Wenn Twitter dir folgt…

27 04 2013

Wie würdet ihr reagieren, wenn Twitter euch (ver)folgt?

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Ode an einen rosa Riesen, den fiesen!

22 04 2013

Lasst uns Einen heben,
wir die das Ende erleben.
Mit uns ist das Internet gewachsen,
mit Usenet, WWW und allen social Faxen.
Davon können wir unsren Enkeln erzählen,
während sie sich mit 384 kbit/s quälen.
YouTube, Twitter und Blogs bis die Leitungen glühen?
Dafür müssen wir ab jetzt einen Datenkredit bemühen.
Die Netzneutralität wird hinterrücks erschossen,
die Telekomiker haben es genossen.





Leben. Jetzt!

19 04 2013

Es gibt Tage, da denkt man mehr nach als an anderen. Da beschäftigt einen alles und man bekommt den Kopf nicht frei. So ein Tag ist heute mal wieder. Ich kann die Gedanken nicht los werden, also versuche ich sie nieder zu schreiben.
Wer mich schon etwas länger kennt, weiß, dass mein Paps 2009 gestorben ist. Dies war mehr als nur einschneidend für mich, es hat mich aus der Bahn geworfen und es hat meine Sicht auf manche Dinge grundlegend geändert.

Es vergeht kein Tag, an dem mir mein alter Herr nicht fehlt oder ich an ihn denke. Seit 2009 sterben um mich herum immer mehr Menschen. Menschen die mir nah standen, Menschen meiner Familie, Menschen dir mir etwas bedeutet haben, Freunde, Bekannte. Sei es das Alter oder eine schwere Krankheit, wie Krebs, die am Ende den Tod ausgelöst hat. Es ist immer einfach nur Scheiße.
Auch heute. Es kam nicht unerwartet und es war für denjenigen eine Erlösung. Doch es bleibt Scheiße!
Es macht mich aber auch zu dem, der ich bin. Es beeinflusst mein Leben und handeln.

Ja, ich bin undiplomatischer geworden. Früher habe ich immer zu allem gute Miene zum bösen Spiel gemacht. Heute sage ich Leuten ins Gesicht, was ich von ihnen halte. Das hat mir nicht unbedingt Freunde und Sympathiepunkte eingebracht – das Leben ist aber zu kurz um immer nur der Gute und Liebe zu sein.

Ja, ich achte nicht besonders auf meine Gesundheit, ich bin aber auch immer Gesund und nur alle Schaltjahr mal krank. Ja, mein Blutdruck ist nicht im Optimalbereich und einige sagen mir immer wieder, ich sei zu fett.
Na und?
Ich koche gern, ich esse genauso gern und es darf gern deftig sein. Aber wisst ihr was? Es ist mein Leben. Ich muss damit Leben und irgendwann sterben. Was bringt es mir, wenn ich auf dem Sterbebett mal sagen werde: „Hey, ich hab beste Blutwerte gehabt, schön den Verzicht geübt und immer eisern diszipliniert meinen Ernährungsplan eingehalten“? Es bringt mir rein gar nichts. Ich habe gelernt, wie schnell es vorbei sein kann. Von heute auf morgen. Ich will kein Leben des Verzichts, ich will mein Leben genießen. Ich weiß nicht, ob ich noch Tage, Monate, Jahre oder Jahrzehnte lebe – aber ich will ein Leben, dass mir persönlich zusagt.

Ja, ich bin ein Spielkind. Ich hab eine Carrera-Bahn, ich hab eine Dampfmaschine, ich habe fern gesteuerte Modelle zu Land, zu Luft und im Wasser, ich habe Lego, alte Spielkonsolen und ich habe Spaß an allem. Mich reizt die Technik dahinter und ein Stück weit erfülle ich mir auch Kindheitsträume, die unerreichbar oder unerfüllbar waren.

Wenn mich jemand müde belächelt, weil ich mich wie ein kleines Kind freue, während eines meiner Autos den Staub aufwirbelt, dann tut mir die Person einfach Leid. Ich habe meinen Spaß und lebe es aus. Mir ist egal ob jemand sagt, ich bin für so etwas zu alt. Oft genug, habe ich es erlebt, dass Leute auf mich zugekommen sind, gefragt haben ob sie auch mal fahren dürfen und es genossen haben. Kaum kam aber jemand weiteres hinzu, hat man sofort das Weite gesucht. Es ist ja peinlich und nicht erwachsen sich so seinen Spieltrieb hinzugeben. Bloß nicht zugeben, dass man sich mal für fünf Minuten aus der disziplinierten und geordneten Welt verabschiedet hat.

