Twitter – Twibble Mobile

30 07 2009

Twibble LogoEin weiterer Beitrag in meiner Sammlung der Twitterbeiträge.

Lange habe ich nach dem passenden Twitter Client gesucht. Auf dem „normalen“ Rechner ist es ohne wenn und aber Twitterfox. Doch was soll ich nutzen wenn ich unterwegs bin? Ich habe kein iPhone und auch kein Blackberry. Beides schicke und auch nette Gadgets doch man muss nicht alles haben.

Doch ein Handy nenne auch ich mein Eigen.  UMTS-Flatrate sei dank, brauche ich mir auch keinerlei Gedanken um Datenvolumen und / oder Verbindungszeiten  zu machen. Doch wie nun twittern?! Die internen Browser der Mobiltelefone sind im Normalfall für nichts zu gebrauchen. Vielleicht mal eben ne Bahnverbindung bei der Bahn raus suchen – aber selbst das grenzt schon an Masochismus.

Nun unterstützt (fast) jedes Handy inzwischen Java. Mal mehr, mal weniger. Doch solche Handys können mit einem Twitter Client nachgerüstet werden. Mein erster Versuch war TinyTwitter. Annehmbar aber mit Problemen und nicht sonderlich komfortabel. Das störende an TinyTwitter ist allerdings, dass es bei Tweets mit deutschen Umlauten zu Problemen kommt, mehrere Zeichen verschluckt werden etc. pp.

Auf meiner weiteren Suche habe ich Twibble Mobile entdeckt, welches ich jetzt schon seit einigen Programmversionen in Benutzung habe und auch schon anderer Twitternasen für begeistern konnte.

Twibble, ein feines Stück Software, nicht in einem amerikanischen Hightech-Schmelztiegel (Garage) entstanden sondern in Deutschland.

Twibble, der Client der Tweets, Replies und Direkt Messages in übersichtlichen voneinander getrennten Ansichten zeigt, Suchen abspeichern und auch mehrere durchführen kann und sogar dabei hilft Bilder bei Twitpic.com oder Mobypicture.com hochzuladen.
Da es allerdings keine einheitliche Hardware bei den Mobiltelefonen gibt, kann es sein, dass der Bilderupload nicht überall funktioniert.

[update 20090806]

Nachdem ich bei Mobypicture.com gesehen hatte, dass man dort auch Videos hochladen kann überlegte ich mir ob Twibble da mit spielt. Gesagt getan. Ein kurzes Video mit dem Handy erstellt und beim Tweet in Twibble via „Attach Picture“ einfach das Video ausgewählt. Siehe da: es funktionierte. Danke!

Nun kann ich auch mobil Videos hochladen. Twibble ist für mich echt der beste mobile Twitterclient!

[/update]

Probleme und Anmerkungen sind im Blog zu Twibble Mobile perfekt untergebracht. Es wird versucht schnell zu helfen und Probleme werden nicht ignoriert sondern angegangen und beseitigt.

Es gibt nur zwei kleine Dinge die ich bei Twibble verbessern würde.

  1. Es wäre angenehm wenn man in Twibble mehrere Twitter-Accounts hinterlegen könnte. Diese müssen nicht einmal permanent abgefragt und mit aktualisiert werden. Allein die Möglichkeit per Einstellungsdialog zu wählen: jetzt nutze bitte Account A zum Twittern und jetzt nutze Account B wäre angenehm
  2. Die Möglichkeit eine Zeitzone einzustellen. Einige javafähige Mobiltelefone haben ein Problem bei Twibble, es werden dann zwar die Tweets angezeigt doch die Zeit stimmt nicht. Leider kann man in diesen Fällen nicht einfach eine Zeitkorrektur, wie beispielsweise +3 h oder -5h angeben, mit der Twibble selbst korrigierend eingreift.

