Quickie: SSH-Loginprobleme mit neuem Key

18 07 2013

Vor Kurzem erreichte mich mal wieder ein „akuter“ Notfall. Ein Bekannter hat sich unter Linux ein Schlüsselpaar erzeugt. Ein echter Fortschritt, es wurde ausnahmsweise Mal erst Google gefragt, dann ich.

Doch mit dem Schlüssel war kein Login möglich. Der Key war korrekt auf dem entfernten System eingetragen worden. Jeder Versuch wurde jedoch nur mit der Fehlermeldung „Agent admitted failure to sign“ quittiert.

Die Lösung für dieses Problem ist mit einem Befehl abgehandelt. Einfach „ssh-add“ auf der Konsole ausführen und das neu angelegte Schlüsselpaar wird dauerhaft an den „authentication agent“ übergeben, der vorher nicht wusste, mit was er sich authentifizieren sollte.





Google Hacker.

15 02 2013

Es musste ja mal so weit kommen! Google hat mein echtes Wesen erkannt. Den bösen, bösen Hacker, der meinen Account kapern will.

Ich bastel gerade an einer Methode, um eine Google+ Statusnachricht, per Kommandozeile, unter Linux, absetzen zu können. Somit könnte man im nächsten Schritt die verschiedensten Tools dazu bringen, was bei Google+ zu posten. Leider gibt es aktuell in der G+ API keine Möglichkeit etwas zu schreiben – die API lässt nur lesende Zugriffe zu.

Mit ein wenig cURL, gewürzt mit ein paar Zeilen Logik kann man aber etwas posten. Wenn man kein böser Hacker wäre … Google hat mich erst mal ausgesperrt:

„vor Kurzem hat jemand versucht, sich in Ihrem Google-Konto (..) anzumelden. Wir haben die Anmeldung verhindert, damit kein Hacker auf Ihr Konto zugreifen kann.“

Wäre ja erst mal kein Beinbruch. Doch es wurde nicht nur die Anmeldung verhindert – nein, auch mein Passwort muss ich neu setzen, um meinen Account wieder zum Leben zu erwecken. Danach konnte ich mit einem Klick bestätigen, dass der Zugriff von keinem Hacker kam, sondern von mir. Dann läuft auch das Skript.

Ziemlich nervig meine Lieblingsdatenkrake.





Quickie – Git-Branch im Prompt

24 03 2012

Hier mal wieder ein kleiner Quickie.

Ich benutze die Versionsverwaltung Git, ein Für und Wider möchte ich jetzt nicht diskutieren – es ist wie so vieles eine Glaubensfrage.

Bei Git ist es ein Leichtes, einen neuen Branch zu erstellen, diese Funktion nutze ich auch exzessiv, allerdings weiß ich nicht immer genau, in welchem Branch ich mich gerade bewege.
Der Befehl „git branch“ zeigt mir an, welcher Branch gerade aktiv ist. Doch jedes Mal diesen Befehl ausführen ist mir zu nervig.

Daher habe ich den Bash-Prompt in der .bashrc bearbeitet, Folgendes habe ich hinzugefügt:
git branch 2>/dev/null|cut -f2 -d\* -s| sed "s/^ *//g"

Wer das Ganze auch machen möchte, muss in der .bashrc die Zeile mit export PS1 anpassen.





Netbook-Cardreader unter Linux – Quickie

10 01 2012

Ein kleiner Tipp auf die Schnelle. Der Eine oder Andere von euch nennt ein Netbook sein eigen und evtl. läuft es ja unter Linux.
Ich besitze ein Netbook, welches von Haus aus mit Windows 7 Starter ausgeliefert wird, inzwischen ist das Betriebssystem meiner Wahl aber Lubuntu 11.10. An sich bastel ich lieber und setze mir mein System um einiges individueller auf, doch auf dem Netbook stehe ich mehr auf Bequemlichkeit.
Es funktioniert alles out-of-the-Box und was die Hardwareunterstützung angeht, bin ich ausnahmsweise Mal positiv überrascht.
Ein kleines Problem gibt es noch – der interne SD-Cardreader.

Steckt während dem Booten eine SD wird diese auch ohne Probleme unter Linux erkannt. Ist jedoch beim Booten keine SD eingesteckt, wird auch keine erkannt, wenn man sie später einsteckt.

