Monster-Login Reloaded.

9 02 2010

Vor ca. 2 Jahren habe ich bereits über ein Problem unter von KDE unter Linux bei bestimmten Grafikkarten geschrieben.

Bisher hat es, wie im alten Beitrag beschrieben, geholfen die Option „NoDDC“ zu setzen.

Im aktuellen KDE4 funktioniert dies allerdings nicht mehr. Doch auch hier kann man sich mit ein wenig Anpassung in einer Datei Abhilfe schaffen. In der Datei „/etc/kde4/kdm/kdmrc“ sucht man folgende Zeile:

ServerArgsLocal=-nolisten tcp

Dort fügt man „-dpi 96“ hinzu:

ServerArgsLocal=-nolisten tcp -dpi 96

Auch hier funktioniert nach einem Neustart wieder alles wie gewohnt.

Werbeanzeigen




Ein Apfel fällt nicht weit vom (Produkt)Stamm.

28 01 2010

Gestern war es soweit.
Alle Welt hat ihn erwartet. Den Auftritt des Gurus, der Messias der Gadgets. Wenn Steve ruft kommen sie alle!

Sie dürsten nach seiner Erlösung, seinen Ideen, seinen neuen Produkten. Das Geld sitzt locker, die Kreditkarte ist gezückt und der Mauszeiger schon auf dem „Kaufen“-Button.

iPad - Image Courtesy of Apple

iPad - Image Courtesy of Apple

Nach unzähligen Gerüchten, Vermutungen und Analysen hat Steve Jobs gestern das iPad vorgestellt. Das Bindeglied zwischen iPhone und MacBook.

Ich habe die Keynote mitverfolgt und möchte nun mal meinen Senf dazu abgeben.

Ein Hinweis an all die oben beschrieben Mac-Jünger: Weiter lesen auf eigene Gefahr.

Ein Tablet ist es geworden, das iPad.

Ein Gerät, je nach Ausstattung mit WLan oder auch zusätzlichem UMTS. Klingt verdammt nach einem iPhone.

Genau dass ist es eigentlich auch. Man nehme ein iPhone, einen Strohhalm und jemanden mit guten Lungen. Strohhalm ins iPhone gesteckt und kräftig pusten.

Fertig ist das iPad.

Da ist es auch nicht verwunderlich, dass iPhone/iPod-Anwendungen auf dem iPad laufen. Entweder in ihrer ursprünglichen, nativen Auflösung oder ebenfalls wieder aufgeblasen und hoch skaliert. Was für ein Feature.
Es soll jetzt hier nicht der Verdacht aufkommen, ich will Apple oder die Produkte von Apple schlecht machen.

Mitnichten!

Das Problem ist einfach das Preis/Leistungsverhältnis.
Apple baut qualitativ hochwertige Produkte kombiniert mit einem erstklassigen Design – sieht man mal von der hässlichen Antennenabdeckung des UMTS-iPad ab, welche einfach nur hässlich ist.

Ein Laptopgehäuse, aus einem Stück gefräst, ein Telefon und MP3-Player mit Touchscreen, Betriebssysteme die ohne großen Aufwand laufen. All das kann man Apple zu gute halten. Doch die Preise sind einfach zu teuer.
Vergleicht man die reine Hardware eines MacBook mit einem „normalen“ Laptop mit der gleichen Ausstattung, so kommt man außerhalb des Apple-Kosmos um einiges günstiger weg.
Viele werden jetzt OS-X in den Raum werfen, ein Betriebssystem welches doch um so vieles einfach ist als Windows, Linux, xBSD, Solaris etc. pp.

Stimmt, wenn man beachtet, das OS-X auch aus der BSD-Ecke kommt.

Genauso muss man sich im gleichen Atemzug überlegen, auf welcher Hardware läuft OS-X ohne Probleme?
Auf Apple-Geräten. Somit kommt Betriebssystem und Hardware aus einem Hause, ist somit perfekt aufeinander abgestimmt.

Die Betriebssysteme der Mitbewerber sind einfach für eine breitere und auch offenere Hardwarelandschaft gedacht.
Eier legende Wollmilchsäue gibt es halt (noch) nicht.

