu niedrig eingestellt ist, wird der Zucker nur getrocknet. Parallel wird die Sahne erhitzt. Ob auf dem Herd oder in der Mikrowelle ist hier egal.
Anschließend schaut wieder in den Topf. Hier wird eure Geduld wieder gefordert. Ihr macht nichts. Einfach die Wasser-Zucker-Mischung im Topf beobachten. Das kann auch schon mal 10 Minuten so gehen.
Wenn sich die Mischung in goldfarbenes Karamell verwandelt hat, zieht ihr den Topf vom Herd und gebt die Butter stückchenweise hinzu. Jetzt muss dann doch mal angefangen werden zu rühren. Kurz auf den Herd mit der Masse und das Salz unterrühren.
Nach zwei Minuten wandert der Topf wieder vom Herd und die warme Sahne wird eingerührt.
Gut verschlossen in Gläsern wird das Salz-Karamell auskühlen lassen und wandert im Anschluss in den Kühlschrank. Dort wird es auch etwas fester. Das ganz hält sich locker einige Wochen und ist ein gern gesehenes Mitbringsel. Auch zu Weihnachten sicher eine Idee für die Freunde des selbst gemachten.

Lasst es euch diesen süßen Brotaufstrich schmecken.
Doch Vorsicht: Er macht süchtig!





selbsttreibendes Mehl / self rising flour

30 12 2012

In letzter Zeit fragen mich immer mal wieder Leute, woraus denn selbsttreibendes Mehl besteht und auch hier im Blog wird immer mal wieder danach gesucht. Dieses spezielle Mehl findet man teilweise in Rezepten aus den USA, dort heißt es „self rising flour“. In Deutschland scheint es vereinzelt Händler zu geben, die dieses Mehl anbieten – jedoch findet man es mehr als nur selten im Supermarkt. „Selbermachen“ lautet hier also die Devise. Selbsttreibendes Mehl geht von alleine auf, es muss also nichts weiter hinzugefügt werden. Wir müssen uns nun überlegen, was lässt Mehl gehen. Da gibt es zum einen Hefe und zum anderen Backpulver. In industriell hergestelltem selbsttreibenden Mehl ist Backpulver enthalten. Dazu noch Salz oder Natron. Da die US-Rezepte ihre Mengen in Cups angeben, liefere ich hier ein Rezept für 1 Cup – leicht gerundet:

  • 140 g Mehl
  • 1,5 TL Backpulver
  • eine Messerspitze Salz oder Natron




Überbackene Nachos

7 10 2012

Am Samstag, von einem Hunger auf etwas Überbackenes getrieben, suchte ich nach einem Rezept, welches mir zu sagt. Überbackene Nachos waren eine Idee, doch das Rezept dort war irgendwie doch noch ziemlich langweilig. Also musste ein Eigenes her.

Zutaten:

  • 500 g Hack (gemischt)
  • 4 Debrecziner
  • 3 große Kartoffeln
  • ½ Tüte Nachos
  • 200 g Gouda
  • 1 Flasche BBQ-Soße (250 ml)
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver
  • 3 Bier

Als Erstes werden die Kartoffeln geschält und gewürfelt, die Debrecziner in rustikal dicke Scheiben geschnitten. Beides wandert zusammen mit dem Hack in eine Pfanne, in der alles angebraten und mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und Paprikapulver gewürzt wird. Anschließend wird die Flasche BBQ-Soße mit in die Pfanne gegossen, alles ordentlich vermengt und abgeschmeckt. Nun 15 Minuten einfach vor sich hin köcheln lassen. Die Zeit kann genutzt werden, um das erste Bier aufzumachen.

Schnappt euch nun eine Auflaufform deren Boden ihr mit der halben Tüte Nachos bedeckt. Auf die Nachos wird der Inhalt der Pfanne gegossen und das Ganze wandert bei 125°C für 15 Minuten in den Ofen. In der Zwischenzeit wird der Gouda gerieben. Um die harte Arbeit interessanter zu machen, sollte nun das zweite Bier aufgemacht werden. Nach den ersten 15 Minuten im Ofen werden die überbackenen Nachos mit dem geriebenen Käse bedeckt. Das Ganze wandert nun wieder für 15 Minuten in den Ofen, allerdings bei 175°C.