Mal ehrlich, wie oft habt ihr schon Dinge nicht getan, auf die ihr riesige Lust hattet, euch aber die mögliche Reaktion anderer darauf abgeschreckt und zurück gehalten hat? „Was die Leute wohl sagen… Was die Leute wohl denken???“

In Kindertagen ist man mit dem Fahrrad durch die Gegend gefahren, über Stock und Stein, kein Hügel war zu hoch, kein Schlammloch zu tief, kein Wald zu dunkel. Man ist nach Hause gekommen, in voller Fahrt von seinem Fahrrad abgesprungen, hat es einfach hin geschmissen anstelle den Ständer aus zuklappen und war einfach ausgelassen und zufrieden. Auch allen Warnungen der Erwachsenen zum Trotz ist das Fahrrad dabei nie kaputt gegangen.
Wieso darf man heute nicht einfach seinen Gefühlen, Wünschen und Verlangen freien Lauf lassen? Einfach mal unbeschwert sein und so sein, wie man will?

Ich lebe mein Leben und ich genieße es. Es gibt Tage, da sollte ich eher mal einen Gang zurück schalten. Da quetsche ich zu viel in die 24 Stunden, aus der Angst, etwas zu verpassen, etwas nicht erlebt zu haben.
Genauso gibt es aber auch Tage, an denen mache ich nichts. Rein gar nichts.
Doch ich kann, selbst wenn ich morgen früh nicht mehr aufwachen sollte, mit Fug und Recht sagen, ich habe gelebt.
Wir alle arbeiten uns den Buckel krumm um etwas zu erreichen, um die Karriereleiter zu erklimmen, um etwas zu sein. Hört auf etwas sein zu wollen. Hört auf, euch kaputt zu machen.

Fangt an zu leben.

Danke.





Der @ChaosPrinter.

18 04 2013

Wer mir auf Twitter folgt, hat es eventuell schon mit bekommen. Ich habe mal wieder etwas gebastelt. Den @chaosprinter.
Was verbirgt sich dahinter? Ein Thermodrucker, den meisten als Kassenbondrucker bekannt, angeschlossen an einen Raspberry Pi, zur Ausgabe von allem was mir so in den Sinn kommt. Wenn ihr eine Mention an @chaosprinter schreibt, wird sie automatisch ausgedruckt. Ihr könnt es gerne ausprobieren.

tl;dr

Wie kam ich auf die Idee?
Als Knirps war ich in den Ferien hin und wieder mit meinem Paps unterwegs bei ihm auf der Arbeit. Er hat Rohrpost- und Schienenförderanlagen gebaut und gewartet. Die Zentralen dieser Anlagen hatten einen „Fehlerspeicher“ – nicht wie heute in ein paar Speicherchips sondern auf Papier. Speicher war damals viel zu teuer und so hat man einen Thermodrucker eingebaut. Allerdings auch nur eine Sparversion. Das Papier wurde auf einen Metallwinkel gefädelt, vor die Thermozeile gespannt und von einen kleinen Motor wurde das Papier befördert. So konnte man auch nach Wochen noch sehen, wann mal ein Fehler passierte – natürlich nur, wenn Papier eingelegt war.
Solch eine Druckereinheit hatte ich in meinem Bastelfundus – allerdings ist alles in Epoxid vergossen, da kommt man also nicht dran. 

Ein wenig in der Bucht suchen und einige verlorene Auktionen später hab ich dann den Chaosprinter erstanden. Es ist ein Star TSP700 der ersten Generation, mit serieller Schnittstelle. Das Netzteil hat etwas mehr Leistung, schließlich brauch der Drucker bei 24 Volt Spannung knappe 2 Ampere unter Volllast.
Der Drucker hat zwei grundlegende Betriebsarten: „ESC/POS“ und „STAR Line“.

