Der Hase ist tot, es lebe der Hase!

12 08 2011

Einige von uns nennen sie ihr eigen, die kleinen possierlichen Häschen, von ihrem Erfinder Nabaztag getauft. Was erfreuten wir uns nicht an ihrem Geblinke, an ihrem Gebrabbel – nicht zu vergessen das zaghafte Winken ihrer süßen Öhrchen.

Doch nun sind sie nur noch ein lebloser Haufen Plastik, Leiterbahnen und Silizium. Mindscape, der Hersteller unserer Gadgets hat zum 27. Juli 2011 seine Nabaztag-Server abgeschalten. Rund 10.000 Nabaztag quitierten ihren Dienst. Verzweifelt versuchen sie sich zu den Servern von Mindscape zu verbinden – nur um es deprimierend mit 3 orang glühenden LEDs resigniert zu beenden. Doch in den Hasen steckt der Überlebenswille. Immer und immer wieder versuchen sie sich zu verbinden – vergebens. „Nach Hause telefonieren“ funktioniert nicht mehr und Standalone wollen unsere Hasen nicht, sie sind Rudeltiere, fühlen sich nur in der Cloud wohl.

Soll es das schon gewesen sein? NEIN!

Ihr könnt eure Hasen wiederbeleben. Inzwischen finden sich im Netz einige Server für euren Hasen – ihr könnt mit Paketen wie z.B. OpenNab oder OpenJabNab euren eigenen Server aufsetzen. Wie das genau funktioniert, erfahrt ihr auch auf meinem Blog.

Hier nun erst mal eine Anleitung wie ihr einen vorhandenen Server einstellt.

Zieht das Netzteil eures Hasen aus der Steckdose. Beim Wiedereinstecken haltet den Knopf auf der Oberseite des Hasens kurz gedrückt, bis seine LEDs blau leuchten. Nun könnt ihr euch via WLAN mit dem Hasen verbinden. Wenn ihr euch die verfügbaren drahtlosen Netze anzeigen lasst, taucht eines mit den Namen „NabaztagXY“ auf – die letzten beiden Buchstaben sind von Nabaztag zu Nabaztag verschieden.

Steht die Verbindung zum Nabaztag-Netz steht, startet ihr einen Broswer, tippt in der Adresszeile: http://192.168.1.1 ein und öffnet diese Seite.
Auf der Nabaztag-Seite werdet ihr mit „You are now connected to your Nabaztag“ begrüßt. Durch einen Klick auf „Click here to Start“ landet ihr in der Konfigurationsoberfläche eures Hasen.

Wenn euer Hase schon mit eurem WLAN funktioniert hat, müsst ihr nichts ändern. Scrollt nun ganz nach unten auf der Seite, ihr kommt zu den „Advanced Settings“. Dort gibt es einen Abschnitt „General Info“ – wichtig ist hier das Eingabefeld „Violet Platform“ – im Originalzustand steht dort „r.nabaztag.com/vl“ – dies muss nun mit der Adresse eines geeigneten alternativen Server ersetzt werden.

Das Schema ist immer das Selbe: „[subdomain.]server.tld/vl“ – ein freier Server ist beispielsweise „ojn.psnet.fr/vl“. Die Änderungen werden via Klick auf „Update and Start“ übernommen und euer Hase startet neu. Die Verbindung zum Nabaztag-WLAN ist damit auch beendet und ihr könnt euch wieder mit dem gewohnten Netz verbinden. Wenn alles gut gegangen ist, „atmet“ euer Hase wieder wie gewohnt vor sich hin.

Damit euer Hase nun wieder die Zeit ansagt, seine Taichi-Übungen durchführt oder ähnliches vollführt müsst ihr euren Hasen bei dem Server anmelden und konfigurieren. Für den genannten Server geschieht dies unter „http://ojn.psnet.fr/ojn_admin“

Achtung: Die Oberfläche des Hasenservers ist nahezu komplett in Franzözisch gehalten. Ein paar Französisch-Kenntnisse oder ein Übersetzungstool helfen aber weiter – doch euer Hase spricht auch dann nur französisch mit euch.

