Tweetnest, Hovercards und SSL.

3 02 2013

Wie meine treuen Leser ja wissen, nutze ich Tweetnest. Nun läuft es bei mir aber auf einer Seite mit SSL-Verschlüsselung.
Soweit kein Problem. Das Einzige, was nicht mehr funktionierte nach der Umstellung auf SSL waren die Hovercards von Twitter (für die man den Anywhere-API-Key benötigt).

Nachdem ich mir in meinem Browser mal genauer angeschaut habe, was passiert habe ich schon das Problem gefunden. Es werden Javascript-Dateien nachgeladen, die nicht über eine sichere Verbindung kommen. Da wäre zum einen jQuery und zum anderen die Anywhere-API.

Die Lösung dafür ist absolut einfach – es müssen nur die URLs der beiden Dateien von http auf https umgeschrieben zu werden. Versteckt sind diese in der Datei „header.php“ im Tweetnest-Unterverzeichnis „inc“.

Als Erstes sucht ihr nach: http://ajax.googleapis.com/ajax/libs/jquery/ Ändert dies zu: "https://ajax.googleapis.com/ajax/libs/jquery/"Die zweite URL, die ersetzt werden muss, lautet: http://platform.twitter.com/anywhere.js?id= Ändert sie auf: https://platform.twitter.com/anywhere.js?id=

Nun funktionieren die Hovercards auch mit SSL.

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Das eigene Tweetarchiv.

19 01 2013

Viele von uns sind bei Twitter anzutreffen. Wir pusten unsere Gedanken ins Netz und dort verschwinden sie nach ein paar Tagen im Nirvana. Keiner erinnert sich mehr daran, die Chance nachzulesen ist bei Twitter auch nicht gerade einfach. Wenn ich einen meiner ersten Tweets lesen will, klappt das nicht.

Nun gibt es seit einiger Zeit Tools wie Tweetnest und Thinkup. Beide archivieren eure Tweets. Tweetnest ist spartanisch gehalten, ihr seht eure Tweets, könnt auf einer Zeitleiste einzelne Tage auszählen oder eine Textsuche bemühen.
Thinkup sichert nicht nur Tweets, ihr könnt dort auch Facebook, Google+ und Foursquare einbinden und eure Statusupdates sichern. Außerdem gibt es einige Auswertungsmöglichkeiten und mehr oder weniger sinnvolle Grafiken, neudeutsch Charts.
Beide Tools haben aber einen Nachteil, sie können durch eine Beschränkung der Twitter-API nicht besonders weit in die Vergangenheit schauen. Diese Twitter-API ist die Verbindung der Programme zu euren Tweets. Twitter erlaubt es nur 3200 Tweets der Vergangenheit zu laden. Wer also zum Installationszeitpunkt eines Tools mehr als 3200 Tweets hat, schaut in die Röhre. Eure Tweets, die ihr in Zukunft schreibt, werden alle erfasst – wenigstens da seid ihr auf der sicheren Seite. Ich habe Tweetnest seit über einem Jahr laufen und habe dort etwas über 13.000 Tweets gesammelt. Somit fehlten mir aber über 23.000!

Twitter bietet nun seit einiger Zeit die Möglichkeit, seine Tweets herunter zu laden. Diese Funktionalität wird nach und nach für alle Nutzer freigeschaltet.
Der Punkt ist in den Account-Einstellungen im unteren Teil zu finden, wenn er für euch aktiviert ist.
Auch hier kommt ihr nicht sofort an eure Tweets, ihr müsst erst einen Download anfordern. Dies geht ganz einfach via Mausklick und dann heißt es warten. Bei mir betrug die Wartezeit nur 5 Minuten. Die Zeit variiert aber. Wenn der Download endgültig bereitsteht, bekommt ihr eine Mail mit dem Downloadlink.

Bei mir sind (nahezu) alle Tweets enthalten. Ca. 20 Stück sind trotzdem irgendwo im Datenorkus verschwunden.
Das Twitter-Archiv enthält alles, was man benötigt um seine alten Tweets anzuschauen – ihr benötigt lediglich einen Browser.
Wenn die Daten schon mal da sind, dann könnte man sie ja gleich weiter nutzen. Wie sind sie denn abgelegt? Jeder Monat wird in einer separaten Datei gespeichert. Einmal als CSV-Datei und einmal als JavaScript-Datei. Interessant an den JavaScript-Dateien ist die Tatsache, dass es nahezu sauberes JSON ist – lediglich die erste Zeile stört.
Ein „tail -n +2“ würde unter Linux in diesem Fall schon weiter helfen.