ESC/POS ist ein Standard von Epson, dieser vereinheitlicht die Kommunikation mit POS (Point of Sale) Druckern. Für diesen Modus gibt es auch schon fertige Bibliotheken die man nutzen kann. Doch leider ist der Funktionsumfang im ESC/POS Modus stark eingeschränkt, der Drucker ist nicht mehr der Neuste und unterstützt nur einige Grundfunktionen des Standards.
Der STAR Line genannte Modus ist ein proprietärer Modus von Star, den auch nur 2 Drucker unterstützen. Dafür ist er aber sehr gut dokumentiert und sehr einfach umzusetzen.

Angeschlossen habe ich den Drucker mit einem seriell-USB-Wandler, da der interne serielle Anschluss meines Raspberry Pi bereits mit einem RFID-Reader belegt ist. Die Kommunikation übernimmt eine kleine selbst geschriebene Python-Klasse mit aktuell nicht einmal 200 Zeilen.
Wer sich schon einmal mit den ASCII-Zeichen kleiner 32 befasst hat, dem fällt die Kommunikation mit dem Drucker leicht. Nahezu alle Befehle werden mit „Escape“, ASCII-Zeichen 27 / 0x1B, eingeleitet.
Wenn numerische Parameter, wie z.B. Seitenränder, gesetzt werden müssen, so kann hier die Zahl als Byte-Wert oder als ASCII-Zeichen gesendet werden. Also beispielsweise eine 1 oder „1“ (ASCII 49 / 0x31). Ich nutze in meinem Skript immer den Bytewert, dies funktioniert zuverlässiger als das entsprechende Zeichen.

Es ist auch möglich Grafiken zu drucken. Dazu gibt es zwei Auflösungen, „normal“ und „fine“. Bei normal besteht ein gedruckter Punkt aus 3 Pixeln horizontal und 3 Pixeln vertikal. Fine hingegen erzeugt aus einem zu druckenden Punkt einen Pixel horizontal und drei Pixel vertikal.
Druckbar im Grafikmodus sind maximal 8 Punkte in der Höhe, und 192 Punkte (normal) bzw. 576 Punkte (fine) in der Breite.
Nun besteht ein Bild ja im Normalfall aus mehr als nur 8 Punkten in der Höhe. Gelöst habe ich dies in Python. Die Grafik wird eingelesen, die Farbtiefe herunter gesetzt, so dass nur noch Schwarz-Weiß übrig ist, Grautöne gibt es keine.
Der nächste Schritt skaliert die Bilder, sollten sie zu breit sein, auf die passende Größe.
Im Anschluss wird das Bild abschnittsweise gelesen, immer acht Pixelzeilen auf einmal und auf dem Drucker ausgegeben. Einen ganzen Zeilenvorschub zwischen den Abschnitten kann ich nicht ausführen, sonst würde es Lücken zwischen den gedruckten Abschnitten geben und somit keine zusammenhängende Grafik zustande kommen.
In der Dokumentation finden sich aber auch Befehle, wie das Papier nur einen Bruchteil einer Zeile bewegt werden kann. Somit lassen sich auch größere Grafiken drucken.

Der Drucker unterstützt von Haus aus verschiedene eindimensionale Barcodes. Man sendet nur die Daten und der Barcode wird automatisch erzeugt. QR-Codes kann der Chaosprinter aber auch darstellen, dafür erzeuge ich über eine Python-Bibliothek dynamisch eine Grafik, die sofort im Anschluss gedruckt wird. Dies funktioniert zuverlässig.

Texte gibt man einfacher und schneller im Textmodus aus, allerdings muss man dort mit beschränkten Formatierungsmöglichkeiten auskommen.
Es stehen sechs Schriftgrößen zur Verfügung. Ein Text kann fett, unterstrichen oder invertiert, also schwarzer Hintergrund mit weißer Schrift, ausgegeben werden. Linksbündig, Rechtsbündig und Zentriert sind kein Problem, Blocksatz kann nicht genutzt werden. Man kann den Text auch auf den Kopf stellen sowie von oben nach unten ausgeben. Einen automatischen Zeilenumbruch gibt es nicht. Ist der zu druckende Text länger als die Zeile, wird der Text auf der nächsten Zeile fort gesetzt. Wörter werden hierbei noch am Ende der Zeile begonnen und dann am Anfang der nächsten Zeile vervollständigt.
Solltet ihr in unterschiedlichen Sprachen drucken wollen, auch dies ist kein Problem, der Drucker bringt einige Codepages mit, die aktiviert werden können. Natürlich müsst ihr euch selbst darum kümmern, dass das Encoding eures Textes beim Senden korrekt ist.