Abhilfe schafft hier ein kurzer Befehl, ausgeführt auf der Konsole:
sudo echo 1 > /sys/bus/pci/rescan

Danach wird die SD problemlos erkannt.
Nächster Schritt wäre zu schauen, wo es genau hängt. Evtl. kann man dann den Befehl auch automatisiert absetzen und umgeht somit das Problem 🙂





XPERIA X10: Filme umwandeln.

2 07 2010

Das XPERIA eignet sich dank seines großen Displays perfekt als mobiler Videoplayer für zwischendurch. Morgens in der U-Bahn mal ein kleines Filmchen oder Ablenkung während eines viel zu langweiligen Meetings. 😉
Doch leider mag das XPERIA nicht all zu viele Videoformate – so etwas wie VLC fehlt leider. Im App-Store habe ich eine (kostenpflichtige) App gefunden – den YXPlayer, dieser kostet 9,90 USD – es gibt auch eine kostenlose Version – doch diese spielt nur zwei Minuten Video ab.

Wer ein wenig Arbeit nicht scheut, kann aber auch seine vorhanden Videos umwandeln. Es gibt viele Programme zum umwandeln von Filmen, ich bevorzuge ffmpeg unter Linux – da kann mein Server gemütlich umwandeln. Doch auch für andere Betriebssysteme gibt es ffmpeg.

Die passende Kommandozeile lautet:

ffmpeg -i original_datei.avi -acodec libfaac -ab 128kb -vcodec mpeg4 -b 1200kb film_fuers_xperia.mp4

Als Ergebnis erhaltet ihr ein Video mit einer AAC-Tonspur, Bitrate 128 kBit/s, und einer MPEG-4 Videospur, Bitrate 1200 kBit/s.
Die Bitraten könnt ihr natürlich nach euren Wünschen anpassen. Geringere Bitraten ergeben kleinere Dateien. Diese Platzersparnis erkauft ihr allerdings mit Qualitätseinbußen.

Bei der Umwandlung wird die Auflösung des Films nicht angepasst – möchtet ihr den Film auch noch auf das Display der XPERIA herunter rechnen fügt den Parameter -s und die gewünschte Auflösung an. Das XPERIA hat 480 x 854 Pixel – möchtet ihr den Film genau auf diese Größe umrechen würde der zusätzliche Parameter -s 854×480 heißen. Allerdings müsst ihr beachten, dass hierbei die Auflösung des Films nicht proportional angepasst wird. Somit solltet ihr evtl. andere Auflösungen versuchen.





Sony Ericsson XPERIA X10: Der erste Eindruck.

30 06 2010

Unverhofft kommt oft. Hier schon der nächste Handy-Test. Diesmal in der Mangel: ein Sony Ericsson XPERIA

Von der trnd AG, einem Unternehmen für Mundpropaganda-Marketing, habe ich leihweise ein XPERIA bekommen um es auf Herz und Nieren zu testen.

Näheres zu trnd findet ihr unter „Was ist trnd?“.

Weder trnd noch Sony Ericsson bezahlen mich für diesen Test.
Ich habe einfach das Handy bekommen um darüber zu berichten. Wie immer wenn ich über ein Produkt schreibe, werde ich euch nicht das Blaue vom Himmel erzählen oder euch etwas zusammen lügen. Damit ist keinem geholfen. Ich möchte euch die Stärken und Schwächen eines Produktes aufzeigen und euch durch meine Erfahrungen mit dem Gerät aufzeigen für welche Zwecke es besser und für welche eher weniger geeignet ist.

Copyright by Sony Ericsson

Seit 5 Tagen nutze ich jetzt das XPERIA . Ich wollte bisher noch keinen Blogbeitrag schreiben, da ich mich erst genauer mit dem Handy auseinander setzen wollte.

Was sofort beim Auspacken auffällt, ist das riesige 4 Zoll Display. Hierbei handelt es sich um ein TFT-Display. Es ist nicht Multitouchfähig – was allerdings kein Beinbruch ist. Man muss sich ja nicht immer die Finger verrenken nur um ein Bild zu zoomen.
Die Farben auf dem TFT sind gut, im Freien, bei strahlendem Sonnenschein, verliert das Handy allerdings ein wenig von seiner Brillianz. Hier würde ein OLED-Display besser abschneiden, doch auch dieser Punkt ist verschmerzbar.

