Wieso Blackle bei TFTs nichts spart.

8 12 2007

Ich wurde auf meinen Beitrag zum Thema Licht aus – Stromverbrauch senken angesprochen.

Wieso verbraucht ein Röhrenmonitor denn weniger Strom mit Blackle oder dem schwarzen Google und ein TFT braucht nun mehr?

Ein Röhrenmonitor funktioniert im Prinzip wie ein gewöhnlicher Fernseher – beide besitzen eine braunsche Röhre. In der braunschen Röhre „malt“ ein Elektronenstrahl das Bild. Der Elektronenstahl trifft auf eine Leuchtschicht und bringt diese zum Leuchten. Jeder Bildpunkt besteht aus drei einzelnen roten, grünen und blauen Segmenten. Diese Segmente leuchten selbst nicht, sondern werden wie gesagt nur durch den Elektronenstrahl angeregt. Soll nun eine Stelle auf dem Bildschirm schwarz leuchten, wird einfach die Leuchtschicht nicht angeregt.

TFTs funktionieren nach einen anderen Prinzip. Es kommt eine Hintergrundbeleuchtung zum Einsatz die dauerhaft aktiv ist. Soll nun ein Bildpunkt schwarz werden muss die Hintergrundbeleuchtung an dieser Stelle geblockt werden. Man kann sich das ganze so vorstellen wie ein Rollladen an einem Fenster im Sommer. Draußen scheint die Sonne, nun kann ich aber nicht einfach die Sonne abschalten – sie ist dauerhaft da. Lasse ich nun aber den Rollladen runter sehe ich die Sonne nicht mehr, es ist dunkel und ich habe mein Ziel erreicht. So funktioniert auch ein schwarzer Bildpunkt beim TFT. Die Hintergrundbeleuchtung ist noch immer aktiv, ich sehe sie nur nicht mehr. Somit wird bei Blackle Energie für die Hintergrundbeleuchtung und Energie für das verdunkeln des Bildpunktes benötigt.

Der Energiebedarf ist zwar minimal aber bei Blackle geht es ja insgesamt immer nur um Minimalwerte, nach dem Motto: „Auch Kleinvieh macht Mist“.

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Es geht zu Ende.

27 09 2007

Nein, nein. Ich möchte hier weder mein Ableben bekannt geben noch mein Testament blogen. Das Ableben hat noch Zeit und das Testament geht zumindest im Web niemanden was an.

Alle Welt springt momentan auf den Ökozug. Lasst uns Co2ntra geben usw.

Vergesst den Scheiß! Wir haben ein viel größeres Problem vor uns. Was macht ne Menge Umweltverschmutzung aus? Maschinen und Geräte. Was steckt im Inneren? Elektronik. Habt ihr euch mal überlegt wo die ganzen Metalle herkommen?

Das ist ja nicht so das man mal eben nen Kupferbaum pflanzt und polnische Erntehelfer im Herbst das Kupfererz auf den Plantagen pflücken.

Blei, Zink, Zinn und Kupfer reichen nur noch für 21-32 Jahr, sagt zumindest das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi). Zum Glück sind das nur die Werte für Vorkommen die jetzt bereits schon erschlossen sind und gefördert werden können. Im Schnitt rechnen die Wissenschaftlicher mit 150-480 Jahren bis uns die Metalle ausgehen, hier sind auch noch unentdeckte Vorkommen bzw. Vorkommen die noch nicht abgebaut werden berücksichtig. Ist noch ne ganze Strecke hin – soll sich unser Nachwuchs ne Platte machen, dass wird sich zumindest ein Teil denken.

Aber halt! Indium und Germanium, die Metalle die man in Halbleitern wie Transistoren, Solarzellen, TFTs usw. benötigt, sind nur noch 15 Jahre verfügbar. Damit ist diesesmal nicht die Zeit der erschlossenen Vorkommen gemeint. Sondern aller Vorkommen die existieren und die, die nur vermutet werden!

Klingt komisch, ist aber so.