Quickie: SSH-Loginprobleme mit neuem Key

18 07 2013

Vor Kurzem erreichte mich mal wieder ein „akuter“ Notfall. Ein Bekannter hat sich unter Linux ein Schlüsselpaar erzeugt. Ein echter Fortschritt, es wurde ausnahmsweise Mal erst Google gefragt, dann ich.

Doch mit dem Schlüssel war kein Login möglich. Der Key war korrekt auf dem entfernten System eingetragen worden. Jeder Versuch wurde jedoch nur mit der Fehlermeldung „Agent admitted failure to sign“ quittiert.

Die Lösung für dieses Problem ist mit einem Befehl abgehandelt. Einfach „ssh-add“ auf der Konsole ausführen und das neu angelegte Schlüsselpaar wird dauerhaft an den „authentication agent“ übergeben, der vorher nicht wusste, mit was er sich authentifizieren sollte.





Google Hacker.

15 02 2013

Es musste ja mal so weit kommen! Google hat mein echtes Wesen erkannt. Den bösen, bösen Hacker, der meinen Account kapern will.

Ich bastel gerade an einer Methode, um eine Google+ Statusnachricht, per Kommandozeile, unter Linux, absetzen zu können. Somit könnte man im nächsten Schritt die verschiedensten Tools dazu bringen, was bei Google+ zu posten. Leider gibt es aktuell in der G+ API keine Möglichkeit etwas zu schreiben – die API lässt nur lesende Zugriffe zu.

Mit ein wenig cURL, gewürzt mit ein paar Zeilen Logik kann man aber etwas posten. Wenn man kein böser Hacker wäre … Google hat mich erst mal ausgesperrt:

„vor Kurzem hat jemand versucht, sich in Ihrem Google-Konto (..) anzumelden. Wir haben die Anmeldung verhindert, damit kein Hacker auf Ihr Konto zugreifen kann.“

Wäre ja erst mal kein Beinbruch. Doch es wurde nicht nur die Anmeldung verhindert – nein, auch mein Passwort muss ich neu setzen, um meinen Account wieder zum Leben zu erwecken. Danach konnte ich mit einem Klick bestätigen, dass der Zugriff von keinem Hacker kam, sondern von mir. Dann läuft auch das Skript.

Ziemlich nervig meine Lieblingsdatenkrake.





Twitter – Konsolentwittern.

4 02 2010

Um mal eben schnell einen Tweet abzusenden benötigt man keinen riesigen Client oder spezielle Tools.
Von einer unixoiden Konsole kann man mittels „curl“ einen Tweet absetzen.
Erstellt euch einfach eine Datei mit folgendem Inhalt (Login und Passwort müssen natürlich angepasst werden):

#!/bin/bash
twit_login="nutzername"
twit_pwd="passwort"
twit_url="http://twitter.com/statuses/update.xml"
curl -s -u $twit_login:$twit_pwd -d status="$1" $twit_url > /dev/null

Diese Datei erwartet dann den Tweet als Parameter.
Wenn ihr die Datei beispielsweise tweet.sh genannt habt wäre der Aufruf:

tweet.sh "Dieser Tweet kommt direkt von der Konsole"





Oldenburger Computer Museum.

15 12 2008

Ja, ihr habt richtig gelesen – Computer Museum.

Für viele sind die „Kisten“ vor denen sie (fast) täglich sitzen einfach nur ein Arbeitsgerät, ein Werkzeug oder Mittel zum Zweck. Wieso dann ein Computer Museum? Schließlich gibt es doch auch kein Kellen- und Gips Museum für den Maurer oder ein Sägen Museum für den Schreiner!

Doch ein Computer ist etwas Anderes, etwas Eigenes. Ein Rechner dient heute vielen als Werkzeug doch er ist mehr. Ohne die modernen Möglichkeiten der Datenverarbeitung würde unsere Gesellschaft, so wie wir sie kennen, zusammen brechen. Computer sind mehr als nur ein Haufen Plastik und Silizium. An vielen von ihnen hängt Geschichte. Die Geschichte die wir mit erlebt haben.

Ich weiß noch heute, wie ich meinen ersten eigenen Rechner geschenkt bekam. Im Sommer 1998 bekam ich einen alten gebrauchten 286er, Marke Highscreen, Hersteller Vobis, umschaltbar zwischen 8 und 16 MHz, 1024 kB RAM, 42 MB HDD von Kalok – Modellnummer KL 343, 5,25″- und 3,5″-FDDs sowie eine Grafikkarte von OAK mit 256 kB Speicher – all das habe ich nicht abgelesen, die Werte kann ich im Schlaf herunter beten.

So wird es wohl vielen gehen die in jungen Jahren mit einem Computer aufgewachsen sind. Noch heute trifft man immer wieder Leute die von ihrem ZX81, C64, Schneider / AMSTRAD CPC erzählen, als würden sie von einer schönen Frau oder einem schönen Mann schwärmen. Der Computer ist gleichzeitig Alltag und selbstverständlich geworden doch ist er auch etwas an dem Erinnerungen hängen.

Daher macht ein Computer Museum Sinn. Viele Exponate sieht man z.B. im Heinz Nixdorf Museumsforum (HNF) oder aber im Deutschen Museum. Jedoch gibt es auch Schätze die man dort nicht findet – da lohnt sich ein Besuch im Oldenburger Computer Museum (OCM). Hier sammelt Thiemo Eddiks seit 1999 alte Telespiele und Homecomputer. Telespiele? Selbst dieses Wort allein gehört schon ein Museum! Schließlich heißt es heute doch Konsole, auch wenn die „alten Hasen“ eine Konsole anders in Erinnerungen haben (z.B. VT100). Eine Besonderheit des OCM ist die Hands-On Philosophie – die Exponate sind funktionsfähig und können nach Herzenslust genutzt werden. Allein auf der Internetseite des OCM sieht man einige Geräte, die so manchen an die Kindheit erinnern und denen man gerne mal wieder eine Runde Pac Man oder Space Invaders entlocken würde.

Gefunden werden kann das OCM in:

Neue Straße 2
26122 Oldenburg
Die Öffnungszeiten sind absolut Arbeitnehmer- und Familienfreundlich, man kann nach Feierabend mal vorbei schauen oder auch im Urlaub nachdem man sich den Rest von Oldenburg angesehen hat. Weitere Öffnungszeiten kann man mit Thiemo Eddiks absprechen. Kontaktdaten stehen im Impressum am Fuße der OCM- Internetpräsenz.

Das OCM ist ein Museum für die ganze Familie und für jedes Alter. Junge Besucher können sich Rechner und auch Benutzeroberflächen aus den Anfangstagen der DV-Geschichte ansehen, ältere Besucher schwelgen in nostalgischen Erinnerungen und auch Frauen können mit dem einen oder anderen Spielchen begeistert werden. Im OCM kann der Papa, der gegen seinen Knirps immer wieder bei Mortal Kombat den Kürzeren zieht, außerdem die Rangfolge wieder gerade Rücken, indem er seinen Sohnemann zum ultimativen Match in Pong heraus fordert. 😉

Alle hier verwendeten Bilder des OCMs verwende ich mit der Genehmigung von Thiemo Eddiks –  http://www.computermuseum-oldenburg.de/