Trotz der beachtlichen Größe ist das XPERIA ein Leitgewicht – es bringt nicht einmal 140 Gramm auf die Waage, laut Datenblatt sind es 135 g, mit meiner Küchenwaage komme ich auf 137 g – eine Abweichung die man auf die (Un)Genauigkeit der Küchenwaage schieben kann.

Verfügbar ist es in  zwei Farben.
Männer würden es einfach als Schwarz und Weiß bezeichnen – die genauen Farbnamen sind allerdings „Sensuous Black“ und „Luster White“.

Der 1 GHz-Prozessor macht dem Android 1.6 Betriebssystem Beine und sorgt für eine schnelle Reaktion des Handys und seiner Anwendungen.
Wie von einem aktuellen Handy gewohnt beherrscht das XPERIA allerlei um mit der Außenwelt Kontakt aufzunehmen, da wären z.B. Bluetooth, UMTS/HSDPA, GSM/GPRS/EDGE, WLAN und USB.

Die eingebaute Kamera hat, ziemlich untypisch für Sony Ericsson, keinen Schieber vor der Linse – sie ist nur ein wenig versenkt im Gehäuse untergebracht.
Die 8,1 Megapixel Auflösung der Kamera ergeben bei ausreichendem Umgebungslicht sehr gute Bilder. Ein Kameralicht unterstütz die Kamera bei schlechten Lichtverhältnissen, neigt aber ein wenig zur Überbelichtung der Bilder.
Der Bildstabilisator liefert auch bei zittrigen Händen scharfe Fotos. Ein nettes Gimmick ist die Gesichtserkennung, die beim Fokussieren hilft.

Direkt auf dem Hintergrund des Standby-Bildschirms des Xperia findet man ein Kästchen mit dem letzten Timescape Eintrag.
Timescape? Was ist das nun wieder?
Timescape ist eine Anwendung von Sony Ericsson die versucht, jegliche Kommunikation an einem Ort verfügbar zu machen. Mein- und StudiVZ, Twitter, Facebook, Mails, SMS, MMS und E-Mails. Alles wird auf kleine virtuelle Karteikärtchen geschrieben, die chronologisch geordnet sind. Oben ist das Neuste, unten das Älteste.
Eine interessante Funktion, die ich gerne mal nutze, da man dort die zeitlichen Abfolgen genau sehen kann. Zum Twittern allerdings nutze ich eine App aus dem Android Market die einen erweiterten Funktionsumfang besitzt.

Der Akku des XPERIA hält bei normalem Gebrauch ausreichend lange, bei extensivem Gebrauch allerdings hat das Sony Ericsson wie alle anderen mir bekannten Handys ein kleines Kapazitätsproblem. Man sollte nicht den ganzen Tag via UMTS twittern, Mails senden und empfangen und gleichzeitig noch Webradio hören.

Doch für den Otto-Normal-Smartphoner reicht die Akkukapazität aus, alle Anderen müssen den Akku zwischendurch wieder befüllen. Dies geht recht schnell. Interessant ist das Netzteil zum Laden – es hat kein Kabel für das Handy sondern nur eine USB-Buchse. In diese wird das USB->MicroUSB Datenkabel gesteckt und darüber das XPERIA geladen.

Dank Android-Betriebssystem ist das Handy nahezu unbegrenzt mit Software erweiterbar. Jedoch sollte man wissen, was man sucht. Sich durch den kompletten „Market“ zu wühlen ist ein wenig mühsam.

Insgesamt bekommt das Sony Ericsson XPERIA X10 von mir 8 von 10 möglichen Punkten.

Dies wird nicht der einzige Bericht über das Handy gewesen sein, in den nächsten Tagen folgen weitere. Ich werde Fotos und Videos zur Verfügung stellen, damit ihr die Qualität der Kamera beurteilen könnt, ich werde darüber berichten, wie sich das XPERIA im Alltag schlägt und ich werde Empfehlungen für Apps aussprechen.





Samsung Wave: Der erste Eindruck

24 06 2010

Nach den ersten 24 Stunden Nutzung ein erster Bericht über das Samsung Wave.

Ich werde hier nicht alle Daten des Telefons herunter beten – dafür gibt es die Produktdetails bei Samsung. Ich gehe hier nur auf Sachen ein das Wave von anderen Telefonen unterscheidet oder wo das Samsung etwas bieten kann, was andere nicht haben.

