Bacon Jam

12 08 2012

Nachdem @billy79 einen Tweet von @princessCH retweetete, meinte ich, dass Bacon Jam was ganz leckeres ist.

Die Sorge von @princessCH, dass man Bacon Jam leider nicht ohne Weiteres kaufen kann, musste ich zwar teilen – doch ich weiß, dass man Bacon Jam auch ganz einfach selbst machen kann.

Wie bin ich auf die Idee gekommen? Irgendwann habe ich mal ein Onlineshop gesehen, der den Kram verkauft – allerdings nur in den Staaten. Anhand der deklarierten Zutaten und ein wenig Experimentierfreude habe ich mich daran gemacht, meinen eigenen Bacon Jam zu kochen.

Die Zutaten:

  • 400 g Bacon
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 4 EL brauner Zucker
  • 2-3 TL Chipotle-Tabasco
  • 1 Tasse extra starken schwarzen Kaffee
  • 4 EL Apfelessig
  • 5 EL Ahornsirup
  • 2 EL Balsamico

Die Zubereitung:

Schnappt euch eine Pfanne eures Vertrauens – sie sollte antihaftbeschichtet sein oder wie in meinem Fall, eine gut eingebrannte Stahlpfanne. Lasst bei niedriger Hitze den Frühstücksspeck langsam und nur in kleinen Portionen aus. Das Fett sollte schön ausgetreten sein und sich in der Pfanne sammeln. Die Streifen dürfen so lange die Hitze der Pfanne genießen, bis sie nicht nur braun, sondern auch ordentlich knusprig sind. Die fertigen Streifen wandern auf ein Stück Küchenrolle, welches überschüssiges Fett aufnimmt.
Sind alle Streifen fertig, schüttet das Fett in der Pfanne auf keinen Fall weg. Es wird gleich noch gebraucht.

Schnappt euch die Zwiebel und schneidet sie in kleine Würfelchen. Gebt 1-2 EL des Baconfetts von der Pfanne in einen Topf. Wenn ihr habt, schnappt euch am Besten einen beschichteten Topf oder kleinen Bräter. Ich persönlich nutze einen Emailletopf.
Nun werden die Zwiebelwürfelchen glasig gebraten. Jetzt kommt der braune Zucker dazu, lasst ihn vorsichtig ankaramellisieren aber nicht anbrennen. Löscht nun mit dem Kaffee, Apfelessig und dem Ahornsirup ab. Damit der Bacon Jam überhaupt den Namen verdient, muss jetzt der Bacon hinzu – allerdings nicht als komplette Streifen, sondern in kleinen Stücken – ein Messer müsst ihr hier nicht schwingen. Wenn der Speck wirklich knusprig gebraten wurde, kann er jetzt problemlos mit den Händen zerbröselt werden. Schmeckt das Ganze mit Pfeffer und Tabasco ab. Auf Salz könnt ihr verzichten, der Bacon liefert das Salz.
Anstelle von normalem Tabasco nehme ich gern Chipotle Tabasco – das gibt nicht nur etwas Schärfe, sondern auch ein leicht rauchiges Aroma.
Dreht jetzt den Herd auf die kleinste Stufe herunter und lasst die Masse köcheln. Nach 30 und 60 Minuten wird jeweils etwas Wasser (ca. 50 ml) hinzugegossen und dann das Ganze einfach weiter köcheln lassen. Nach 90 Minuten wird der Balsamico eingerührt und evtl. noch mal mit Pfeffer und Tabasco abgeschmeckt. Nun köchelt alles noch einmal ca. 30 Minuten weiter, bis ihr eine dicke zähe Masse habt. Füllt die Masse in ein sauberes und ausgekochtes Schraubglas und bewahrt es, wenn es abgekühlt ist, im Kühlschrank auf.

Wie lange es sich genau hält, kann ich euch leider nicht sagen – das müsst ihr selbst testen. Zwei Monate waren aber kein Problem bei mir. Solltet ihr über Erfahrungswerte verfügen, gebt hier doch mal bitte Bescheid.

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Martini Champignons

3 06 2012

Auf dem WGT habe ich mich mit einigen Leuten über die verschiedensten Rezepte unterhalten – dort habe ich auch meine Martini Champignons mit Penne vorgestellt.

@tichala war ganz begeistert und ich dachte eigentlich, das Rezept ist hier schon zu finden. Da dem nicht so ist, folgt es nun.