Alles in allem ist Twibble Mobile aber absolut empfehlenswert und ich werde jedenfalls ein treuer Nutzer bleiben.

Sollte mir Thilo, der geniale Kopf hinter Twibble mal begegnen, verspreche ich ihm hiermit ein Bier, sollte er Antialkoholiker sein, so gibt’s eine ordentliche #tasskaff 🙂

In diesem Sinne, fröhliches twibblen.

Werbeanzeigen




Xtra teuer.

3 07 2008

In Deutschland gibt es, was den Mobilfunk anbelangt, vier Anbieter. Die Telekom, Vodafone, E-Plus und O2. Alles was sonst noch in der Mobilfunklandschaft zu finden ist, sind nur Wiederverkäufer.

Jedem Anbieter ist es ja frei gestellt, was er für seine Dienste in Rechnung stellen möchte. Mir ist nun aber eine Werbebroschüre des rosa (Magenta) Riesen in die Hände geflattert. Das T-Mobile Xtra Pac mit web’n’walk DayFlat.

Hierbei handelt es sich um einen UMTS-USB-Stick. Der Stick kostet 99 Euro, abgerechnet wird das ganze im Prepaid-Verfahren. An sich hört sich das schon mal nach einem Novum an.Es sind auch noch „großzügige“ 10 Euro Startguthaben in dem Paket enthalten.

Der Hammer kommt aber wenn man sich die Kosten und die Nutzungsbedingungen genauer anschaut. Die Daten werden in einem Flatrate-Verfahren bezahlt. Allerdings keine Flatrate die einmal im Monat bezahlt wird, sondern eine Tagesflatrate. Jeder Tag kostet aktuell 4,95 Euro. Ab dem 1. September 2008 kostet jeder Tag 7,95 Euro.

Das sind echte Wucherpreise. Nimmt man mal an, jeder Monat hätte 30 Tage, kommt man auf Kosten von knapp 150-240 Euro. Für eine Flatrate! Im Festnetzbereich und im Mobilfunkbereich gibt es Pakete ab 20/25 Euro.

Doch weiter geht es mit dem Wucher. Die „Flatrate“ wird nach Tagen abgerechnet. Es interessiert nicht wie lange man an dem Tag online war – man bezahlt die Gebühr nicht pro 24 Stunden sondern pro Kalendertag. Wenn man z.B. Montagabend um 23:58 Uhr seine E-Mails abruft, ein größerer Anhang das Ganze bis Dienstagmorgen 0:01 dauern lässt, dann ist die Gebühr für zwei Tage fällig!

Das ist noch nicht Abschreckung genug? Ok, dann weiter im Kleingedruckten:

Die Geschwindigkeit ist dank HSDPA-Technik recht flott, 3600 kbit/s Downstream. Das klingt nun nicht schlecht, was habe ich bloß mit dem Kleingedruckten? Ganz einfach, wer mehr als einen GB Traffic im Monat hat, bekommt die Verbindung künstlich auf 384 kbit/s im Downstream und 16 kbit/s im Upstream gedrosselt. Sollte man auch noch über die zwei GB-Traffic-Grenze kommen, dann geht der Downstream auf ISDN-Niveau (64 kbit/s) herunter.

Damit man nicht auf dumme Gedanken kommt und T-Mobil um den Profit bringen kann, müssen Gespräche die man führen will auch wirklich über das Mobilfunknetz (39 Cent/min) geführt werden. Wer auf VoIP oder Instant Messenger umsteigen möchte hat Pech gehabt, das ist im Kleingedruckten verboten. Ebenso der Datenaustausch per Peer-to-Peer-Verfahren.

Das einzige was den gängigen Standards entspricht ist die automatische Zwangstrennung.

Ich empfehle euch, schaut euch einfach genau bei den verschiedenen Anbietern um. Alle haben Verträge mit Datentarifen im Angebot die bei weitem billiger sind als das Xtra Pac mit web’n’walk DayFlat.