Schon beim ersten Anschalten ist man von dem OLED-Display erstaunt. Die Farben sind wirklich brilliant, das Bild ist hell und selbst bei Sonnenlicht erkennt man alles – allerdings muss dafür die Helligkeit des Displays auf eine hohe Stufe geschalten werden. Somit ist der Verdacht, das Samsung könnte ein Schminkspiegel sein entkräftet. Dieser kommt auf, wenn man Samsung im ausgeschaltenen Zustand in den Händen hält.

Wie bei anderen bekannten Mobiltelefonen lässt sich viel mit Gesten steuern. So werden Inhalte beispielsweise mittels zwei Fingern gezoomt. Finger auseinander zoomt heran, die Finger zusammen schieben zoomt heraus. Auch bekannt von anderen Geräten ist die Möglichkeit der Screenshoterstellung. Dazu wird die „Tasten sperren“- und die Menütaste gleichzeitig gedrückt.

Die Bedienung ist wahnsinnig flott – was dem 1 GHz Prozessor geschuldet ist. Obwohl Samsung gerne an der Megapixelschlacht teilnimmt, hat das Wave „nur“ 5 Megapixel. Doch auch hier ist die Qualität überraschend gut.

Was die Benutzeroberfläche angeht, erinnert das Samsung doch sehr an eine Mischung aus HTC-Handy und iPhone. Die Apps sind auf mehreren Screens angeordnet, die sich durch Fingerwisch weiter schalten lassen. Die Leistung des Prozessors und des Displays kann man sich mit dem Spiel „Asphalt 5“ vor Augen führen lassen.

Mitgeliefert wird eine doch recht bescheidene 1 GB-MicroSD-Karte. Diese ist auch schon mit Kartenmaterial für ein Navigationssystem recht gefüllt. Alleine die Karte für Deutschland nimmt über 600 MB ein, mitgeliefert wird Kartenmaterial für DACH.

Das beigefügte Headset wird über eine 3,5 mm Klinkenbuchse angeschlossen – man kann also auch seine eigenen Kopfhörer zum Musik hören nutzen. Doch auch Samsungs InEar-Stöpsel geben einen guten Klang ab. Über Bluetooth welches in Version 3.0 an Bord ist, lässt sich ein schnurloses Headset oder schnurlose Kopfhörer anschließen – diese werden nicht mitgeliefert.

Wer gerne Webradios hört, schaut allerdings in die Röhre – es wird keine App mitgeliefert um Streams aus dem Netz zu schauen. Der interne Browser unterstützt auch kein Flash über welches man einige Radios empfangen könnte.  Doch der eingebaute Musikplayer kann mit den gängigen Dateien gefüttert werden. Auch einem Podcast-Download steht nichts im Wege. Dank HSDPA und WLAN muss man hier auch nicht all zu lange warten, voraus gesetzt natürlich, die Verbindung ist verfügbar.

Wer seine UMTS-Verbindung gerne an einem anderen Gerät nutzen möchte hat mehrere Möglichkeiten. Per USB oder Bluetooth gekoppelt dient das Wave als Modem. Sehr einfach gestaltet sich auch die Verbindungsnutzung per WLAN. Im Wave aktiviert, stellt es für bis zu drei Geräte ein Ad-Hoc-Netzwerk bereit, die dann via WLAN gehen können.
Ebenfalls über WLAN können Bilder, Videos und Musik wiedergegeben werden. Dazu dient die AllShare genannte Funktion die die Wiedergabe an dlna-fähigen Clients ermöglicht.

Doch es gibt nicht nur positives. So kann sich das Wave auch gerne einmal „verschlucken“. Es ist kein Android oder Windows Mobile als Betriebssystem vorhanden sondern Bada. Samsungs eigene Interpretation eines Linux für Mobiltelefone. Vom Linux bekommt man nichts mit. Es gibt auch keinen Zugriff auf eine Konsole oder ähnliches. Bisher existiert auch noch kein Hack der dieses ermöglichen würde. Laufen zu viele Anwendungen parallel, das Wave ist multitaskingfähig, geht dem Wave der Arbeitsspeicher aus. Dann müssen erst Anwendungen geschlossen werden, bevor man es weiter nutzen kann. Bei zu exzessiver Nutzung des Multitaskingangebots hat das Wave scheinbar Probleme damit den Arbeitsspeicher wieder frei zu geben. Selbst bei nur noch einer einzigen App die läuft wird gemeckert. Das Einzige was dann noch hilft, ist Aus- und Wiedereinschalten.

