Das schwarze Loch.

2 11 2007

Immer wieder kommen Leute zu mir, die gerade neu in der Linuxwelt sind. „Ich habe meine neue Platte mit Ext3 formatiert – es fehlen mir aber auf einmal X Gigabyte“. Kurzes Kopfrechnen und ich äußere eine Vermutung: „Lass mich Raten, deine Festplatte ist 20*X GB groß“. Erstaunlicher Weise hab ich richtig geraten. Ext3 schnappt sich in der Regel 5% der Plattenkapazität. Diese darf nur Root beschreiben.

Dieses „schwarze Loch“ hat durchaus Sinn. Hat die Root-Partition keinerlei Platz mehr frei, sei es für Logs oder temporäre Dateien, kann es zu Problemen beim Booten kommen. Mit der Reserve kann sich Root noch einloggen, Daten löschen oder auf andere Partitionen , Festplatten oder Rechner verschieben.

Eine 5%ige Reserve ist teilweise aber viel zu viel. Bei 100 GB gehen 5 GB „verloren“ – bei 500 GB sind es schon 25 GB „Speicherleck“.

Das ganze lässt sich aber leicht beheben – mit tune2fs.Die Zwei in tune2fs steht für das „second“ in Ext2. Wieso nutzt man das dann bei Ext3? Ex3 ist vom Prinzip Ext2 mit einem Dateijournal.

Bei tune2fs kann man zum einen eine prozentuale Angabe machen aber auch die Anzahl der zu reservierenden Blöcke eingeben. Da der kleinste Prozentwert, abgesehen von Null, nun mal ein Prozent ist, ziehe ich die Blockanzahl vor.

Woher weiß ich nun wie groß ein Block ist? Der Parameter -l hilft.

tune2fs – l /dev/hda2 gibt eine Liste mit allerhand Werten aus. Der gesuchte ist: Blocksize – bei mir z.B. 4096 Byte bzw.4 KB. Ich hab auf meinen Ext3-Platten 5000 Blöcke Reserve genommen. Das macht 4 KB * 5000 Blöcke = 20 MB Reserve.

tune2fs -r Blockanzahl Device

ändert die reservierten Blöcke – auch im laufenden Betrieb. So kann ich die Reserve der Partition hda2 auf 5000 Blöcke setzen indem ich „tune2fs -r 5000 /dev/hda2“ eingebe.

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One response

19 07 2008
pluvo

Man kann auch 0,1 % angeben:

tune2fs /dev/sda1 -m 0.1

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