Zutaten:

  • 500 g frische Champignons
  • 500 g Penne
  • 5 Schweine-Minutensteaks
  • 1 Zwiebel
  • 100 ml Sahne
  • 100 ml Martini Bianco
  • 1 Stück Butter (25-50 g)
  • Mehl
  • Pfeffer, Salz, Paprika

Zubereitung:

Würzt die Minutensteaks und ab damit in die Pfanne. Während die Minutensteaks brutzeln, kocht die Penne al dente.
Stellt die fertigen Minutensteaks  zur Seite und gebt die Zwiebel in kleinen Würfeln in die Pfanne. Wenn diese glasig gebraten sind, fügt die Champignons in Scheiben hinzu. Das Ganze muss etwas braten, bis die Champignons braun und die ausgetretene Flüssigkeit verdampft ist. Löscht mit ¾ des Martini ab, gießt die Sahne hinzu, würzt es mit Salz, Pfeffer und Paprika. Lasst es einige Minuten einkochen. Nun kommt der Rest des Martini hinzu.
Sollte die Konsistenz noch zu flüssig sein, bindet die Soße mit Mehl ab.

Die Penne sollten inzwischen fertig sein, gießt sie in ein Sieb und wascht schnell den Topf aus. In den Topf kommt nun das Stück Butter, die Penne, die Minutensteaks in Streifen und die Martini Champignons. Das ganze nochmal kurz umrühren, brutzeln lassen.

Fertig.

Schnell und einfach eine wirklich leckere Mahlzeit.

Natürlich kann man die Martini Champignons auch einzeln als Beilage zu anderen Leckereien wie Schnitzel, Braten, Kartoffeln etc. machen.





Guinness-Brot

31 03 2012

In dem englischsprachigen Foodblog „The food in my beard“ (meiner Meinung dem Besten seiner Art) habe ich ein Rezept für Guinnessbrot gefunden. Dan, Mastermind hinter dem Blog, hat mir die Erlaubnis erteilt seine Rezepte in meinem Blog nachmal zu veröffentlichen.

Um es euch etwas einfacher zu machen, gibt es das Rezept nicht nur auf Deutsch, auch die Mengenangaben sind in Millilitern und Gramm. Da es in Deutschland eher selten selbsttreibendes Mehl gibt, habe ich das ganze auch mal für normales Mehl abgeändert.

Mein Ergebnis variiert optisch etwas vom Original – der Geschmack ist aber fantastisch.

Die Zutaten:

  • 400 g Mehl
  • 50 g Zucker
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 TL Natron
  • ½ TL Salz
  • 1 kleine Flasche (330 ml) Guinness
  • 75 g Butter

Schmelzt die Butter in einer Kasserole und stellt sie zu Seite.

Siebt das Mehl in eine Schüssel und gebt die restlichen trockenen Zutaten hinzu. Als Nächstes gießt die Flasche Guinness in die Schüssel. Probieren, ob das Bier noch gut ist, dürft ihr nicht – sonst reicht es nicht. Sollte der Bedarf bestehen, nehmt lieber eine weitere Flasche in die Zutaten auf 😉
Rührt das Ganze gut durch, mit der Küchenmaschine habe ich es nicht erst versucht, der Teig ist ziemlich schwer. Gerührt wurde bei mir mit einem Esslöffel und ordentlich Schmackes im Arm.

Fettet eine Kastenform und füllt den Teig ein – gehen muss dieser nicht. Auf dem Teig wird nun die geschmolzene Butter verteilt.

Das Ganze wandert für 60 Minuten bei 175° Grad Celsius in den vorgeheizten Backofen. Lasst das Brot anschließend ein paar Minuten ruhen und stürzt es dann aus der Form.

Lasst es euch schmecken.





Einfaches Pizzarezept.

3 03 2012

Bei einem meiner letzten Besuche bei @dbaezol kam die Sprache auf selbst gemachte Pizza. Ich bin ihm noch mein supereinfaches aber echt leckeres Rezept schuldig.

Hier die Zutaten:

  • 300g Mehl
  • 160 ml Wasser (lauwarm)
  • 1 Tütchen Trockenhefe
  • 3 EL Öl
  • 1/2 TL Salz

Alles in einer Schüssel vermischen, ordentlich kneten, den Teig nicht gehen lassen, dünn ausrollen, nach Belieben belegen und bei der maximalen Temperatur, die der Ofen hergibt, etwa 10-15 Minuten (immer mal nachschauen) backen.

Das Rezept reicht von der Menge her für gewöhnliches Backblech. Damit es auch noch reicht, um Käse in den Rand einzuschlagen, muss man etwas mehr Teig ansetzen.

Guten Hunger.





Geschüttelt – nicht gerührt.

4 02 2012

Nicht nur, wenn man im Dienste ihrer Majestät ist, findet man geschüttelt und nicht gerührt von Vorteil.