Da ich sicher nicht der Erste bin, der die Daten nutzen will, fragen wir doch mal unsere freundliche Datenkrake Google, wie es diesbezüglich aussieht. Siehe da, es gibt einen Fork des originalen Tweetnests auf GitHub. Dieser enthält nicht nur einen Import, sondern ist auch auf dem aktuellen Tweetnest-Stand.
Ein beherztes „git clone git://github.com/tralafiti/tweetnest.git“ später und ich hatte die Version auf meiner Platte. Noch schnell die Tweetnest-Konfiguration („inc/config.php“) und die dazugehörige Datenbank sichern, die geänderte Tweetnest-Version einspielen und die Konfiguration wieder zurückspielen.

Diese Tweetnest-Version benötigt noch eine Änderung der Datenbank, die ID jedes Tweets darf nur noch einmal vorkommen. Doch keine Sorge, ich müsst euch darüber keine Gedanken machen. Mittels „php upgrade.php“ startet ihr ein mitgeliefertes Skript, welches euch die Arbeit abnimmt.
Das ging einfacher als gedacht. Nun die Javascript-Dateien aus dem Twitter-Export in das Verzeichnis “archive” kopierten und den Import mittels “php maintenance/loadarchive.php” anschmeißen. Etwas mehr als 15 Minuten später waren meine fast 36.000 Tweets importiert, es gab keine Dopplungen und ich kann sie wie von Tweetnest gewohnt durchsuchen und mir der Zeit nach geordnet ansehen.
Wie bereits erwähnt, fehlen 20 Tweets, dies kann ich persönlich aber verschmerzen. Die zukünftigen Tweets werden dann über den Tweetnest eigenen Mechanismus wie gewohnt abgerufen und gespeichert.





#ff @boerge30

23 11 2012

Meine heutige Empfehlung ist der Herr @boerge30 – auch wenn der Björn inzwischen schon die Vier vorne stehen hat. Wahrscheinlich ein Rundungsfehler im aktuellen iOS seines Apfeldevices 😉
Er kommt „vons Dorf“ aus Brandenburg, hat scheinbar immer die Kopfhörer auf den Ohren und genießt gerne ein kühles Piwo. Trotz lahmem Dorf-DSL immer vorn dabei, wenn es um neue knorke Web20-Dienste geht. Gern steht er auch mit seinem Wissen für eure Fragen bereit.

Bisher hat es leider nicht geklappt mal ein Bier mit ihm zu trinken – laut fachkundigen Barcampbesuchern ist dies aber ein absolutes muss. Wird also irgendwann mal noch erledigt.

In diesem Sinne: Folgen bitte und um Björn zu zitieren „rinjehaun





#ff @nerotunes

16 11 2012

Der @nerotunes ist meine erste Empfehlung für euch. Ich folge ihm schon eine gefühlte Ewigkeit, kenne ihn auch persönlich und er ist für mich, wie der große Bruder den ich nie hatte.
Er bereichert jede Timeline, Nero ist der Mister Web 2.0. Wer ihn nicht kennt, hat Twitter verpennt!

Seine Liebe zu Leipzig kann er nicht leugnen, auch wenn er sein Herz an die See verloren hat.  Wenn ihr ihm ein Festmahl zubereiten wollt, serviert gute Currywurst, einen Mettigel und um die Kehle zu ölen ein kaltes Köstritzer und einen Sambuca – Herrengedeck mal anders.

Auch auf dem wissenschaftlichen Gebiet ist Jörn unterwegs, so haben wir zusammen das Nerotunes-Chaosblogsche-Milchtheorem aufgestellt. Details kann ich hier leider nicht verraten. Dafür müsste man mir schon gegenüberstehen und Bier dabei haben.

Jörn rockt. Die Timeline und den Rest der Welt. Folgen bitte!





Twitter-Quartett

24 02 2012

Quartett – wer hat es nicht gespielt? In jungen Jahren ist doch sicher jeder mal mit den Karten in Berührung gekommen – auch heute ist der Reiz ungebrochen. Vielleicht liegt es auch am allgemeinen Trend, dass alles irgendwann einmal wieder kommt. Ich persönlich habe zum Jahreswechsel das letzte Mal Quartett gespielt – mit dem @Unruheherd. Wir haben uns nix geschenkt und um jede Karte gekämpft 🙂

Der Herr @saumselig, seines Zeichens #ironblogger, hat angekündigt auf einem Podcaster-Quartett zu vertreten sein.

