XPERIA X10: App-Empfehlungen – Teil 01 – Tools

22 07 2010

Nachdem ich euch schon zum Samsung Wave Apps empfohlen habe, kommen nun meine Tipps zum XPERIA X10.

Da es für Android viel mehr Apps als für Bada gibt, werde ich die Empfehlung auf mehrere Beiträge verteilen um euch nicht zu erschlagen.
Schaut also in den nächsten Tagen immer mal wieder auf meinem Blog vorbei um die weiteren Teile nicht zu verpassen.
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Alle von mir vorgestellten Apps können ganz regulär und kostenlos über den Android Market bezogen werden. Da Android auf den verschiedensten Mobiltelefonen zu Hause ist, werden die Apps mit einer großen Sicherheit auch auf anderen Geräten funktionieren. Eine Garantie dafür kann ich aber nicht geben, ich kann euch nur sagen, dass die von mir vorgestellten Anwendungen auf dem X10 fehlerfrei laufen.

Im ersten Teil wird es um Tools gehen, die ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen solltet, wenn ihr das X10 nutzt.

3G Watchdog
In Deutschland gibt es aktuell keine wirkliche UMTS-Flatrate. Selbst die angeblichen Flatrates werden ab einem bestimmten Datenvolumen in der Geschwindigkeit gedrosselt. Somit kommen zwar keine weiteren Kosten auf euch zu doch eure Bandbreite ist stark beschränkt. Doch nicht jeder hat eine mobile Flatrate, viele surfen mit einem begrenzten Traffickontingent. Alles was darüber hinaus geht muss (teuer) bezahlt werden.

Damit ihr immer einen Überblick über euren Trafficverbrauch habt, empfehle ich euch 3G Watchdog. Diese Anwendung protokolliert den Traffic des X10. Ihr könnt somit sehen, wie viel Transfervolumen am aktuellen Tag, im aktuellen Monat und im aktuellen Jahr angefallen sind. Ein Monat muss für 3G Watchdog nicht zwangsläufig am Ersten anfangen. Ihr könnt somit einen evtl. abweichenden Abrechnungszeitraum frei eintragen. Überschreitet ihr eine vorher eingestellte Grenze, so werdet ihr automatisch benachrichtigt.

Battery Status Pro
Wie die meisten Telefone zeigt auch das X10 die Batterieleistung nur als kleines Icon an. Dies reicht zwar auf den ersten Blick und um grob einzuschätzen wie lange es noch dauert bis das XPERIA wieder nach Ladung schreit.

Größer und mit ziemlich genauen Näherungswerten zeigt Battery Status Pro den Ladezustand des Akkus an.
Die App zeigt im oberen Teil einen Akku an, der ja nach Ladezustand mehr oder weniger gefüllt ist. Die Farbe die der Balken hat, kann aus 11 verschiedenen Farben ausgewählt werden.

Neben dem prozentualen Ladezustand des Akkus, zeigt Battery Status Pro auch noch verschiedene Zeiten an. So kann man sehen wie lange das X10 noch im Standby, als Audio- sowie Videoplayer, zum Telefonieren und zum Surfen genutzt werden kann. Die Gesprächszeit wird in 2G und 3G unterschieden, 3G benötigt mehr Akkuleistung als 2G. Bei der Internetnutzung wird zwischen 3G und Wi-Fi unterschieden. Auch hier ist 3G leistungshungriger als die Verbindung via WLAN.

Connect Bot

Die (Hobby)Admins unter euch kennen die Situation, man ist irgendwo unterwegs und möchte aber schauen wie es dem eigenen Server geht, ob alle Dienste noch laufen. So habe ich im Urlaub nicht immer einen Laptop oder Rechner bei mir, mit dem ich mal schnell nachschauen könnte. Es gibt auch Momente wo man einen Anruf bekommt, ein Dienst auf einem Server hat sich beendet und auch die Automatismen zum automatischen Neustart schlagen fehl. Meist reichen einige wenige Befehle dann ist alles wieder im grünen Bereich. Wenn man sich jetzt nur per SSH auf seinen Server aufschalten könnte.

