Knoff-Hoff-Zoff.

2 11 2007

Die jüngeren Blogleser werden die Sendung nicht mehr kennen – Knoff-Hoff. Aus Zeiten als es noch nicht auf 50 Sendern im Fernsehen Verdummungs-TV gab.

Ja, man konnte noch was lernen, nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern mit Spaß. Joachim Bublath hat mir z.B. beigebracht wie man ein Glas voll mit Stärke und Wasser hoch heben kann, ohne es an zufassen.

Gestern kam Maischberger. Leider hab ich es verpasst – aber dafür gibt es ja Youtube.

Das Thema war „Ufos, Engel, Außerirdische – sind wir nicht allein?“. Es waren ein paar Paraforscher- und Schriftsteller da, Sandra Fox, eine Moderatorin – deren Namen mich aber eher an eine Pornoqueen erinnert. Dazu noch Jo Bublath und Nina Hagen.

Die Diskussionen waren mehr als nur „außerirdisch“. Nachdem vor einiger Zeit Frau Herrmann schon ein Studio verlassen musste, ist Herr Bublath diesmal persönlich gegangen.

Er verließ das Studio mit den Worten: „Ich will nicht unhöflich sein, aber ich gehe jetzt! Es ist eher eine spezielle Therapiehandlung als irgendwo ‘ne Diskussion“.

Es war mehr ein Treffen der anonymen Parafreaks. Da wäre jeder gegangen der einen Funken verstand hat. Frau Maischberger fand es auch nicht so angebracht das Nina H. immer wieder dazwischen rufen musste.

Nina Hagen trumpfte dann mit dem perfekten Verhalten einer Dame auf:

„I Love It – und wenn die anderen Bösen, George Bush und die alle auch noch abhauen, dann hamm wir’s geschafft, Leute. Der Typ ist einfach weg.[..] Ich find das toll, ich find das so super. Ich freu mich. Evil Alien Going Home And I Hope That You Will Find Peace And Love. Ich hoffe du findest Liebe und Hoffnung und du wirst die Menschen aussprechen lassen und dich nicht lustig machen über meine Freunde hier!“

Sagt mal, was raucht die Frau einfach? Es kann doch nicht sein, das man jemanden so nieder macht weil er ne andere Meinung hat. Vor allem glauben die wenigstens an irgendwelche kleinen grünen Männchen vom Mars. Die einzigen kleinen Grünen, die ich kenne sitzen im Revier um die Ecke.

Ich glaube nicht, das Nina Hagen das hier ließt – wenn doch: Rauch weniger Weihrauch!

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Das schwarze Loch.

2 11 2007

Immer wieder kommen Leute zu mir, die gerade neu in der Linuxwelt sind. „Ich habe meine neue Platte mit Ext3 formatiert – es fehlen mir aber auf einmal X Gigabyte“. Kurzes Kopfrechnen und ich äußere eine Vermutung: „Lass mich Raten, deine Festplatte ist 20*X GB groß“. Erstaunlicher Weise hab ich richtig geraten. Ext3 schnappt sich in der Regel 5% der Plattenkapazität. Diese darf nur Root beschreiben.

Dieses „schwarze Loch“ hat durchaus Sinn. Hat die Root-Partition keinerlei Platz mehr frei, sei es für Logs oder temporäre Dateien, kann es zu Problemen beim Booten kommen. Mit der Reserve kann sich Root noch einloggen, Daten löschen oder auf andere Partitionen , Festplatten oder Rechner verschieben.

Eine 5%ige Reserve ist teilweise aber viel zu viel. Bei 100 GB gehen 5 GB „verloren“ – bei 500 GB sind es schon 25 GB „Speicherleck“.

Das ganze lässt sich aber leicht beheben – mit tune2fs.Die Zwei in tune2fs steht für das „second“ in Ext2. Wieso nutzt man das dann bei Ext3? Ex3 ist vom Prinzip Ext2 mit einem Dateijournal.

Bei tune2fs kann man zum einen eine prozentuale Angabe machen aber auch die Anzahl der zu reservierenden Blöcke eingeben. Da der kleinste Prozentwert, abgesehen von Null, nun mal ein Prozent ist, ziehe ich die Blockanzahl vor.

Woher weiß ich nun wie groß ein Block ist? Der Parameter -l hilft.

tune2fs – l /dev/hda2 gibt eine Liste mit allerhand Werten aus. Der gesuchte ist: Blocksize – bei mir z.B. 4096 Byte bzw.4 KB. Ich hab auf meinen Ext3-Platten 5000 Blöcke Reserve genommen. Das macht 4 KB * 5000 Blöcke = 20 MB Reserve.

tune2fs -r Blockanzahl Device

ändert die reservierten Blöcke – auch im laufenden Betrieb. So kann ich die Reserve der Partition hda2 auf 5000 Blöcke setzen indem ich „tune2fs -r 5000 /dev/hda2“ eingebe.