Da schiebe ich doch gleich mal eine Ankündigung hinter her. Stefan / @teamlambchop hat auch ein Quartett gebastelt und es frei zur Verfügung gestellt – diesmal allerdings ein Twitter-Quartett. Auch ich bin verewigt – erstaunlicherweise doch nicht so chancenlos wie ich anfangs dachte 🙂

Schaut es euch an, ladet es runter, druckt es, spielt es, habt Spaß.





4 Jahre am Twittern.

30 08 2011

Mal wieder eine Kurzmeldung hier auf diesem Blog – allerdings mit mehr als 140 Zeichen.

Nachdem mein Blog ja vor einiger Zeit sein Vierjähriges gefeiert hat, ist nun der @Chaosblog auf Twitter an der Reihe. Vier Jahre bin ich jetzt dabei, habe den rasanten Aufstieg von Twitter also direkt verfolgen können und ich muss sagen: Geile Sache!

Ich habe via Twitter einige nette Menschen kennengelernt, mit denen ich inzwischen super befreundet bin. Einen Großteil der Leute, denen ich folge, kenne ich persönlich – denn Twitter ist zwar im Netz zu Hause – doch viele Kontakte erweitern sich auch in das wahre Leben. Bei einigen Followern steht das Kennenlernen noch aus – aber das wird früher oder später auch noch stattfinden.

Wieder ein paar nackte Zahlen für meine lieben Statistikfetischisten:

  • 23.854 Tweets
  • 77 Following
  • 418 Follower
  • 6 Listen
  • 55-mal gelistet
  • am Längsten folge ich: @moellus
Weitere Statistiken liefert Tweetstats.




Empire Avenue.

13 05 2011

Wer bei Facebook ist, kennt das Problem.

Früher oder später wird man zugespamt. Irgendwelche Leute wollen einen einladen um bei Farmville mitzuspielen. Dieses Bauernhofspiel  – Es ist so hip und toll, dass es jedes Kiddie und jede zweite Frau spielen muss.

Mir geht es ehrlich gesagt aber am Allerwertesten vorbei.

Dafür bin ich über @moellus nun zu einer anderen Zeitvernichtungsmaschinerie gekommen – Empire Avenue.

In einem Satz beschrieben handelt es sich um eine Web2.0 Börse an der Anteile an Personen gehandelt werden.

Ich kann mir Anteile an Leuten bei Empire Evenue kaufen und an Twitterern. Bezahlt wird mit der virtuellen Währung Eaves.
Anfangs hat man ein gewisses Startkapital, damit einem allerdings das Geld nicht ausgeht, muss man gekonnt spekulieren und investieren und hoffen das andere Anteile von einem kaufen.

Allerdings, wie in fast jedem Online-Spiel kann man gegen harte reale Währung weiteres virtuelles Geld erkaufen.

Der Wert der eigenen Anteile ist abhängig von eurem Spekulationserfolg bei Empire Avenue und wie gut ihr vernetzt seid.
Ein Empire Avenue Account kann mit Twitter, Facebook, Youtube, Flickr und LinkedIn verknüpft werden. Die dortigen Aktivitäten werden erfasst und fließen mit in die Bewertung ein.

Jemand mit einem weit gespannten sozialen Netz und vielen Aktionen innerhalb der Netze verdient besser als jemand der nur mit Tante Erna bei Facebook schreibt. Zu beachten bei der ganzen Verknüpfungsarie ist, dass nur öffentliche Informationen gewertet werden. Wer also bei Facebook seine Statusmeldungen nur den engsten Freunden zugänglich macht, der bekommt dafür nichts.

Eine weitere Möglichkeit für Einnahmen sind eigene Blogs und Feeds. Ihr tragt die RSS-URLs ein und müsst 5 Leute finden, die den Blog bestätigen. Danach werden eure dortigen Aktivitäten mit getrackt und gewertet.

Alles in allem ist Empire Avenue Web20-Börsenspiel bei dem ihr eurer Ego zu (virtuellem) Geld machen könnt. Das Ganze führt auch ohne Studium der Wirtschaftswissenschaften und kopierten Titeln zum Erfolg.
Die Empire Avenue Seite wirkt allerdings anfangs etwas unübersichtlich, man muss sich dort erst mal ein wenig zurechtfinden. Haken für einige wird allerdings sein, dass es aktuell keine deutsche Übersetzung gibt und ihr somit mit einer englischen Seite vorlieb nehmen müsst.

Solltet ihr in mich investieren wollen, dann los!