Entweder eine Hardware läuft mit einem Betriebssystem und das absolut angepasst oder aber man hat ein universelles Betriebssystem für universelle Hardware.

Ein Ferrari ist auch schnell, schick, verdammt teuer und für einen Umzug, den Wohnwagen oder aber den Ausflug ins Gelände absolut ungeeignet. Ein Universal-Motor-Gerät (Unimog) dagegen fährt mit einem durch den Wald, zieht den größten Wohnwagen ohne Probleme und man kann auch mal das halbe Ikea-Sortiment mit transportieren wenn es denn wirklich sein muss.

Nun aber zurück zum iPad.

An sich keine schlechte Idee – doch nichts neues. Tablets gibt es schon länger. Die Telekom und Siemens haben vor Jahren ihre gemeinsame Idee eines Surftablets vorgestellt, dass SimPad. Wie aber so oft in der Geschichte der IT waren sie einfach zu früh, der Markt noch nicht reif für solch eine Produktkategorie.

Das iPad bietet 10 Stunden Laufzeit bei der Videowiedergabe. Eine feine Sache – doch wieso konnte man keinen USB-Anschluss in Standardgröße einbauen? Statt dessen ein 30-poliger Syncanschluss. Über diesen kann man zwar den Akku laden – doch muss man immer das passende Kabel dabei haben.

Das iPad kann als Kalender und Bilderrahmen genutzt werden. Genial! Ich wollte schon immer mal einen Kalender mit Bilderrahmen haben und dafür 400-800$ zahlen.
Man gönnt sich ja sonst nichts!

Klar, das iPad hat auch noch mehr zu bieten. Es kann Musik abspielen. MP3, Apple Lossless, AIFF, Wave und AAC. Was ist aber mit Flac, Ogg? Fehlanzeige! Auch bei den unterstützten Videoformaten ist das iPad nicht gerade ein Formatwunder! MP4 und Mov. Immer schön verschlossen durch die Welt gehen und die eigenen Formate unterstützen, es könnte ja sonst ein „feindlicher“ Medienstore die Marktanteile von Apple abgreifen wollen.

So verschlossen wie sich das iPad gegenüber fremden Audio- und Videoformaten gibt,  um so offener ist es wenn es darum geht einen Stück vom aufkommenden Ebook-Kuchen abzubekommen.

Amazon hat das Kindle, Apple das schicke iPad.

Doch mal im Ernst, wer will sich auf einem Spiegel ein Buch durchlesen?
So viele Vorteile wie eine Glasplatte bietet, wie z.B. die (relative) Kratzerunempfindlichkeit und die einfachere Reinigung als ein mattes Display, so nachteilig ist es wenn man nicht absolut optimale Lichtverhältnisse hat.

Was wieder belächelt wurde, ist Apples Einstellung zu Flash. Wieder so ein „Teufelszeug“ von der Konkurrenz – deshalb unterstützt man es nicht.

Die Gründe dafür wird Apple wohl wissen. Sei es die einfach Möglichkeit mit Flash-Anwendungen am Appstore „vorbei“ Anwendungen anzubieten oder die benötigte Rechenleistung die mit einer Laufzeitverkürzung einher geht, es ist egal. Von mir aus, kann man auf Flash verzichten. Es gibt genug Alternativen.
Es gibt aber zwei absolute NoGo-Kriterien für mich!
Erstens, ich kann nicht nach belieben Programme installieren wie ich das will.
Wenn ich eine (Un-)Menge Geld für Hardware bezahle, will ich auch frei entscheiden welche Programme ich dort zu welchem Zweck drauf haben will – frei von irgendwelchen Leuten die eine Vorauswahl für mich treffen. Ich bin alt genug um zu wissen, was ich mache!
Doch nicht einmal die im AppStore verfügbaren Programme kann ich so nutzen wie ich es will – das zweite NoGo-Kriterium: fehlendes Multitasking.

Multitasking – Ein Fremdwort für Apples mobile Gadgets!

Wieso sollte man auch mehrere Programme gleichzeitig ausführen wollen? Hexenwerk!