Diese Einschränkungen könnt ihr umgehen wenn ihr einen eigenen Server aufsetzt und die Sourcen anpasst, evtl. stelle ich auch meinen Server zur Verfügung – kommt ganz auf die Nachfrage an – wenn also Interesse besteht, hinterlasst mir einen Kommentar.

In diesem Sinne: Rettet die Hasen!

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Stöckchen: Mobile Zeitreise

19 06 2011

Nach einiger Zeit ist hier im Blog mal wieder ein Stöckchen gelandet, „Schuld“ daran ist der liebe Daniel. Es geht um mobile Kommunikation und deren Anfänge. Naja, nicht die Anfänge im Allgemeinen, sondern die persönlichen Anfänge.

Doch lest selbst.

Welches war dein erstes Handy?

Es war ein Ericsson A1018s im American Football Set, dies beinhalte neben dem Handy und Ladegerät ein Headset sowie eine Neoprenhandytasche mit blau eloxiertem Karabinerhaken. Selbst heute ist das Handy noch funktionstüchtig, nur der Akku hat den Geist aufgegeben.

Wieviele Handys hattest du seitdem?
Inklusive dem A1018s waren es 11 Stück.

Besitzt du schon ein Handy Baujahr 2010-2011 (Smartphone, iPhone, Blackberry…)?
Ich hatte letztes Jahr ein Sony Ericsson XPERIA X10 gewonnen, welches brav seine Dienste tut.

Wenn ja, welches System läuft auf deinem Handy (Android, iOS, Symbian, Win 7,…)
Aktuell Android 2.1, laut Ankündigungen von Sony Ericsson kommt allerdings in ca. einem Monat das Update auf  Gingerbread (Android 2.3)

Bist du zufrieden mit deinem Handy, oder gibt es etwas, was dich daran stört?
Eigentlich bin ich ganz zufrieden damit. Ab und zu reagiert es leider doch etwas träge und die lange Wartezeit auf das Android-Update nervt.

Wofür benutzt du dein Handy am meisten – telefonieren oder simsen?
Ich telefoniere recht wenig mit meinem Handy, SMS schreibe ich auch kaum. Anstelle zu telefonieren nutze ich meist Skype und die SMS wurde durch WhatsApp nahezu verdrängt. Am meisten nutze ich mein Handy zum Mails lesen und zum Twittern. Man muss ja immer am Ball bleiben 😉

Prepaid oder Vertrag?
Seit einer geschätzten Ewigkeit Prepaid. Kommt mich auf Dauer billiger.

Ich nutze mein Handy auch als ….
Kalender, Notizbuch, Kamera, Navi

Hast du noch eins deiner alten Handys in irgendeiner Schublade herumfliegen und wenn ja, welches?
Da habe ich noch Einige.

  • Ericsson A1018s (Akku defekt)
  • Nokia 3330 (Akku defekt)
  • Nokia 6100 (Akku defekt)
  • Nokia 5200 (Mikrokapsel defekt, Riss im Cover)
  • Motorola E770V
  • LG KU 990 Viewty

Denkst du darüber nach, dir ein neues Handy zuzulegen?
Aktuell bleibe ich bei meinem X10, natürlich schaut man sich aber auch nach neuen Geräten um.

Wenn ja, hast du schon eins ins Auge gefasst (Marke, Modell)?
Aktuell finde ich das Samsung Galaxy S2 ganz interessant.

Mein Stöckchen werde ich weiter an Christian, Bettina und Constantin.





Harmonische Bedienung.

27 01 2009

Ein weiteres Gadget hat in den Technikzoo Chaosblog Einzug gehalten.

Seit einiger Zeit war ich auf der Suche nach einer Möglichkeit die ganzen verschiedenen Fernbedienungen aus dem Wohnzimmer zu entfernen und nur noch eine Einzige zu nutzen. Das Problem an der Sache sind meine Anforderungen gewesen. Die neue Fernbedienung sollte zwar universell sein aber auch mit allen meinen Geräten zusammen arbeiten.