Fertig. Nun die Auflaufform aus dem Ofen nehmen. Pro-Tipp: mit Topfhandschuhen da heiß!
Guten Hunger.

Ganz gut schmecken die überbackenen Nachos übrigens, wenn ihr euch jetzt ein Schwarzbier dazu genehmigt.





Schlafrock mal anders.

25 09 2012

Wer kennt sie nicht, die Würstchen im Schlafrock? Selbst international kennt man die „Pigs in a blanket“.

Nur ist einfach nur Blätterteig um eine Wiener oder Frankfurter gewickelt auf die Dauer doch etwas öde. Etwas Neues muss her, der Ursprung muss aber immer noch erkennbar sein.
Hier nun meine schlafenden Debrecziner, eine Neuinterpretation des bekannten Klassikers, nicht nur im Schlafrock, sondern auch noch auf einem raffinierten Sauerkrautbett.

Die Zutaten:

  • 6 Debrecziner
  • 6 Blätterteigplatten
  • 300 g Sauerkraut
  • ½ Becher Crème fraîche mit Kräutern
  • 2 TL TK-Kräuter
  • 1 Ei
  • 3-4 EL Sesam
  • 2 EL grobes Meersalz
  • Salz
  • Pfeffer
  • Paprikapulver

Schnappt euch als Erstes die Blätterteigplatten und legt sie einzeln auf ein mit Backpapier versehenes Backblech und lasst die Platten auftauen. In der Zwischenzeit drückt das Sauerkraut aus – es muss so viel Flüssigkeit wie möglich verlieren. Das Sauerkraut wird zusammen mit dem halben Becher Crème fraîche und den zusätzlichen Kräutern, einer ordentlichen Menge frisch gemahlenem Pfeffer, etwas Paprikapulver und ein wenig Zucker vermischt und ordentlich verrührt.

Der Blätterteig sollte nun aufgetaut sein. Walzt die einzelnen Platten mit einem Nudelholz etwas länger und breiter. Wer kein Nudelholz hat, eine Flasche oder ein Glas tut es aus. In der Mitte des Blätterteigs kommt nun der Länge nach eine kleine Schicht Sauerkraut. Auf das Sauerkraut wird eine Debrecziner gebettet und im Anschluss noch fein mit dem Blätterteig zugedeckt. Die Nahtfläche legt ihr nach unten auf das Backblech. Die Ränder links und rechts werden einfach nur zugedrückt und der Teig ein wenig zusammengepresst.

Bevor es in den Backofen geht, wird noch ein komplettes Ei, also Eigelb und Eiweiß verquirlt. Mit einem Pinsel wird das Ei auf den sechs Blätterteigpaketen verstrichen. Das gibt eine schöne Farbe und dient auch gleichzeitig als Kleber für den Sesam und die Meersalzkörner. Beides wird einfach locker darüber gestreut. Die Meersalzkörner würde ich allerdings in einem Mörser oder einer sehr grob eingestellten Mühle verkleinern und aufbrechen. So beißt man sich später keine Zähne aus.

Jetzt sind wir fast fertig. Die kleinen Schlafröcke müssen nur noch für 20-25 Minuten bei 200 Grad Celsius im vorgeheizten Ofen vor sich hin backen.

Fertig.

Das Geschmacksfazit: Die rocken die Schlafrocker!





Honig-Senf-Soße

26 08 2012

Am Wochenende war es mal wieder so weit, das Twitgrillen in Leipzig fand statt. Wie immer habe ich für einige kulinarische Leckeren gesorgt. Außer bekannten Sachen gab es auch etwas Neues zu probieren. Meine Honig-Senf-Soße. Dünnflüssiger als die Grillsoßen, die es in Glasflaschen zu kaufen gibt – was dem Geschmack allerdings kein Abbruch tut.

Die Zutaten:

  • ¾ Becher / 150 ml Bautzner Senf
  • 20 ml Wasser
  • 2 EL Olivenöl
  • 5 EL flüssiger Honig
  • 1 EL Balsamico

Ich persönlich nutze und esse am liebsten Bautz’ner Senf. Er schmeckt anders also die am Markt befindlichen Mitbewerber, woran das genau liegt, weiß ich nicht. Vielleicht ja an der fehlenden Kurkumawurzel, die sonst zum Einfärben genutzt wird.

