Xtra teuer.

3 07 2008

In Deutschland gibt es, was den Mobilfunk anbelangt, vier Anbieter. Die Telekom, Vodafone, E-Plus und O2. Alles was sonst noch in der Mobilfunklandschaft zu finden ist, sind nur Wiederverkäufer.

Jedem Anbieter ist es ja frei gestellt, was er für seine Dienste in Rechnung stellen möchte. Mir ist nun aber eine Werbebroschüre des rosa (Magenta) Riesen in die Hände geflattert. Das T-Mobile Xtra Pac mit web’n’walk DayFlat.

Hierbei handelt es sich um einen UMTS-USB-Stick. Der Stick kostet 99 Euro, abgerechnet wird das ganze im Prepaid-Verfahren. An sich hört sich das schon mal nach einem Novum an.Es sind auch noch „großzügige“ 10 Euro Startguthaben in dem Paket enthalten.

Der Hammer kommt aber wenn man sich die Kosten und die Nutzungsbedingungen genauer anschaut. Die Daten werden in einem Flatrate-Verfahren bezahlt. Allerdings keine Flatrate die einmal im Monat bezahlt wird, sondern eine Tagesflatrate. Jeder Tag kostet aktuell 4,95 Euro. Ab dem 1. September 2008 kostet jeder Tag 7,95 Euro.

Das sind echte Wucherpreise. Nimmt man mal an, jeder Monat hätte 30 Tage, kommt man auf Kosten von knapp 150-240 Euro. Für eine Flatrate! Im Festnetzbereich und im Mobilfunkbereich gibt es Pakete ab 20/25 Euro.

Doch weiter geht es mit dem Wucher. Die „Flatrate“ wird nach Tagen abgerechnet. Es interessiert nicht wie lange man an dem Tag online war – man bezahlt die Gebühr nicht pro 24 Stunden sondern pro Kalendertag. Wenn man z.B. Montagabend um 23:58 Uhr seine E-Mails abruft, ein größerer Anhang das Ganze bis Dienstagmorgen 0:01 dauern lässt, dann ist die Gebühr für zwei Tage fällig!

Das ist noch nicht Abschreckung genug? Ok, dann weiter im Kleingedruckten:

Die Geschwindigkeit ist dank HSDPA-Technik recht flott, 3600 kbit/s Downstream. Das klingt nun nicht schlecht, was habe ich bloß mit dem Kleingedruckten? Ganz einfach, wer mehr als einen GB Traffic im Monat hat, bekommt die Verbindung künstlich auf 384 kbit/s im Downstream und 16 kbit/s im Upstream gedrosselt. Sollte man auch noch über die zwei GB-Traffic-Grenze kommen, dann geht der Downstream auf ISDN-Niveau (64 kbit/s) herunter.

Damit man nicht auf dumme Gedanken kommt und T-Mobil um den Profit bringen kann, müssen Gespräche die man führen will auch wirklich über das Mobilfunknetz (39 Cent/min) geführt werden. Wer auf VoIP oder Instant Messenger umsteigen möchte hat Pech gehabt, das ist im Kleingedruckten verboten. Ebenso der Datenaustausch per Peer-to-Peer-Verfahren.

Das einzige was den gängigen Standards entspricht ist die automatische Zwangstrennung.

Ich empfehle euch, schaut euch einfach genau bei den verschiedenen Anbietern um. Alle haben Verträge mit Datentarifen im Angebot die bei weitem billiger sind als das Xtra Pac mit web’n’walk DayFlat.

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