Manchmal braucht man auf die Schnelle etwas zum Kaffee und normaler Kuchen wäre zu schnöde doch ihr habt auch keine Lust ewig in der Küche zu stehen?
Nun ein Rezept für eine schnelle und leckere Torte – geschüttelt, nicht gerührt.

Ihr benötigt eine Schüssel mit einem gut schließenden Deckel – In Tupperware-Fachkreisen auch „Peng!-Schüssel“ genannt.

Hier nun die Zutatenliste:

  • 1 Torten- / Obstboden
  • 2 Becher Sahne
  • 2 Pck. Sahnesteif
  • 1 Pck. Vanillezucker

Je nach Geschmack:

  • 2 Dosen Mandarinen, inkl. Saft
  • 2 Pck. Paradies Creme Vanille

oder

  • 1 Glas Kirschen mit Saft
  • 2 Pck. Paradies Creme Schokolade

Nun die „komplizierte“ Zubereitungsart – es sollte selbst für Küchenlegastheniker kein Problem sein:
Gebt alles (außer den Boden 😉 ) in die Schüssel, verschließt sie gut mit dem Deckel und nun schüttelt das Ganze 3-5 Minuten so sehr ihr könnt. Ihr merkt, dass es fest wird. Nun öffnet die Schüssel und verteilt die Masse auf dem Tortenboden und stellt das Ganze eine Stunde in den Kühlschrank.

Fertig.





Mini-Oreo-Cheesecakes

21 11 2011

Es geht wieder auf Weihnachten zu – behauptet zumindest die Werbung und die Frauen die wie die Irren verkünden: „Alle Weihnachtsgeschenke sind gekauft!“ – warum so ein Stress?

Aber es soll ja auch Menschen geben, die jetzt dem Backwahn verfallen und die mehr Kekse und Kuchen backen als ein mittelständiges Unternehmen – vielleicht fehlt euch ja noch eine Idee, daher mal wieder ein Rezept von mir.

Käsekuchen, neudeutsch auch Cheesecake genannt, isst nahezu jeder, doch irgendwie ist das Ganze doch auch ziemlich langweilig.

Hier folgt nun mein Mini-Oreo-Cheesecake-Rezept, viel Spaß.

Als Erstes die Zutaten für 24 Minis:

  • 28 Oreo-Kekse
  • 500 g Doppelrahmfrischkäse
  • 200 g Zucker
  • 1 Becher Schmand
  • 1-2 Vanilleschote(n) – je nach gewünschter Vanilleintensität – ich nehme immer 2
  • 2 große Eier
  • 1 Prise Salz
  • 24 Muffinförmchen aus Papier
  • evtl. Zitronensaft

Wer eine Muffinform sein Eigenen nennt, sollte trotzdem nicht auf die Papierförmchen verzichten. Die vereinfachen das Entfernen aus der Form ungemein.

Während ihr den Teig zubereitet, heizt den Backofen auf 175 Grad vor.

Gebt den Doppelrahmfrischkäse in eine Schüssel und rührt ihn mit einem Handrührgerät cremig. Nach und nach wird nun der Zucker mit eingerührt, gefolgt vom Mark der ausgekratzten Vanilleschote, den zwei Eiern und der Prise Salz. Je nach Geschmack könnt ihr auch noch etwas Zitronensaft hinzugeben.

Nun zerkleinert ihr 4 Oreokekse. Diese werden mit einem Löffel untergehoben.
Stellt den Teig zur Seite um ihn etwas ruhen zu lassen und bereitet die Muffinförmchen zu.

Gebt in jede der 24 Muffinförmchen einen Oreokeks – im Anschluss werden die Muffinförmchen gleichmäßig mit dem Teig gefüllt. Jedoch solltet ihr darauf achten, die Förmchen nicht zu voll zu machen. Beim Backen gehen die Minikuchen auf und versauen euch sonst den ganzen Backofen.

Schiebt die Cheesecakes nun für 25 Minuten in den Ofen – während dieser Zeit dürft ihr euer Ergebnis nur von außen betrachten, ansonsten fallen euch die Minis sofort wieder zusammen. Wenn ihr den richten Zeitpunkt verpennt und die Cheesecakes etwas später heraus nehmt, auch kein Problem. Die Gefahr, dass etwas verbrennt, ist relativ gering, die Kuchen sind sehr tolerant.

Lasst die Minis nun gut abkühlen, ihr könnt sie auch in den Kühlschrank stellen. Sowohl kalt als auch bei Zimmertemperatur ein echter Genuss.

Warnung: Diese Kuchen machen süchtig!