Gebt also ¾ des Plastiktopfs Senf in eine Schüssel, verrührt den Senf mit dem Wasser. Hier macht sich eine Gabel am Besten. Wenn es Senfreste gibt, die sich nicht mit dem Wasser verbunden haben, findet ihr sie so am Schnellsten. Im Anschluss einfach Öl, Honig und Balsamico dazu gießen und wieder kräftig rühren. Je nach Geschmack das Ganze noch mal anpassen. Der Eine mag es etwas süßer, der Andere lieber saurer.
Damit die Soße sich einfacher lagern und transportieren lässt, fülle ich sie immer in kleine Flaschen ab.

Fertig! Super einfach und verdammt schnell gemacht. Am besten schmeckt die Soße natürlich zu frisch Gegrilltem. Egal ob Steak oder Hühnchen, das ist Wurst 😉





Flüssiger Schokokuchen

14 08 2012

Am Wochenende zog es mich mal wieder in die Küche, diesmal zum Backen. Ich kann zwar gut kochen, backen liegt mir aber, bis auf wenige Ausnahmen, nicht so sehr.
Doch ich wollte mich mal an flüssigem Schokokuchen versuchen. Wer das Ganze nicht kennt, wird sich jetzt fragen, wie ein Kuchen denn flüssig sein kann. Der Kuchen an sich ist außen fest, aber er ist nicht richtig durchgebacken und deshalb entsteht ein flüssiger und warmer Schokokern.

Eine Warnung an alle Kalorienbewussten da draußen: Fangt nicht erst an Kalorien zu zählen. Bis ihr fertig seid, habt ihr die Kuchen schon längst gebacken und vernascht.

Die Zutaten:

  • 2 Tafeln Zartbitterschokolade
  • 200+x g Zucker
  • 200+x g Butter
  • 60 g Mehl
  • 6 Eier
  • Salz

Die Zubereitung:

Solltet ihr euch wundern, für was das +x bei Zucker und Butter steht – es wird für die Formen gebraucht und hängt von euren Formen ab. Daher kann ich da keine genauen Mengenangaben machen.
Geeignet für eure Kuchen sind kleine Keramik- oder Steingutförmchen, wie man sie auch für die Zubereitung von Soufflé verwendet. Auch Formen aus Silikon können verwendet werden. Theoretisch dürften auch andere Formen gehen – das habe ich aber bisher nicht getestet.
Die kleinen Formen werden mit Butter eingefettet und anschließend mit Zucker ausgestreut. Die so präparierten Förmchen stellt ihr nun in den Gefrierschrank.
Damit der Ofen gleich heiß genug ist, heizt ihn vor. In Ermangelung eines Umluftbackofens nutze ich Ober- und Unterhitze, bei 200°C.
Jetzt macht ihr euch an die Zubereitung des Teiges. Hackt die Zartbitterschokolade in Stücke. Zusammen mit der Butter wandern die Schokostücke in eine Schüssel. Über einem Wasserbad wird nun der Inhalt der Schüssel geschmolzen. Nebenbei immer mal wieder rühren, damit sich die Butter auch gut mit der Schokolade verbindet.
In einer zweiten Schüssel werden nun die Eier zusammen mit dem Zucker und einer Prise Salz schaumig geschlagen. Dafür reicht ein Schneebesen und etwas Ausdauer.
Siebt nun das Mehl in die Ei-Zucker-Mischung und rührt es ein. Achtet darauf, dass der Teig richtig glatt ist und keine Klumpen mehr drin sind. Zum Schluss wird die flüssige Schoko-Butter-Masse untergehoben.

Wenn der Backofen auf Temperatur ist, holt die eisgekühlten Förmchen aus dem Gefrierschrank und füllt den Teig gleichmäßig ein. Die Küchlein gehen etwas auf, allerdings nicht so sehr wie andere Kuchen. Ihr könnt die Formen also fast randvoll machen.
Nach 10-15 Minuten auf mittlerer Schiene sind die Küchlein fertig gebacken. Die genaue Zeit hängt von eurem Backofen ab. Schaut einfach nach 10 Minuten mal nach.

Am Besten schmecken sie noch warm, mit einer Kugel Vanilleeis.
Lasst es euch schmecken.