Damit man das Papier nicht abreißen muss, gibt es noch einen eingebauten Schneidemechanismus. Dieser schneidet auf Befehl das Papier komplett durch oder lässt in der Mitte einen Steg stehen.

Weitere Funktionen des Druckers, die ich bisher noch nicht genutzt habe, sind die Möglichkeit, ein Logo im Drucker zu hinterlegen und die Benutzung des „Cashdrawer“ Anschlusses.
Die Logofunktion erlaubt es einem eine kleine Grafik im internen Speicher des Druckers zu hinterlegen und später direkt von dort drucken zu lassen. Somit spart man sich die immer wiederkehrende Übertragung dieses Logos.
Der Cashdrawer-Anschluss dient dazu, eine Kassenschublade zu öffnen. Dabei wird ein kurzer Impuls auf Anschluss am Drucker, der als Westernbuchse ausgelegt wurde, gegeben. Diesen Anschluss werde ich bei Gelegenheit mit einem Relais versehen um darüber Lasten schalten zu können.

Im nächsten Teil verrate ich euch dann, wie ich die Anbindung an Twitter gelöst habe.





Die Leipziger Blogcharts für April.

17 04 2013

Für alle Heldenstädter sicher nichts, was man gesondert erwähnen müsste, ihr habt es sicher schon gesehen.

Für alle anderen: Springt mal rüber zur Heldenstadt, dort gibt es die Leipziger Blogcharts für diesen April. An der Erstellung der Auswertung hab ich mit einem kleinen Python Skript geholfen.
Das Ganze ist keine auf persönlichen Meinungen basierte Liste, die Zahlen kommen von Ebuzzing.

Mein Chaosblog hat es übrigens gerade so auf Platz 10 geschafft. Freut mich. Verlinkt also meinen Blog weiterhin fleißig und twittert darüber, dann kann ich meine Position evtl. sogar halten.

 

 

 





Depeche Mode mal anders

9 04 2013

Drüben im Cycosmos bei Cynigma hat der @moellus eine Depeche Mode Coverband vorgeschlagen. Dachte ich erst „och nöö“, hab ich aus neugierde doch mal auf das Youtube-Vorschaubildchen geklickt.
War ne gute Entscheidung. DMK habens echt drauf. Dicken Schrader und seine Kinder Milah und Korben zeigen rocken das Haus. Schaut es euch an.

Danke nochmal an Hernn @moellus für die Empfehlung!





(Scheinbar) defekten Lipo-Akku retten.

7 04 2013

Als Modellbauer habe ich einige Akkus in meinem Haushalt. Ein Teil der Akkus sind NiMH-Akkus, ein anderer Teil sind Lipo-Akkus.

Diese sind noch anfälliger, was Tiefentladung angeht. Man sollte sehr darauf achten, den Akku nicht durch Tiefentladung zu zerstören. Dies geht leider schneller als man denkt. Ich habe in einen unachtsamen Moment in einem meiner Fahrzeuge vergessen den Fahrregler von NiMH auf Lipo umzuschalten. Nach der Benutzung hatte der Akku mit zwei Zellen nur noch 5.8 Volt Spannung – mein Ladegerät sondert den Akku beim Laden sofort als defekt aus und möchte den Akku nicht laden.

Versuch macht aber bekanntlich klug und mehr als kaputtmachen kann man den Akku ja auch nicht (außer ihn brennen zu lassen).
Also habe ich das Ladegerät auf NiMH umgestellt, dann wird auch geladen. Als maximalen Ladestrom habe ich ein Zehntel der Akkukapazität (0.1 C) eingestellt und den Akku so ganz langsam wieder auf die 6 Volt Spannung gebracht, die das Ladegerät im Lipo-Modus akzeptiert.

Im Lipo-Modus wieder mit 0.1C weiter geladen und siehe da: Der Akku wurde problemlos aufgeladen und hatte auch keinen Kapazitätsverlust erlitten.

Solltet ihr also auch mal einen scheinbar defekten Lipo-Akku haben, versucht es einfach mal. Lasst den Akku aber nicht unbeaufsichtigt laden. Lipos können sehr schnell Feuer fangen und explodieren. Wie immer gilt: Nachmachen auf eigene Gefahr!