Bastelprojekt – Laptop.

11 11 2007

Wie bereits im Blog geschrieben werde ich mich daran machen und ein neues Projekt starten. Außer den Materialien die schon im letzten Eintrag standen benötige ich noch einen Rechner genauer gesagt einen Laptop.

Wie der Zufall es so will, findet sich ein Siemens Nixdorf Mobile 700 in meinem Besitz. Bevor jetzt die Skript-Kiddies auf mich los gehen, es gab wirklich mal Siemens Nixdorf – auch wenn die Computer jetzt unter dem Namen Fujitsu-Siemens verkauft werden.

Die technischen Daten lassen manch einen vielleicht nur müde lächen, für mein vorhaben aber absolut ausreichend:

  • Intel Pentium, 133 Mhz
  • 16 KB First-Level-,  256 KB Second-Level-Cache
  • 40 MB Ram
  • 3,5 “ Diskettenlaufwerk defekt
  • 1,2 GB Festplatte
  • Quad-Speed (4x) CD-Rom-Lw
  • LC-Display, 12,1 “ (30,7 cm)
  • 800 x 600 Pixel (SVGA) bei 18 bit Farbtiefe (262.144 Farben)
  • Soundblaster Pro kompatibler Soundchip (ESS 1888)
  • PS/2-Anschlüsse für ext. Maus und ext. Tastatur
  • RS-232- Serielle Schnittstelle (UART 16550)
  • IrDA-Port
  • Parallele Schnittstelle
  • Game-/Midiport
  • Anschluss für ext. Monitor – max. Auflösung: 1024 x 768 Pixel (256 Farben -.-)
  • Line-In, Line-Out, Mikro- und Kopfhörerbuchse – je 3,5 mm Klinkenbuchse
  • 14,4 V Li-Ion-Akku, 56 Wh defekt
  • Maximale Stromaufnahme: 45 Watt – beim Laden des Akkus und Volllast des Rechners inkl. Festplatten und CD-Rom-Zugriff
  • Abmessungen (geschlossen): 300 mm x 230 mm x 62,5 mm

Akku und Diskettenlaufwerk sind defekt, werden aber auch nicht benötigt. Eine mobile Versorgen ist nicht notwendig, wird evtl. später mal noch als Gimmick realisiert.

Das CD-Rom-Laufwerk kann nur CD-Roms und CD-R lesen – das stellt aber kein Beinbruch da. Zumindest das Booten funktioniert. Nach den notwendigen Installationen wird es nicht mehr benötigt.
Die Festplatte werde ich wahrscheinlich gegen eine CF-Karte mit IDE-2,5″-Adapter ersetzen. Dann wäre der Laptop lautlos. Die CPU wird passiv gekühlt, ne CF-Karte hat keinerlei mechanische Bauteile.

Leider hat der Laptop keine Netzwerkkarte. Ne Alte für den PCMCIA-Port wäre ne Möglichkeit. Da ich aber keine da hab, nehm ich ne serielle Verbindung zu nem bestehenden Server auf dem pppd läuft.

Welche Software ich installiere, die Skripts die angepasst werden und alles was auf dem Laptop laufen soll, sowie die Einrichtung von pppd auf dem Server wird im nächsten Bastelprojekt-Thread beschrieben.

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DSL-Modem als Router

26 08 2007

Endlich liegt DSL an. Nur ist mein Router beim Umzug scheinbar verloren gegangen.

Also bau ich einfach eine zweite Netzwerkkarte in meinen Linux-Server und mach ihn Übergangsweise zum Router.

Durch Zufall habe ich aber gelesen das mein geliefertes Siemens C20-010-I DSL-Modem eigentlich ein Router ist.

Hm. Eine IP bekomme ich nicht zugewiesen, also mal eben selbst eine IP zugewiesen (192.168.1.100) und die entsprechende Subnetzmaske (255.255.255.0) eingestellt.

Wer nicht weiß wie man für sein Betriebssystem eine IP fest vergibt, schreibt mir einfach, ich versuche zu helfen.

Browser starten und ab zur 192.168.1.1 – siehe da, es kommt eine Passwortabfrage. Woher bloß nehmen? Google weiß sicher rat. Die gesuchte Info hab ich recht schnell gefunden.

Warnung: Alle Änderungen geschehen auf euer eigenes Risiko. Für jegliche Schäden bin ich nicht haftbar!

Nutzername: alice@13184
Passwort: hnto$mgmt@lice

Die „Startseite“ des (noch) Siemens-Modems erscheint.

Nun geht es zur Seite: http://192.168.1.1/MainPage?id=59

Dort sind am Ende der Seite vier Einträge zu sehen: PVC-0 bis PVC-3. Diese Einträge werden jeweils mit dem Klick auf den Mülleimer gelöscht.

Nun sind die neuen Einstellungen vorzunehmen. Links steht die Eigenschaft, rechts der Wert die eingetragen werden muss.

