Bundeswehr-ZDVs

26 07 2007

Wer bei der Bundeswehr war, weiß von was ich jetzt schreibe – „Sinnvolle“ Anweisungen an den Soldaten.

Jeder kennt so Sprüche wie:

  • Der Soldat hat ab einer Wassertiefe von 1,20 m selbstständig Schwimmbewegungen aufzunehmen. Die Grußpflicht entfällt.
  • Bei Einbruch der Nacht ist mit Dunkelheit zu rechnen.
  • Beim Erreichen der Baumkrone hat der Soldat selbstständig die Kletterbewegungen einzustellen.

Sowas stand in der ZDV 3/11 – dem „Dschungelbuch“ – inzwischen sind diese Sätze aber gestrichen, wer ne aktuelle Ausgabe in die Hände bekommt, kann ja gerne mal nachschauen.

Ein weiteres „Unikat geistreicher Vorschriften“ ist in der ZDV 3/15 zu finden:

alle gleitenden Teile sind leicht einzuölen (außer bei Kälte unter -100 C und bei Staub und Sand)

Da frage ich mich doch, wie oft muss ein Soldat in der Kältekammer sein Vaterland verteidigen? Selbst im Winter habe ich bei der Bundeswehr solche Temperaturen nicht annähernd erlebt – globale Erderwärmung sei Dank 😀

Wikipedia weiß aber auch zu berichten, das die kälteste jemals gemesse Temperatur in der freien Wildbahn -89,2 °C betrug – im Jahre 1983 in der Antarktis