Großen Wert legt Samsung auf die Einbindung sozialer Netzwerke. So sind Clients für Twitter,  Facebook und MySpace vorinstalliert, wobei der Twitterclient allerdings nur geringe Anforderungen erfüllt und keine automatische Aktualisierung der Timeline bietet. Da ich keinen MySpace-Account habe, kann ich nichts über diesen Client schreiben. Die Facebook-App reicht für die Grundfunktionen aus.

Bilder kann man direkt vom Wave aus zu Flickr, Facebook, MySpace, Photobucket, Picase, Bebo, Fotki und Hyves hochladen.

Für YouTube gibt es eine Verknüpfung, diese startet den internen Browser – dieser stellt die mobile Webseite von YouTube da. Videos werden dann auf das Handy übertragen und dort mit einem Mediaviewer abgespielt.

Weitere Apps können aus Samsungs Appstore geladen werden. Es gibt dort schon einige Anwendungen und die Zahl wächst stätig. Dazu trägt auch Samsungs App-Wettbewerb bei. Samsung spendiert für 300 Programmierer Preise im Gesamtwert von 2,7 Mio. USD.

Ein Wermutstropfen ist allerdings die Synchronisierungsmöglichkeit. Das Wave kann mit Google synchronisiert werden und auch mit Outlook. Die Software zum installieren von Apps, Übertragen von Bildern, Videos und anderen Daten läuft allerdings nur unter Windows und hört auf den Namen „Kies“. Immerhin lässt sich der USB-Modus auf „Massenspeicher“ umstellen – dann werden zwei Laufwerke zur Verfügung gestellt – der interne Speicher und die Speicherkarte. Jedoch darf dazu keine App aktiv sein – dann wird nichts bereit gestellt. Immerhin ist das Samsung so freundlich zu waren, dass man seine Apps bitte beenden soll.

Was auch ziemlich nervt, zumindest wenn man nicht die ganze Zeit auf Englisch schreibt ist die Texteingabe. Es gibt eine virtuelle Tastatur – die auch groß genug ist. Allerdings bietet sie keine Umlaute an. Umlaute können nur geschrieben werden, wenn man die automatische Texterkennung aktiviert. Dann tippt man: „Hauser“ und das Wave bietet „Häuser“ als  Wort an. Eine weitere Möglichkeit, ist wie beim iPhone, das länger gedrückt halten der Buchstaben.

Alles in allem aber ein gutes Telefon und hinsichtlich Gewicht, Leistung und Größe definitiv ein ernst zunehmender Konkurrent für iPhone und Android-Handys. Die Kritikpunkte könnte Samsung mittels einem Firmwareupdate bzw. Sync-Software für andere Betriebssysteme beseitigen.





Monster-Login Reloaded.

9 02 2010

Vor ca. 2 Jahren habe ich bereits über ein Problem unter von KDE unter Linux bei bestimmten Grafikkarten geschrieben.

Bisher hat es, wie im alten Beitrag beschrieben, geholfen die Option „NoDDC“ zu setzen.

Im aktuellen KDE4 funktioniert dies allerdings nicht mehr. Doch auch hier kann man sich mit ein wenig Anpassung in einer Datei Abhilfe schaffen. In der Datei „/etc/kde4/kdm/kdmrc“ sucht man folgende Zeile:

ServerArgsLocal=-nolisten tcp

Dort fügt man „-dpi 96“ hinzu:

ServerArgsLocal=-nolisten tcp -dpi 96

Auch hier funktioniert nach einem Neustart wieder alles wie gewohnt.





Ein Apfel fällt nicht weit vom (Produkt)Stamm.

28 01 2010

Gestern war es soweit.
Alle Welt hat ihn erwartet. Den Auftritt des Gurus, der Messias der Gadgets. Wenn Steve ruft kommen sie alle!