Hier stellt ein grausames Gemisch der verschieden Marken ein Problem dar. Außerdem wollte ich bei meiner Stereoanlage nicht auf die Möglichkeiten verzichten, den CD-Wechsler aus der Ferne zu bedienen oder aber die Menüs von Fernseher und Receiver mit der universellen zu steuern. Auch sollte die Neue Makros unterstützen.

Allein für so eine triviale Aufgabe wie fern sehen, benötigte ich bisher drei Fernbedienungen! Will ich fern sehen, muss ich logischerweise den Fernseher anschalten, dank Schüssel auf dem Balkon auch noch den Receiver aktivieren und für den passenden Klang die Anlage anschalten und den externen Eingang zu aktivieren. Ein weiterer, nicht zu verachtender Punkt, den Man(n) beachten muss, wenn er kein Junggeselle mehr ist: den WAF (Woman acceptance factor). Eine schnöde unifarbene, womöglich noch klobige Bedienung wird den Haussegen nicht fördern, dagegen sind Frauen ganz aus dem Häuschen wenn die Fernbedienung ähnlich zart geformt ist, wie sie selbst.

Mit dem ganzen Fernbedienungschaos ist jetzt endgültig Schluss!

Eine Harmony 525 von Logitech hat es geschafft von mir adoptiert zu werden. Logitech ist für mich eine Marke, mit der ich eigentlich nur gute Erfahrungen habe. Die Fernbedienung hat griffige Tasten, ein beleuchtetes Display, unterstützt bis zu 10 Geräte und besitzt die Möglichkeit Makros zu hinterlegen. Auf den ersten Blick interessant ist der MiniUSB-Anschluss mit dem die Fernbedienung bequem am Rechner konfiguriert wird, anstelle irgendwelche Codes eintippen zu müssen ohne sich sicher zu sein, welcher denn nun der Richtige ist. Doch hier patzt Logitech ein wenig.

Die Idee, die Gerätedatenbank online aktuell zu halten ist super – doch die Umsetzung ist eher etwas für den versierteren Anwender. Die Konfigurationssoftware ist eigentlich nichts anderes als ein aufgebohrter Webbrowser. Jede Aktion mit der Ausnahme des Aufspielens der neuen Einstellungen geht über das Netz. Diejenigen die keine schnelle DSL-Leitung haben, müssen wohl oder übel mehr Zeit beim Konfigurieren einplanen. Für die erste Konfiguration veranschlagt Logitech 45 min in der Dokumentation die der Fernbedienung beiliegt. Wobei Dokumentation eigentlich übertrieben ist. Es handelt sich um ein Faltblatt auf dem in 8 Schritten erklärt wird, wie man die Fernbedienung an den Rechner bekommt. Den Rest muss der Anwender selbst ausprobieren. Die Codes die für Unmengen an Geräten zu finden sind, sind leider nicht immer korrekt. So kommt die Fernbedienung nicht auf Anhieb mit meiner Stereoanlage und meinem Fernseher klar. Die angegeben 45 min. von Logitech sind aber auch stark untertrieben. Wer alle Funktionen der alten Fernbedienungen herüber retten will und gar noch Makros nutzen möchte, brauch viel mehr Zeit.

Doch dies ist kein Grund die Harmony gleich wieder zu entsorgen. Mit Hilfe der alten Fernbedienung kann man die Logitech programmieren. Diese ist lernfähig, zur Erkennung des gedrückten Codes muss sie allerdings an den USB-Anschluss angeschlossen werden und die orginale Fernbedienung auf den Sensor am unteren Ende der Harmony zeigen. Dies ist recht umständlich und zeitraubend, doch die Mühe lohnt sich.
Die Aktionen die man definieren kann erleichtern einem den Umgang mit seinen Multimediageräten erheblich.

Für einen Anwender, der weiß wie man mit dem Computer umgeht und auch bereit ist Zeit in die Konfiguration zu investieren, ist die Harmony eine empfehlenswerte Fernbedienung. Allen Anderen würde ich eher von der Harmony abraten.