Alternativen zum iPad sind für mich z.B. das Archos 5 Internet Tablet oder Archos 9 PCtablet.
Hardware mit der ich tun und lassen kann, was ich will. Das Archos 5 Internet Tablet läuft mit Android, einem Linux und das Archos 9 PCtablet mit Windows 7. Beides Plattformen bei denen man so ziemlich alles machen kann was man will. Sollte einem Windows 7 nicht gefallen, lässt es sich dank Netbook-Hardware auch ohne weiteres gegen ein anderes Betriebssystem austauschen.

Jedoch muss jeder am Ende für sich selbst entscheiden, was er brauch und was nicht. Wie wichtig ihm Design ist und auch was er bereit ist auszugeben.

Geschmäcker sind bekanntlich und zum Glück verschieden!





Linux-Sleeptimer

30 01 2009

Hier ein kleiner Tipp für Linux-Neulinge oder Konsolen-Unkundige.

Nichts wirklich Neues aber trotzdem wissenswert.

Ich wurde von einem Windows-Umsteiger gefragt ob es denn ein Tool gibt welches er sich installieren könnte, um einen Sleep-Timer zu realisieren. Er möchte Abends gerne Podcasts oder Hörbücher hören oder mal einen Film schauen. Dabei schläft er immer ein, möchte aber den Laptop nicht die ganze Nacht laufen lassen. Unter Windows hätte er sich ein Programm installiert, welches den Laptop nach einer bestimmten Zeitspanne automatisch runter fährt.

Unter Linux ist garkein Tool erforderlich.

Es reichen vorhandene Bordmittel. Folgender Befehl in der Konsole eingegeben fährt den Rechner in 45 Minuten herunter:

shutdown -h +45

Natürlich kann man die Zeit beliebig wählen.





Super-Kuh-Kräfte

4 09 2008

Da es immer wieder Menschen gibt mit denen der Saft nicht ist, möchte ich hier helfen.

Ich bin kein Magier oder ähnliches. Ich möchte nur Aufzeigen wo die Super-Kuh-Kräfte her kommen und was Elefanten in Schlangen zu suchen haben.

Ein „apt-get –help“ auf einem Debian bringt unter anderem die Aussage „Dieses APT hat Super-Kuh-Kräfte.“ zum Vorschein. Hat man auch noch aptitude installiert, bekommt man bei „aptitude –help“ die Aussage, das aptitude keine solchen Fähigkeiten besitzt: „Dieses Aptitude hat keine Super-Kuh-Kräfte.“.

Man kann aber noch viel mehr aus beiden Programmen heraus bekommen:

chaosblog@fuckup:~# apt-get moo
         (__)
         (oo)
   /------\/
  / |    ||
 *  /\---/\
    ~~   ~~
...."Have you mooed today?"...
chaosblog@fuckup:~# aptitude moo
In diesem Programm gibt es keine Easter Eggs.
chaosblog@fuckup:~# aptitude -v moo
In diesem Programm gibt es wirklich keine Easter Eggs.
chaosblog@fuckup:~# aptitude -vv moo
Habe ich nicht bereits erklärt, dass es in diesem Programm keine Easter Eggs gibt?
chaosblog@fuckup:~# aptitude -vvv moo
Hör auf!
chaosblog@fuckup:~# aptitude -vvvv moo
Okay, wenn ich Dir ein Easter Egg gebe, wirst Du dann aufhören?
chaosblog@fuckup:~# aptitude -vvvvv moo
Gut, Du hast gewonnen.

                               /----\
                       -------/      \
                      /               \
                     /                |
   -----------------/                  --------\
   ----------------------------------------------
chaosblog@fuckup:~# aptitude -vvvvvv moo
Was das ist? Natürlich ein Elefant, der von einer Schlange gefressen wurde.

Möge der Saft mit euch sein. [1]





Suchbegriffe im Juni.

2 07 2008

Es ist wieder einmal Zeit für ein „Best of Suchbegriffe“.