Sie dürsten nach seiner Erlösung, seinen Ideen, seinen neuen Produkten. Das Geld sitzt locker, die Kreditkarte ist gezückt und der Mauszeiger schon auf dem „Kaufen“-Button.

iPad - Image Courtesy of Apple

iPad - Image Courtesy of Apple

Nach unzähligen Gerüchten, Vermutungen und Analysen hat Steve Jobs gestern das iPad vorgestellt. Das Bindeglied zwischen iPhone und MacBook.

Ich habe die Keynote mitverfolgt und möchte nun mal meinen Senf dazu abgeben.

Ein Hinweis an all die oben beschrieben Mac-Jünger: Weiter lesen auf eigene Gefahr.

Ein Tablet ist es geworden, das iPad.

Ein Gerät, je nach Ausstattung mit WLan oder auch zusätzlichem UMTS. Klingt verdammt nach einem iPhone.

Genau dass ist es eigentlich auch. Man nehme ein iPhone, einen Strohhalm und jemanden mit guten Lungen. Strohhalm ins iPhone gesteckt und kräftig pusten.

Fertig ist das iPad.

Da ist es auch nicht verwunderlich, dass iPhone/iPod-Anwendungen auf dem iPad laufen. Entweder in ihrer ursprünglichen, nativen Auflösung oder ebenfalls wieder aufgeblasen und hoch skaliert. Was für ein Feature.
Es soll jetzt hier nicht der Verdacht aufkommen, ich will Apple oder die Produkte von Apple schlecht machen.

Mitnichten!

Das Problem ist einfach das Preis/Leistungsverhältnis.
Apple baut qualitativ hochwertige Produkte kombiniert mit einem erstklassigen Design – sieht man mal von der hässlichen Antennenabdeckung des UMTS-iPad ab, welche einfach nur hässlich ist.

Ein Laptopgehäuse, aus einem Stück gefräst, ein Telefon und MP3-Player mit Touchscreen, Betriebssysteme die ohne großen Aufwand laufen. All das kann man Apple zu gute halten. Doch die Preise sind einfach zu teuer.
Vergleicht man die reine Hardware eines MacBook mit einem „normalen“ Laptop mit der gleichen Ausstattung, so kommt man außerhalb des Apple-Kosmos um einiges günstiger weg.
Viele werden jetzt OS-X in den Raum werfen, ein Betriebssystem welches doch um so vieles einfach ist als Windows, Linux, xBSD, Solaris etc. pp.

Stimmt, wenn man beachtet, das OS-X auch aus der BSD-Ecke kommt.

Genauso muss man sich im gleichen Atemzug überlegen, auf welcher Hardware läuft OS-X ohne Probleme?
Auf Apple-Geräten. Somit kommt Betriebssystem und Hardware aus einem Hause, ist somit perfekt aufeinander abgestimmt.

Die Betriebssysteme der Mitbewerber sind einfach für eine breitere und auch offenere Hardwarelandschaft gedacht.
Eier legende Wollmilchsäue gibt es halt (noch) nicht.

Entweder eine Hardware läuft mit einem Betriebssystem und das absolut angepasst oder aber man hat ein universelles Betriebssystem für universelle Hardware.

Ein Ferrari ist auch schnell, schick, verdammt teuer und für einen Umzug, den Wohnwagen oder aber den Ausflug ins Gelände absolut ungeeignet. Ein Universal-Motor-Gerät (Unimog) dagegen fährt mit einem durch den Wald, zieht den größten Wohnwagen ohne Probleme und man kann auch mal das halbe Ikea-Sortiment mit transportieren wenn es denn wirklich sein muss.

Nun aber zurück zum iPad.

An sich keine schlechte Idee – doch nichts neues. Tablets gibt es schon länger. Die Telekom und Siemens haben vor Jahren ihre gemeinsame Idee eines Surftablets vorgestellt, dass SimPad. Wie aber so oft in der Geschichte der IT waren sie einfach zu früh, der Markt noch nicht reif für solch eine Produktkategorie.

Das iPad bietet 10 Stunden Laufzeit bei der Videowiedergabe. Eine feine Sache – doch wieso konnte man keinen USB-Anschluss in Standardgröße einbauen? Statt dessen ein 30-poliger Syncanschluss. Über diesen kann man zwar den Akku laden – doch muss man immer das passende Kabel dabei haben.

Das iPad kann als Kalender und Bilderrahmen genutzt werden. Genial! Ich wollte schon immer mal einen Kalender mit Bilderrahmen haben und dafür 400-800$ zahlen.
Man gönnt sich ja sonst nichts!

