Die dunkle Seite der Macht.

8 12 2007

Heute ist es soweit. Um 20:00 Uhr soll für sagenhafte 5 Minuten das Licht ausgeschalten werden. Damit wir uns endlich mal um unsere Umwelt kümmern und weniger CO2 ausstoßen.

Die Mächte die Deutschland verdunkeln wollen sind BILD, BUND, Greenpeace, WWF, Google und Pro7.

Macht das ganze Sinn? Heise hat die Rechnung aufgestellt. Die Abschaltung des Lichtes von 5 Minuten bringt eine Einspaarung 0,01 Promille mit sich. Damit ist das ganze eher eine symbolische Aktion – RWE-Mitarbeiter befürchten sogar einen kompletten Zusammenbruch es Stromnetzes.

Wenn nach 5 Minuten Dunkelheit alle wieder im Hellen sitzen wollen, dann kommt es zu Lastspitzen die nicht abgefangen werden können. Sollte wirklich das Netz zusammen brechen, dann sollte man sich ernsthafte Gedanken über unsere Infrastruktur machen, so haben zum Beispiel Frankreich und Australien solche Aktionen hinter sich ohne das was passiert ist.

Black GoogleGoogle zeigt uns heute allen schon das wir das Licht ausmachen sollen – mit einer schwarzen Seite. Damit lässt sich zumindest theoretisch wirklich einiges an Strom sparen. So verbraucht ein Röhrenmonitor mehr Strom wenn er weiße Flächen darstellt, als wenn er schwarze Stellen darstellt. Ist allerdings ein Flachbildschirm in Benutzung, so wird sogar mehr Strom verbraucht.

Die Idee ist aber auch nicht wirklich neu.

Blackle

Die Suchmaschine Blackle nutzt die Google-Daten und bietet eine eigene Eingabemaske an. Diese ist immer schwarz. Nicht nur an einem Aktionstag. Wer also einen Röhrenmonitor nutzt und minimal Strom sparen möchte nutzt einfach Blackle. 😉 Auf der Seite von Blackle wird auch Angezeigt, wieviel Strom zumindest theoretisch gespart wird.

Ein Wort noch am Rande – ich werde mich ausführlicher in einem eigenen Post dazu äußern. Ich weiß das Strom nicht verbraucht werden kann und Strom die gerichtete Bewegung von Ladungsträgern, zum Beispiel von Elektronen oder Ionen beschreibt. Umgangssprachlich wird der Begriff Strom aber für den Energiebedarf benutzt. Ich möchte hier keine Doktorarbeit schreiben sondern einfach mit Worten die jeder versteht Sachverhalte klären.

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Zielgruppenorientierte Werbung.

2 09 2007

Nach meiner digitalen Revolution hat der Unruheherd weitere Intelligenz gegenwärtiges Werbung gefunden. Nun führe ich die Reihe fort.

„Du Mama…“

„Ja?“

„Wenn Papa tot ist, kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof.“

Das ist doch schön. Die Plagen wissen schon wie sie unserer Lebensversicherung verzocken. Das zeigt uns zumindest Cosmos Direkt. Die Tochter will einen Ponyhof, die Frau ne Finca. Wieso dann ne Lebensversicherung abschließen?

„Ich glaub wir sind zu gut versichert.“

Da schnapp ich mir doch lieber ne Geliebte und verbring mit ihr meinen Lebensabend und bring auch mit ihr mein Erspartes unter die Leute – das kurbelt die Wirtschaft an und sorgt dafür, dass die vorhandenen Mordpläne meiner Tochter und meiner Frau umsonst sind.

Nach so einem heiße Thema ziehen wir uns lieber warm an. Dank dem neuen Colgate Max Fresh stehen wir im Skianzug im Bad und putzen die Zähne. Ja nee, ist klar. Also ich wohn weder im ewigen Eis, noch habe ich vergessen die Heizkosten zu bezahlen.

Die Explosion ultimativer Frische möcht ich nicht erleben. Ich hab noch alle Zähne im Mund und so soll es auch bleiben – da kann mir so eine Explosion gestohlen bleiben. Die einzige Person die mit Explosionen Zähne putzt – und Fische fängt ist, Chuck Norris. Eine Stange Dynamit am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen, sowie Plaque, Zahnstein und Zahnbelag.

So cool wie Colgate ist, kann man sich sicher auch das Hirn mit vereisen. Das hat einen ähnlichen Effekt wie LSD. Auf solch einem Trip müssen die Werbefuzzis, PR-Magnaten von Congstar sein.

Das letzte Mal, das ich solche Bilder gesehen hab, war bei Monty Python Ihre poppig bunte Werbung mit Handys, fliegenden @’s, Burgerschachteln und Mündern kann nur einem Vollrausch entstanden sein.

Für mich hat die Fast-Food-Congstarwerbung einen faden Beigeschmack. Ab und an ist Fast-Food ok, auf Dauer bringt’s aber nur Gesundheitsschäden mit sich.

Zum Schluss noch eine ältere Werbung – speziel für alle Biologen, Genetiker, Informatiker und Elektroniker. Simyo. Weil einfach, einfach einfach ist.

Da nimmt man sich ne alte Sim-Karte, tröpfelt da ein wenig Nährmedium auf und bringt das Einfachheitsgen auf. Ist das nicht toll? Jetzt können schon Gene auf Simkarten verpflanzt werden. Nach genmanipulierten holländischen Tomaten, bestrahltem Soja jetzt auch noch genmanipulierte Simkarten. Wo bleibt da Greenpeace oder die BITKOM?

Für welche Zielgruppen all die Werbung auch gemacht sein soll, ich bin scheinbar zu unnormal als das mich auch nur eine von ihnen anspricht.