Diesen Monat war wie immer das übliche Grundrauschen zu Waffen aller Art und den gängigsten Sexpraktiken dabei. Da die Leute ja zu mir kommen weil sie was suchen, versuche ich ihnen mal wieder zu helfen…

  • nerd 42 – wieso suchst du danach? Du hast doch schon die Antwort, 42!
  • wasser anbrennen lassen – viel Erfolg dabei. Du kannst ja auch mal versuchen eine Grillfackel auszupusten, einen Zebrastreifen unter Naturschutz zu stellen oder aber mit einem Tiefenmesser dir eine Scheibe Intelligenz abzuschneiden
  • gabryele pauly nackyg – bei dir ist wohl das „i“ kaputt? Wie dem auch sei, Gabriele Pauli ist kein Fake – trotzdem wirst du sie hier nicht finden.
  • linux kopfrechnen – Linux kann zwar viel – fürs Kopfrechnen braucht Linux aber noch Brain 2.0 mit den Softwarepaketen „Kindergarten – Extreme“ und „Grundschule basics“
  • sexspiele fliegenklatsche – immer die Leute die moderne Technik ablehnen – frag deinen Kollegen der bei mir schon nach Sexspielen mit der Elektro-Fliegenklatsche gesucht hat.
  • 40 nächte streaming – Glaub mir, keiner will dir 40 Nächte bei deinen Spielen mit der Fliegenklatsche zusehen. Um es genau zu nehmen, will es keiner sehen – egal ob 40 Nächte oder auch nur eine Attosekunde.
  • erstens – Du findest hier erstens den besten Blog der Welt und zweitens habe ich hier die Macht 😉
  • googlegoogle – Google kommt von Googol. Das ist 10100 – Also ist googlegoogle dasselbe wie (10100)2. Das Ergebnis lautet für alle, die des Kopfrechnens nicht mächtig sind: 10200

Ich bin ja mal gespannt ob es diesen Monat Suchbegriffe gibt, die alles Dagewesene übertreffen. Das Wetter ist ja bestens dazu geeignet das man Ausfallerscheinungen bekommt.





Vervollständigen bitte.

1 07 2008

Viele nutzen Funktionen zur Autovervollständigung. Sei es beim Programmieren, bei der Eingabe von URLs oder bei Formulareingaben.

Das ganze geht auch unter Linux oder jedem anderen Betriebssystem auf dem die Bash als Eingabeshell läuft. Ein beherzter Druck auf die Tabulator-Taste vervollständigt, wenn möglich, die aktuelle Eingabe. So ergibt z.B. ein „apt-g“ nach dem Druck auf die Tabulator-Taste „apt-get„. Teilweise kann die Bash noch mehr, dafür gibt es das Paket „bash_completion„. Damit kann man nach der Eingabe von „apt-get install
mozilla-thun
“ den Paketnamen vervollständigen lassen. Das hilft bei apt-get ungemein – nicht jeder kann sich die aktuelle Nummer von Libs und ähnlichem merken und nicht immer gibt es Meta-Pakete.
Sollte die Vervollständigung bei manchen Usern funktionieren und bei manchen Usern nicht, schaut mal in die „.bashrc„-Datei im entsprechenden Homeverzeichnis ~

Dort müssen folgende Zeilen vorhanden sein und sie dürfen nicht auskommentiert sein:

if [ -f /etc/bash_completion ]; then
    . /etc/bash_completion
fi

Nach einem Aus- und wieder Einloggen funktioniert die Vervollständigung wieder im gewohnten Ausmaß.





Windows-Schriftarten unter Linux.

27 02 2008

Der ein oder andere Linuxer hätte gerne die Schriftarten die es auch unter Windows gibt.

Für OpenSuse gibt es gibt es hier ein HowTo.

Nutzer anderer Distributionen, die ihr Windows noch auf einer anderen Partition haben und KDE nutzen können die vorhandenen Schriftarten recht schnell integrieren.

Schriftarten hinzufügenUnter Systemverwaltung -> Schriftarteninstallation klickt man auf den Button „Systemverwaltermodus“. Nach der Passworteingabe wird das Fenster Rot umrandet. Ein Klick auf „Schriftarten hinzufügen“ öffnet ein Fenster in dem man die bisherigen Schriftarten auswählen kann. Strg + A wählt alle Schriftarten aus und ein Klick auf Öffnen integriert die vorhandenen Schriften in das System.