Diesem Wunsch kommt Connect Bot nach. Ein übersichtlicher SSH-Client, der je nach Schrifteinstellung mehr oder weniger Konsolenzeilen und -spalten darstellen kann. Connect Bot kann die Verbindungseinstellungen zu mehreren SSH-Servern speichern und auch mehrere Verbindungen aufbauen. Die Authentifizierung am Server kann nicht nur per Passwort sondern auch per Public-Key-Verfahren statt finden.

Dropbox

Ein letztes Tool welches ich kurz erwähnen möchte ist der Dropbox-Client für Android. Was Dropbox ist, habe ich bereits in einem anderen Artikel beschrieben.

Über Dropbox-Client kann man jeder Zeit und von jedem Ort auf seine in der Dropbox abgelegten Daten zugreifen. Allerdings muss beachtet werden, dass die Daten vor der Verwendung erst lokal gespeichert werden (müssen). So kann man zwar einen Film der in der Dropbox angelegt wurde anschauen, doch muss er erst komplett von den Dropbox-Servern herunter geladen werden und diese Kopie wird dann wiedergegeben. Ein Streaming ist nicht möglich.

Während die Desktop-Clients für Dropbox einen lokalen Datenbestand mit den Daten auf dem Server synchronisieren, dient der Client auf dem X10 nur zum Zugriff auf die Datenbestände des Servers. Eine komplette Spiegelung findet nicht statt, möchte man einzelne Dateien vom Xperia in seine Dropbox transferieren ist ein gezielter Upload möglich.





Sony Ericsson XPERIA X10: Der erste Eindruck.

30 06 2010

Unverhofft kommt oft. Hier schon der nächste Handy-Test. Diesmal in der Mangel: ein Sony Ericsson XPERIA

Von der trnd AG, einem Unternehmen für Mundpropaganda-Marketing, habe ich leihweise ein XPERIA bekommen um es auf Herz und Nieren zu testen.

Näheres zu trnd findet ihr unter “Was ist trnd?”.

Weder trnd noch Sony Ericsson bezahlen mich für diesen Test.
Ich habe einfach das Handy bekommen um darüber zu berichten. Wie immer wenn ich über ein Produkt schreibe, werde ich euch nicht das Blaue vom Himmel erzählen oder euch etwas zusammen lügen. Damit ist keinem geholfen. Ich möchte euch die Stärken und Schwächen eines Produktes aufzeigen und euch durch meine Erfahrungen mit dem Gerät aufzeigen für welche Zwecke es besser und für welche eher weniger geeignet ist.

Copyright by Sony Ericsson

Seit 5 Tagen nutze ich jetzt das XPERIA . Ich wollte bisher noch keinen Blogbeitrag schreiben, da ich mich erst genauer mit dem Handy auseinander setzen wollte.

Was sofort beim Auspacken auffällt, ist das riesige 4 Zoll Display. Hierbei handelt es sich um ein TFT-Display. Es ist nicht Multitouchfähig – was allerdings kein Beinbruch ist. Man muss sich ja nicht immer die Finger verrenken nur um ein Bild zu zoomen.
Die Farben auf dem TFT sind gut, im Freien, bei strahlendem Sonnenschein, verliert das Handy allerdings ein wenig von seiner Brillianz. Hier würde ein OLED-Display besser abschneiden, doch auch dieser Punkt ist verschmerzbar.

Trotz der beachtlichen Größe ist das XPERIA ein Leitgewicht – es bringt nicht einmal 140 Gramm auf die Waage, laut Datenblatt sind es 135 g, mit meiner Küchenwaage komme ich auf 137 g – eine Abweichung die man auf die (Un)Genauigkeit der Küchenwaage schieben kann.

Verfügbar ist es in  zwei Farben.
Männer würden es einfach als Schwarz und Weiß bezeichnen – die genauen Farbnamen sind allerdings “Sensuous Black” und “Luster White”.

Der 1 GHz-Prozessor macht dem Android 1.6 Betriebssystem Beine und sorgt für eine schnelle Reaktion des Handys und seiner Anwendungen.
Wie von einem aktuellen Handy gewohnt beherrscht das XPERIA allerlei um mit der Außenwelt Kontakt aufzunehmen, da wären z.B. Bluetooth, UMTS/HSDPA, GSM/GPRS/EDGE, WLAN und USB.