ATM-Interface PVC-0
VPI 1
VCI 32
Virtual Circuit enabled
WAN Setting PPPoE/PPPoA
Username: Das Login für den DSL-Zugang
Password: Das Passwort zum DSL-Zugang
Connection Type PPPoE LLC
MRU 1492
Authentication CHAP
Obtain DNS Automatically Enabled
Default Route Enabled
NAT Enabled
NAT IGMP

Wenn ihr einen Alice-Account habt bei dem der Nutzername aus eurer Telefonnummer besteht und kein Passwort vergeben wurde, so müsst ihr hier trotzdem ein Kennwort eingeben. Sonst bekommt ihr eine Fehlermeldung beim Übernehmen der Änderungen. Tests von mir mit unterschiedlichen, willkürlichen Passwörtern waren immer erfolgreich. Also tragt einfach ein was euch gerade in den Sinn kommt.

Auf Apply klicken. Dann wären diese Einstellungen geschafft…

Nun schauen wir mal ob alles geklappt hat: http://192.168.1.1/MainPage?id=16

Steht dort Connected ist alles ok.

Das „Router-Modem-Ding“ bietet auch eine Art Diagnoseseite, http://192.168.1.1/MainPage?id=28. Dort müssten alle Tests erfolgreich sein, außer der Ping zu Siemens. Aus Sicherheitsgründen antworten die Siemensserver nicht mehr auf einen Ping.

Nächster Schritt ist das Einstellen der Sicherheitseinstellungen. Zu finden unter http://192.168.1.1/MainPage?id=20. Dort alles auf Enabled und die Haken setzen. Mal wieder auf Apply zum Übernehmen der Änderungen.
Für einen Router wäre es auch noch hilfreich einen DHCP-Server zu haben für Rechner ohne feste IP. Bei mir sind nur die Server mit einer festen IP versehen, die Desktops und Laptops bekommen dynamisch eine. Unter http://192.168.1.1/MainPage?id=8 kann mit einem Klick auf „DHCP Server“ aktivieren. Dann noch den IP-Bereich einstellen und die Lease-Time. Ich hab sie auf einer Woche stehen. Ein weiteres Mal auf Apply klicken.

Wer einen seiner Server von außen erreichen möchte, kann ein Port-Forwarding unter http://192.168.1.1/MainPage?id=52 einrichten.

Nun müssen die Einstellungen auch dauerhaft übernommen werden. Sonst ist nach jedem Stromausfall das ganze von vorne durchzuführen. Auf der Seite http://192.168.1.1/MainPage?id=58 führt ein Klick auf „Save & Reboot“ zum gewünschten Ergebnis. Nach ca. 10 Sekunden kann wieder auf den Router zugegriffen werden.

Damit man seine Server von außen recht einfach erreichen kann, benötigt man eine Domain. Die IP ändert sich ja bei jeder neuen Einwahl, spätestens aber nach 24 Stunden.

Für solche Fälle gibt es DynDNS. Leider gibt es keine Möglichkeit das ganze im Webinterface zu aktivieren. Also laden wir uns erst mal die Konfigurationsdatei auf der Seite http://192.168.1.1/MainPage?id=35 mit einem Klick auf Save Config herunter.

Diese Datei in einem Texteditor öffnen, am Ende der Datei steht:

modify ilmi access protocol ifname atm-0 vpi 1 vci 32 proto any
trigger ilmi
END

Direkt davor muss folgendes eingegeben werden:
create ddns hostname ifname ppp-0 name domainname.dyndns.org
create ddns intf ifname ppp-0 srvcname dyndns username "benutzername" passwd DynDNS-Passwort wildcard enable

Die Anführungszeichen müssen mit eingegeben werden.

Die Datei speichern und wieder hochladen. Save & Reboot.

Fertig!





DeEssEl

24 08 2007

Nach dem der DSL-Anschluss doch nicht zum erstgenannten Termin aufgeschalten wurde, hab ich bei Alice / Hansenet nachgefragt und siehe da, heute morgen um 9 stand der Techniker der T-Com vor der Tür um mir zu sagen das er ja nicht mehr bei der T-Com arbeitet, sondern einer der Auffanggesellschaften.

Passt schon Meister, dann mal ran an die Buletten.

Im Keller kam er erst mal nicht an den nötigen Verteiler – Hausmeister Facility Manager herbei gerufen und auch das Problem war gelöst.

Jetzt hab ich mehrere Rechner aber der Router ist beim Umzug verlustig gegangen. In den Linuxrechner noch ne zweite Netzwerkkarte?

Durch Zufall bin ich auf einen Forumseintrag zu meinem Siemens-DSL-Modem gestoßen. Es soll sich angeblich um einen Router handeln. Einen Switch hab ich da und Wlan brauch ich momentan auch nicht. Wieso nicht mal versuchen?

Ein paar Suchen später und ich habe gefunden was ich gesucht hab. Das genaue Vorgehen werde ich noch in einem Eintrag verewigen, da ich trotz guter Anleitung doch ein paar Stolpersteine gefunden habe.