„Feuchtgebiete“ oder die maximale Abartigkeit

2 04 2008

Überall wurde bzw. Wird ein Hype um das Buch „Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche gemacht. Auf unzähligen Bestseller-Listen taucht es auf.

Von der Neugier getrieben, was die selbsternannte „moderne Emanze schreibt“, wollte ich in der lokalen Buchhandlung einen Blick in dieses Werk werfen. Immerhin soll diese Geschichte ja zu 80% realer Natur sein.

Wie der Zufall es will, hat jemand in meinem Bekanntenkreis eben dieses Buch als Hörbuch. Die 5-CDs ausgeliehen und los ging es.

Kinder haben was Ekel angeht eine niedrigere Hemmschwelle als Erwachsene. Während die Kleinen einen überfahrenen Frosch auf der Landstraße noch interessant finden, finden wir das ganze eher abartig.

Das Buch steckt ebenso voller Abartigkeiten. Die Handlung ist schnell erzählt:

Hellen, die Protagonistin dieses Werks muss aufgrund einer Analfissur ins Krankenhaus. Dort sagt sie sich von ihren geschiedenen Eltern frei und verliebt sich in einen Pfleger. Das ganz ist natürlich noch ein ausgeschmückt um das Buch zu füllen.

Bevorzugte Füllmittel sind Sex und Ekel. So schreibt Helen das sie eigentlich ständig geil ist, zu Prostituierten geht, um Sex mit Frauen zu haben und das sie auf Analverkehr steht.

An Ekligkeiten bietet die Dame z.B. ihrer Vorliebe für Popel, Eiter, Mitesser und Schorf. All dies isst sie mit einer Begeisterung, zu der sich bisher nur Alfred Biolek beim Weintrinken in seiner Sendung hat hinreißen lassen.

Auch eine „Blutsschwesterschaft“ durch Austausch von getragenen Tampons hält Einzug.

Dies ist nur ein kleiner Auszug der Ekligkeiten des Buchs. Weitere Details möchte ich meinen Lesern doch ersparen. Wer auf Körperausscheidungen steht oder Fan von rotten.com ist, dem Empfehle ich dieses Buch wärmstens.

Allen Anderen aber sei davon abgeraten!

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30 Tage Sex.

19 02 2008

„40 Tage und 40 Nächte“ ist ein Film in dem es um 40 Tage ohne Sex geht. Damit möchte Matt, gespielt von Josh Hartnett, die Trennung von seiner Freundin verarbeiten. Zu diesem Entschluss kam er nach einem Gespräch mit seinem Bruder, seines Zeichens katholischer Priester.

Das es aber nicht immer die Enthaltsamkeit sein muss zeigt nun die Relevant Church. Die Kirche aus Florida hat einen Leitfaden aufgestellt der die Bindung von Paaren stärken soll.

In der heutigen Gesellschaft kommt es vermehrt zu Scheidungen. Der Grund dafür soll an mangelnder Romantik und zu wenig Sex liegen, behauptet zumindest die Relevant Church.

Um diesem Problem Abhilfe zu schaffen hat der Priester Paul Wirth die Aktion 30 Day Sex Challenge in’s Leben gerufen. Die Paare sollen jeden Tag miteinander über ihre Bedürfnisse sprechen, eine Frage zu ihrem Liebesleben beantworten und eine Bibelstelle lesen. Die Krönung dieses Programms ist die Aufforderung Sex zu haben. Jeden Tag der nächsten vier Wochen sollen die Paare aktiv werden.

Den Verlauf der Aktion kann der interessierte User im Blog der Kirche verfolgen.

Einziger Wermutstropfen für alle die jetzt konvertieren möchten: Die Aktion gilt nur für Paare. Singles sollen (als Ausgleich?) 30 Tage lang keinen Sex haben und enthaltsam bleiben.





3… 2… 1… Sex.

13 02 2008

Jeden Tag lese ich meine Newsfeeds, RSS ist ne feine Sache.

Was ich gestern bei Spiegel Online gelesen habe war aber doch sehr skurill. Da fragt man sich wirklich wo unsere Gesellschaft angekommen ist.

Eine Frau versteigert sich im Internet – gleich sechs Männer erstehen eine heiße Nacht mit ihr. Später merkt die Frau dann, dass sie schwanger geworden ist und schafft es doch wirklich per Gericht den Betreiber der Auktionsseite zur Herausgabe der Daten der Männer zu zwingen – sie kannte nur die Nicknamen.

Sollte die Dame nicht lieber mal zur BZgA geschickt werden? Wofür gibt es in der Schule die Erklärung was Verhütungsmittel sind? Gummi ist nicht nur ein Material für Autoreifen oder Fetischspielchen. Wer kennt nicht mindestens einen Spot der BZgA aus dem Radio, Fernsehen, Kino, Plakaten oder Printmedien?

Selbst wenn die Dame aus welchen Gründen auch immer der Meinung ist sich selbst und ihren Körper zu versteigern zu müssen sollte sie sich schützen und auch auf den Schutz der Männer bestehen.

„Mach’s mit – Kondome schützen“ heißt es immer. Das ist nicht nur ein Spruch von irgendwelchen spießigen Neunmalklugen. Ich bin mitnichten jemand der Andere belehren will oder überall als gutes Vorbild durchgeht aber ab und zu sollte man doch wirklich mal seine grauen Zellen nutzen.

Ein Kondom kann sehr effektiv eine Schwangerschaft verhüten und schützt die gute Dame auch vor allerlei Krankheiten – und somit auch die Männer die noch kommen mögen. Aids ist nicht nur eine Krankheit von Homosexuellen oder Randgruppen. Es kann jeden Treffen.

In diesem Sinne: Mach’s mit!