Die eingebaute Kamera hat, ziemlich untypisch für Sony Ericsson, keinen Schieber vor der Linse – sie ist nur ein wenig versenkt im Gehäuse untergebracht.
Die 8,1 Megapixel Auflösung der Kamera ergeben bei ausreichendem Umgebungslicht sehr gute Bilder. Ein Kameralicht unterstütz die Kamera bei schlechten Lichtverhältnissen, neigt aber ein wenig zur Überbelichtung der Bilder.
Der Bildstabilisator liefert auch bei zittrigen Händen scharfe Fotos. Ein nettes Gimmick ist die Gesichtserkennung, die beim Fokussieren hilft.

Direkt auf dem Hintergrund des Standby-Bildschirms des Xperia findet man ein Kästchen mit dem letzten Timescape Eintrag.
Timescape? Was ist das nun wieder?
Timescape ist eine Anwendung von Sony Ericsson die versucht, jegliche Kommunikation an einem Ort verfügbar zu machen. Mein- und StudiVZ, Twitter, Facebook, Mails, SMS, MMS und E-Mails. Alles wird auf kleine virtuelle Karteikärtchen geschrieben, die chronologisch geordnet sind. Oben ist das Neuste, unten das Älteste.
Eine interessante Funktion, die ich gerne mal nutze, da man dort die zeitlichen Abfolgen genau sehen kann. Zum Twittern allerdings nutze ich eine App aus dem Android Market die einen erweiterten Funktionsumfang besitzt.

Der Akku des XPERIA hält bei normalem Gebrauch ausreichend lange, bei extensivem Gebrauch allerdings hat das Sony Ericsson wie alle anderen mir bekannten Handys ein kleines Kapazitätsproblem. Man sollte nicht den ganzen Tag via UMTS twittern, Mails senden und empfangen und gleichzeitig noch Webradio hören.

Doch für den Otto-Normal-Smartphoner reicht die Akkukapazität aus, alle Anderen müssen den Akku zwischendurch wieder befüllen. Dies geht recht schnell. Interessant ist das Netzteil zum Laden – es hat kein Kabel für das Handy sondern nur eine USB-Buchse. In diese wird das USB->MicroUSB Datenkabel gesteckt und darüber das XPERIA geladen.

Dank Android-Betriebssystem ist das Handy nahezu unbegrenzt mit Software erweiterbar. Jedoch sollte man wissen, was man sucht. Sich durch den kompletten “Market” zu wühlen ist ein wenig mühsam.

Insgesamt bekommt das Sony Ericsson XPERIA X10 von mir 8 von 10 möglichen Punkten.

Dies wird nicht der einzige Bericht über das Handy gewesen sein, in den nächsten Tagen folgen weitere. Ich werde Fotos und Videos zur Verfügung stellen, damit ihr die Qualität der Kamera beurteilen könnt, ich werde darüber berichten, wie sich das XPERIA im Alltag schlägt und ich werde Empfehlungen für Apps aussprechen.





Samsung Wave: Der erste Eindruck

24 06 2010

Nach den ersten 24 Stunden Nutzung ein erster Bericht über das Samsung Wave.

Ich werde hier nicht alle Daten des Telefons herunter beten – dafür gibt es die Produktdetails bei Samsung. Ich gehe hier nur auf Sachen ein das Wave von anderen Telefonen unterscheidet oder wo das Samsung etwas bieten kann, was andere nicht haben.

Schon beim ersten Anschalten ist man von dem OLED-Display erstaunt. Die Farben sind wirklich brilliant, das Bild ist hell und selbst bei Sonnenlicht erkennt man alles – allerdings muss dafür die Helligkeit des Displays auf eine hohe Stufe geschalten werden. Somit ist der Verdacht, das Samsung könnte ein Schminkspiegel sein entkräftet. Dieser kommt auf, wenn man Samsung im ausgeschaltenen Zustand in den Händen hält.