Oreo-Eis.

13 08 2011

Vor einiger Zeit habe ich bei Twitter geschrieben, dass ich selbst gemachtes Oreo-Eis esse. Seit dem schulde ich euch das Rezept, besonders @Nadine_HAM wartet schon sehnsüchtig.

Das Rezept gibt es in zwei Varianten. Die erste Variante nutzt Instant-Pulver und ist für Leute, die nur kurz was zusammen rühren wollen. Variante Zwei richtet sich an die unter euch, die etwas mehr Zeit investieren wollen. Dafür bekommt ihr aber ein Eis, welches besser als die Instantvariante schmeckt und komplett selbst gemacht ist. Für das Instant-Rezept benötigt ihr keine Eismaschine, die zweite Variante habe ich bisher in einer Eismaschine gemacht, dürfte aber wahrscheinlich auch ohne funktionieren – wer will es ausprobieren?

Instant-Rezept

Zutaten:

  • Eiszauber für Milch
  • 300 ml Milch (nicht kälter als +6° C)
  • 50 ml kalter Kaffee
  • 6-8 Oreo-Kekse
  • 2-3 EL Schokoraspel
  • 1 Schuss brauner Rum

Um das Eis anzurühren, benötigt ihr noch ein hohes Rührgefäß, eine Plastikschüssel mit Deckel zum Einfrieren und ein Handrührer.

Gebt die Milch in das Rührgefäß und gießt den Kaffee dazu. Wer keinen Kaffee mag, erhöht die Milchmenge entsprechend. Nun rührt das Eiszauberpulver entsprechend der Beschreibung ein – 1 min bei niedrigster Stufe verrühren, 2 min bei höchster Stufe schaumig schlagen. Viertelt die Oreo-Kekse und gebt sie zusammen mit den Schokoraspeln in das Rührgefäß. Zum Schluss fügt ihr den Schuss Rum hinzu und rührt alles noch mal auf höchster Stufe durch.

Jetzt ist euer Eis fast schon fertig, ihr müsst die Masse nur noch in eine Schüssel umfüllen, Deckel drauf und einige Stunden in den Gefrierschrank damit.

Variante 2

Zutaten:

  • 250 ml Milch
  • 375 ml Sahne
  • 50 ml kalter Kaffee
  • 1 Vanilleschote
  • 5 Eigelb
  • 100 g braunen Zucker
  • 8-10 Oreo-Kekse
  • 30 g Schokoraspel
  • 1 Schuss Rum

Auch hier werden wieder ein Handrührer und eine Plastikschüssel mit Deckel benötigt, des Weiteren braucht ihr einen Topf, einen Kochlöffel und eine Eismaschine. Anstelle der Rührschüssel wird noch eine Metallschüssel gebraucht.

Halbiert die Vanilleschote und kratz das Mark aus der Schote. Das Mark wandert zusammen mit der Milch, 250 ml Sahne und der ausgekratzten Vanilleschote in einen Topf. Auf dem Herd kocht ihr das Ganze langsam auf. Während die Milch aufkocht, schlagt ihr die Eigelbe und den Zucker in einer Metallschüssel schaumig.

Wenn die Milch aufgekocht ist, fischt vorsichtig ihr die Vanilleschote heraus – Achtung: heiß!

Die Metallschüssel mit der Eigelbzuckermasse wird in ein Wasserbad gesetzt und die heiße Milch unter ständigem Rühren hinzugefügt. Schlagt das Ganze so lange weiter, bis es eine schaumig-cremige Konsistenz hat.
Dann wandert die Metallschüssel in ein kaltes Wasserbad und ihr rührt weiter, bis sich die Masse so weit abgekühlt hat, dass sie nur noch handwarm ist.  Zum weiteren Abkühlen wird die Metallschüssel in den Kühlschrank gestellt. Bis die Masse komplett erkaltet ist, kann es einige Zeit dauern.

Wenn alles aus dem Kühlschrank kommt, werden noch die restlichen 125 ml Sahne steif geschlagen und zusammen mit den geviertelten Oreo-Keksen, den Schokoraspeln, dem kalten Kaffee und dem Schuss Rum untergehoben.

Gießt alles in eure Eismaschine und bereitet das Eis wie gewohnt zu. Am Ende die Masse wieder in eine Plastikschüssel umfüllen und ins Gefrierfach damit.

Achtet bitte bei den Mengenangaben darauf, wie viel ihr in eure Eismaschine füllen könnt. Die Maximalmenge ist von Maschine zu Maschine unterschiedlich.

Viel Spaß beim Ausprobieren und lasst es euch schmecken!