Klar, das iPad hat auch noch mehr zu bieten. Es kann Musik abspielen. MP3, Apple Lossless, AIFF, Wave und AAC. Was ist aber mit Flac, Ogg? Fehlanzeige! Auch bei den unterstützten Videoformaten ist das iPad nicht gerade ein Formatwunder! MP4 und Mov. Immer schön verschlossen durch die Welt gehen und die eigenen Formate unterstützen, es könnte ja sonst ein „feindlicher“ Medienstore die Marktanteile von Apple abgreifen wollen.

So verschlossen wie sich das iPad gegenüber fremden Audio- und Videoformaten gibt,  um so offener ist es wenn es darum geht einen Stück vom aufkommenden Ebook-Kuchen abzubekommen.

Amazon hat das Kindle, Apple das schicke iPad.

Doch mal im Ernst, wer will sich auf einem Spiegel ein Buch durchlesen?
So viele Vorteile wie eine Glasplatte bietet, wie z.B. die (relative) Kratzerunempfindlichkeit und die einfachere Reinigung als ein mattes Display, so nachteilig ist es wenn man nicht absolut optimale Lichtverhältnisse hat.

Was wieder belächelt wurde, ist Apples Einstellung zu Flash. Wieder so ein „Teufelszeug“ von der Konkurrenz – deshalb unterstützt man es nicht.

Die Gründe dafür wird Apple wohl wissen. Sei es die einfach Möglichkeit mit Flash-Anwendungen am Appstore „vorbei“ Anwendungen anzubieten oder die benötigte Rechenleistung die mit einer Laufzeitverkürzung einher geht, es ist egal. Von mir aus, kann man auf Flash verzichten. Es gibt genug Alternativen.
Es gibt aber zwei absolute NoGo-Kriterien für mich!
Erstens, ich kann nicht nach belieben Programme installieren wie ich das will.
Wenn ich eine (Un-)Menge Geld für Hardware bezahle, will ich auch frei entscheiden welche Programme ich dort zu welchem Zweck drauf haben will – frei von irgendwelchen Leuten die eine Vorauswahl für mich treffen. Ich bin alt genug um zu wissen, was ich mache!
Doch nicht einmal die im AppStore verfügbaren Programme kann ich so nutzen wie ich es will – das zweite NoGo-Kriterium: fehlendes Multitasking.

Multitasking – Ein Fremdwort für Apples mobile Gadgets!

Wieso sollte man auch mehrere Programme gleichzeitig ausführen wollen? Hexenwerk!

Alternativen zum iPad sind für mich z.B. das Archos 5 Internet Tablet oder Archos 9 PCtablet.
Hardware mit der ich tun und lassen kann, was ich will. Das Archos 5 Internet Tablet läuft mit Android, einem Linux und das Archos 9 PCtablet mit Windows 7. Beides Plattformen bei denen man so ziemlich alles machen kann was man will. Sollte einem Windows 7 nicht gefallen, lässt es sich dank Netbook-Hardware auch ohne weiteres gegen ein anderes Betriebssystem austauschen.

Jedoch muss jeder am Ende für sich selbst entscheiden, was er brauch und was nicht. Wie wichtig ihm Design ist und auch was er bereit ist auszugeben.

Geschmäcker sind bekanntlich und zum Glück verschieden!





Linux-Sleeptimer

30 01 2009

Hier ein kleiner Tipp für Linux-Neulinge oder Konsolen-Unkundige.

Nichts wirklich Neues aber trotzdem wissenswert.

Ich wurde von einem Windows-Umsteiger gefragt ob es denn ein Tool gibt welches er sich installieren könnte, um einen Sleep-Timer zu realisieren. Er möchte Abends gerne Podcasts oder Hörbücher hören oder mal einen Film schauen. Dabei schläft er immer ein, möchte aber den Laptop nicht die ganze Nacht laufen lassen. Unter Windows hätte er sich ein Programm installiert, welches den Laptop nach einer bestimmten Zeitspanne automatisch runter fährt.

Unter Linux ist garkein Tool erforderlich.

Es reichen vorhandene Bordmittel. Folgender Befehl in der Konsole eingegeben fährt den Rechner in 45 Minuten herunter:

shutdown -h +45

Natürlich kann man die Zeit beliebig wählen.