Wie bei anderen bekannten Mobiltelefonen lässt sich viel mit Gesten steuern. So werden Inhalte beispielsweise mittels zwei Fingern gezoomt. Finger auseinander zoomt heran, die Finger zusammen schieben zoomt heraus. Auch bekannt von anderen Geräten ist die Möglichkeit der Screenshoterstellung. Dazu wird die “Tasten sperren”- und die Menütaste gleichzeitig gedrückt.

Die Bedienung ist wahnsinnig flott – was dem 1 GHz Prozessor geschuldet ist. Obwohl Samsung gerne an der Megapixelschlacht teilnimmt, hat das Wave “nur” 5 Megapixel. Doch auch hier ist die Qualität überraschend gut.

Was die Benutzeroberfläche angeht, erinnert das Samsung doch sehr an eine Mischung aus HTC-Handy und iPhone. Die Apps sind auf mehreren Screens angeordnet, die sich durch Fingerwisch weiter schalten lassen. Die Leistung des Prozessors und des Displays kann man sich mit dem Spiel “Asphalt 5″ vor Augen führen lassen.

Mitgeliefert wird eine doch recht bescheidene 1 GB-MicroSD-Karte. Diese ist auch schon mit Kartenmaterial für ein Navigationssystem recht gefüllt. Alleine die Karte für Deutschland nimmt über 600 MB ein, mitgeliefert wird Kartenmaterial für DACH.

Das beigefügte Headset wird über eine 3,5 mm Klinkenbuchse angeschlossen – man kann also auch seine eigenen Kopfhörer zum Musik hören nutzen. Doch auch Samsungs InEar-Stöpsel geben einen guten Klang ab. Über Bluetooth welches in Version 3.0 an Bord ist, lässt sich ein schnurloses Headset oder schnurlose Kopfhörer anschließen – diese werden nicht mitgeliefert.

Wer gerne Webradios hört, schaut allerdings in die Röhre – es wird keine App mitgeliefert um Streams aus dem Netz zu schauen. Der interne Browser unterstützt auch kein Flash über welches man einige Radios empfangen könnte.  Doch der eingebaute Musikplayer kann mit den gängigen Dateien gefüttert werden. Auch einem Podcast-Download steht nichts im Wege. Dank HSDPA und WLAN muss man hier auch nicht all zu lange warten, voraus gesetzt natürlich, die Verbindung ist verfügbar.

Wer seine UMTS-Verbindung gerne an einem anderen Gerät nutzen möchte hat mehrere Möglichkeiten. Per USB oder Bluetooth gekoppelt dient das Wave als Modem. Sehr einfach gestaltet sich auch die Verbindungsnutzung per WLAN. Im Wave aktiviert, stellt es für bis zu drei Geräte ein Ad-Hoc-Netzwerk bereit, die dann via WLAN gehen können.
Ebenfalls über WLAN können Bilder, Videos und Musik wiedergegeben werden. Dazu dient die AllShare genannte Funktion die die Wiedergabe an dlna-fähigen Clients ermöglicht.

Doch es gibt nicht nur positives. So kann sich das Wave auch gerne einmal “verschlucken”. Es ist kein Android oder Windows Mobile als Betriebssystem vorhanden sondern Bada. Samsungs eigene Interpretation eines Linux für Mobiltelefone. Vom Linux bekommt man nichts mit. Es gibt auch keinen Zugriff auf eine Konsole oder ähnliches. Bisher existiert auch noch kein Hack der dieses ermöglichen würde. Laufen zu viele Anwendungen parallel, das Wave ist multitaskingfähig, geht dem Wave der Arbeitsspeicher aus. Dann müssen erst Anwendungen geschlossen werden, bevor man es weiter nutzen kann. Bei zu exzessiver Nutzung des Multitaskingangebots hat das Wave scheinbar Probleme damit den Arbeitsspeicher wieder frei zu geben. Selbst bei nur noch einer einzigen App die läuft wird gemeckert. Das Einzige was dann noch hilft, ist Aus- und Wiedereinschalten.

