Harmonische Bedienung.

27 01 2009

Ein weiteres Gadget hat in den Technikzoo Chaosblog Einzug gehalten.

Seit einiger Zeit war ich auf der Suche nach einer Möglichkeit die ganzen verschiedenen Fernbedienungen aus dem Wohnzimmer zu entfernen und nur noch eine Einzige zu nutzen. Das Problem an der Sache sind meine Anforderungen gewesen. Die neue Fernbedienung sollte zwar universell sein aber auch mit allen meinen Geräten zusammen arbeiten.

Hier stellt ein grausames Gemisch der verschieden Marken ein Problem dar. Außerdem wollte ich bei meiner Stereoanlage nicht auf die Möglichkeiten verzichten, den CD-Wechsler aus der Ferne zu bedienen oder aber die Menüs von Fernseher und Receiver mit der universellen zu steuern. Auch sollte die Neue Makros unterstützen.

Allein für so eine triviale Aufgabe wie fern sehen, benötigte ich bisher drei Fernbedienungen! Will ich fern sehen, muss ich logischerweise den Fernseher anschalten, dank Schüssel auf dem Balkon auch noch den Receiver aktivieren und für den passenden Klang die Anlage anschalten und den externen Eingang zu aktivieren. Ein weiterer, nicht zu verachtender Punkt, den Man(n) beachten muss, wenn er kein Junggeselle mehr ist: den WAF (Woman acceptance factor). Eine schnöde unifarbene, womöglich noch klobige Bedienung wird den Haussegen nicht fördern, dagegen sind Frauen ganz aus dem Häuschen wenn die Fernbedienung ähnlich zart geformt ist, wie sie selbst.

Mit dem ganzen Fernbedienungschaos ist jetzt endgültig Schluss!

Eine Harmony 525 von Logitech hat es geschafft von mir adoptiert zu werden. Logitech ist für mich eine Marke, mit der ich eigentlich nur gute Erfahrungen habe. Die Fernbedienung hat griffige Tasten, ein beleuchtetes Display, unterstützt bis zu 10 Geräte und besitzt die Möglichkeit Makros zu hinterlegen. Auf den ersten Blick interessant ist der MiniUSB-Anschluss mit dem die Fernbedienung bequem am Rechner konfiguriert wird, anstelle irgendwelche Codes eintippen zu müssen ohne sich sicher zu sein, welcher denn nun der Richtige ist. Doch hier patzt Logitech ein wenig.

Die Idee, die Gerätedatenbank online aktuell zu halten ist super – doch die Umsetzung ist eher etwas für den versierteren Anwender. Die Konfigurationssoftware ist eigentlich nichts anderes als ein aufgebohrter Webbrowser. Jede Aktion mit der Ausnahme des Aufspielens der neuen Einstellungen geht über das Netz. Diejenigen die keine schnelle DSL-Leitung haben, müssen wohl oder übel mehr Zeit beim Konfigurieren einplanen. Für die erste Konfiguration veranschlagt Logitech 45 min in der Dokumentation die der Fernbedienung beiliegt. Wobei Dokumentation eigentlich übertrieben ist. Es handelt sich um ein Faltblatt auf dem in 8 Schritten erklärt wird, wie man die Fernbedienung an den Rechner bekommt. Den Rest muss der Anwender selbst ausprobieren. Die Codes die für Unmengen an Geräten zu finden sind, sind leider nicht immer korrekt. So kommt die Fernbedienung nicht auf Anhieb mit meiner Stereoanlage und meinem Fernseher klar. Die angegeben 45 min. von Logitech sind aber auch stark untertrieben. Wer alle Funktionen der alten Fernbedienungen herüber retten will und gar noch Makros nutzen möchte, brauch viel mehr Zeit.

Doch dies ist kein Grund die Harmony gleich wieder zu entsorgen. Mit Hilfe der alten Fernbedienung kann man die Logitech programmieren. Diese ist lernfähig, zur Erkennung des gedrückten Codes muss sie allerdings an den USB-Anschluss angeschlossen werden und die orginale Fernbedienung auf den Sensor am unteren Ende der Harmony zeigen. Dies ist recht umständlich und zeitraubend, doch die Mühe lohnt sich.
Die Aktionen die man definieren kann erleichtern einem den Umgang mit seinen Multimediageräten erheblich.

Für einen Anwender, der weiß wie man mit dem Computer umgeht und auch bereit ist Zeit in die Konfiguration zu investieren, ist die Harmony eine empfehlenswerte Fernbedienung. Allen Anderen würde ich eher von der Harmony abraten.

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… Gold machen.

29 08 2007

Wer dachte sich nicht schon beim Anblick eines bestimmten Produktes, das damit aus Scheiße Gold gemacht wird?

So ging es mir heute einmal wieder. Ich bekomme ein paar Newsletter Rund um Computer und Elektronik. In einem wurde mir heute Multipot vorgeschlagen.

„… ein Tipp der exotischen Art: Bringen Sie Ihre Kleingeräte im Multipot unter! Adapter und Kabel im Korb und den Rest obendrauf.“

Sieht interessant aus, soll Ordnung schaffen bei dem ganzen Kabelwirrwar der unzähligen Ladegeräte und Netzteile im Haushalt. Den Pott gibt es in den Farben transparent, weiß, schwarz und bernsteinfarben. 152,25 Euro soll der Spaß kosten, Versand kommt noch drauf, ist nur innerhalb von den Niederlande gratis. 19 cm ist das Ding hoch und 23,5 cm Durchmesser.

Die Idee ist gut, die Kosten utopisch – Schwachsinn auch die Farbe transparent. Auch wenn Salat gesund ist – Kabelsalat will man, besser gesagt eher Frau nicht sehen. Mich stören die Kabel nicht, doch haben sie einen sehr, sehr niedrigen WAF.

Geht das nicht viel billiger? Dann schauen wir doch mal kurz bei Ikea vorbei, da gibt es den Papierkorb FNISS in rot, schwarz und transparent. Letzteres fällt schon mal weg – siehe WAF. Der Papierkorb kostet 1,99 ist 30 cm hoch und hat nen 29er Durchmesser. Passend dazu gibt es FOND, ein Platzteller aus Birke für 7 Euro. Damit wir auch Strom in der Tonne haben gibt es noch ne 5-fach-Steckdose RABALDER, das Doppelpack für 11 Euro

Was ich leider nicht gefunden habe ist eine Lichterkette aber die gibt’s in jedem Dekoladen oder Baumarkt. Loch in den Teller gebohrt, Mehrfachsteckdose rein, Netzteile und Lichterkette in die Tonne und einstecken, Teller drauf, Kabel in die Steckdose. Nehmen wir mal an, die Lichterkette würde (teure) 10 Euro kosten – da hätten wir immer noch über 120 Euro gespart – und wir haben eine 5-fach-Steckdose extra.

Der einzige Nachteil der Selbstbauvariante: Im Multipot gibt’s 5 Steckdosen für Netzteile, in unserer Version nur 4 – eine ist für die Lichterkette.

Jetzt brauchen wir nur noch einen ikeatypischen Namen für unser Gebilde. Nehmen wir doch FNONDER (FNiss-fONd-rabalDER)

Nachtrag:

Ich bin nicht der einzige der auf die Idee kommt schwedische Einrichtungsgegenstände einem neuen Verwendungszweck zuzuführen. Bei den IkeaHackern findet man noch mehr…