Großen Wert legt Samsung auf die Einbindung sozialer Netzwerke. So sind Clients für Twitter,  Facebook und MySpace vorinstalliert, wobei der Twitterclient allerdings nur geringe Anforderungen erfüllt und keine automatische Aktualisierung der Timeline bietet. Da ich keinen MySpace-Account habe, kann ich nichts über diesen Client schreiben. Die Facebook-App reicht für die Grundfunktionen aus.

Bilder kann man direkt vom Wave aus zu Flickr, Facebook, MySpace, Photobucket, Picase, Bebo, Fotki und Hyves hochladen.

Für YouTube gibt es eine Verknüpfung, diese startet den internen Browser – dieser stellt die mobile Webseite von YouTube da. Videos werden dann auf das Handy übertragen und dort mit einem Mediaviewer abgespielt.

Weitere Apps können aus Samsungs Appstore geladen werden. Es gibt dort schon einige Anwendungen und die Zahl wächst stätig. Dazu trägt auch Samsungs App-Wettbewerb bei. Samsung spendiert für 300 Programmierer Preise im Gesamtwert von 2,7 Mio. USD.

Ein Wermutstropfen ist allerdings die Synchronisierungsmöglichkeit. Das Wave kann mit Google synchronisiert werden und auch mit Outlook. Die Software zum installieren von Apps, Übertragen von Bildern, Videos und anderen Daten läuft allerdings nur unter Windows und hört auf den Namen “Kies”. Immerhin lässt sich der USB-Modus auf “Massenspeicher” umstellen – dann werden zwei Laufwerke zur Verfügung gestellt – der interne Speicher und die Speicherkarte. Jedoch darf dazu keine App aktiv sein – dann wird nichts bereit gestellt. Immerhin ist das Samsung so freundlich zu waren, dass man seine Apps bitte beenden soll.

Was auch ziemlich nervt, zumindest wenn man nicht die ganze Zeit auf Englisch schreibt ist die Texteingabe. Es gibt eine virtuelle Tastatur – die auch groß genug ist. Allerdings bietet sie keine Umlaute an. Umlaute können nur geschrieben werden, wenn man die automatische Texterkennung aktiviert. Dann tippt man: “Hauser” und das Wave bietet “Häuser” als  Wort an. Eine weitere Möglichkeit, ist wie beim iPhone, das länger gedrückt halten der Buchstaben.

Alles in allem aber ein gutes Telefon und hinsichtlich Gewicht, Leistung und Größe definitiv ein ernst zunehmender Konkurrent für iPhone und Android-Handys. Die Kritikpunkte könnte Samsung mittels einem Firmwareupdate bzw. Sync-Software für andere Betriebssysteme beseitigen.





VauDSL.

24 10 2007

Wie regelmäßige Leser meines Blogs wissen, hängt mein Rechner an einem DSL-Anschluss von Alice. Alice ist so freundlich und schaltet den 4.000er Zugang bis zum Jahresende auf 16.000 kbit/s um – ohne jegliche Mehrkosten. Mal schauen wann der Speed nach oben geht. Bisher waren ja alle Alice-Anschlüsse 8.000er, wurden dann aber evtl. auf 4000 kbit/s gedrosselt. Die Drosselung ist raus und ich weiß dass es bei uns in der Straße 16.000er Anschlüsse gibt – also bin ich mal guter Dinge.

Aufgrund meiner Technikaffinität werde ich hin und wieder mal als “Gratis-PC-Notdienst” missbraucht gerufen. So nun auch bei einer Anschlussumstellung von DSL 8.000 der Telekomiker auf VauDeEssEll. Allerdings nur die “lahme” Variante mit 25 Mbit. Dazu gibt es dann gleich noch nen IPTV-Receiver.

Also bin ich mal hin, hab alles eingerichtet. Ich frag mich was der Telekomtechniker für 70 Euro macht. Meine Vorgehensweise:

  • DSL-WLAN-Router am Splitter ausstecken
  • Netzwerkkabel vom Router zum PC aus Buche LAN1 ziehen und in Buchse LAN2 stecken
  • Netzwerkkabel am Router von der Buchse TDSL in die Buchse LAN1 (WAN) gesteckt
  • Schalter von INT auf EXT geschoben – damit wird das VDSL-Modem und nicht das interne DSL-Modem genutzt
  • VDSL-Modem an Splitter anschließen
  • Netzwerkkabel das in der Buchse LAN1 des Routers steckt in das VDSL-Modem stecken
  • IPTV-Receiver in die Steckdose stecken, mit dem Scart-Kabel an den Fernseher schließen, oder per HDMI an den tollen Flat
  • Stolperdraht spannen Netzwerkkabel vom Receiver in den Router in die Buchse LAN2 stecken
  • Router anschalten, 5 min warten bis die Updates gezogen sind

Fertig. Alles in allem maximal 15 min.

Dann hab ich mal einen kleinen Speedtest gestartet und war begeistert. Im Schnitt hatte ich einen Downstream von ca. 18.000 kbit/s. Ihr werdet jetzt denken, was schreibt der denn – das soll doch eine 25-Mbit-Leitung sein. Ist es auch – nur lief während des Geschwindigkeittests immer der Fernseher auf einem HD-Kanal, die brauchen ja auch gut Bandbreite. Zu den 2 MB/s Downspeed kommen ca. 500 kB/s Upspeed. Damit lässt sich schon was anfangen.

Vom IPTV bin ich nicht ganz so überzeugt. Gut, es ist besser als analoges Fernsehen, sei es das abgeschaltete terrestrische Fernsehen, analoges Kabel oder analoges Sat-Fernsehen. Persönlich schau ich über DVB-S. Also kann mich das IPTV hinsichtlich der Bildqualität nicht wirklich hinter dem Ofen vorlocken. Die Programmauswahl ist auch nichts was mich jetzt begeistern würde oder irgendwas, was mir fehlt.

Ein Argument währe VOD (Video on Demand). Das erspart den Gang in die Videothek, ist mit 0,99 EUR bis 3,99 EUR auch erschwinglich – allerdings hat die Videothek um die Ecke mehr Auswahl.

Der Receiver den die Telekom liefert ist mit 80 GB Festplatte ausgestattet. Diese dient als Zwischenspeicher für die Time-Shift-Funktion und als “Datenlager” für Filmaufnahmen – externer Zugriff per LAN ist nicht möglich. Die vorhanden Anschlüsse für eine DVB-T-Antenne und die zwei USB-Buchsen liegen brach. Die Anleitung schreibt nur vage das diese evtl. eines Tages per Systemupdate genutzt werden können.

Was ist Time-Shift? Wer kennt es nicht. Da schaut man fern und just in diesem Moment ruft einen die Schwiegermutter an weil irgendwas ganz wichtiges ist, z.B. das in China ein Sack Reis umgefallen ist. Nun verpasst man seinen Film – das gehört mit Time-Shift der Vergangenheit an. Ich drücke einfach Pause auf der Fernbedienung. Ist die Schwiegermutter beruhigt das es dem Reis sicher gut geht, drückt man einfach auf Wiedergabe – die Sendung wurde im Hintergrund aufgezeichnet und kann nun geschaut werden.

Der Revier wird nicht von der Telekom selbst gebaut, sondern von der Firma KiSS / Linksys. Die Kisten von denen sind eigentlich nicht schlecht. Die Telekombox mit Windows CE als Betriebssystem nervt aber mit sehr langsamen Reaktionen im Menü und einer fehlenden Möglichkeit Filmaufnahmen zu sichern, sei es auf einer USB-Platte oder übers Netz.

Das diese Funktion fehlt, begründet die Telekom mit fehlenden Rechten. Das ist aber Schwachsinn. Klar, bei Filmen von Premiere oder der VOD-Funktion mag ich das ja noch verstehen. Aber wenn sich Max Mustermann den allsonntäglichen Tatort sichern will spricht nix dagegen. Andere Festplattenrekorder bieten das ja auch an – rechtlich darf man die Sendungen auch aufzeichnen, allerdings nicht weiter geben.
Genauso können keine externen Medien eingebunden werden. Diashows vom USB-Stick oder Urlaubsvideos vom Rechner bleiben somit also außen vor. Eine Möglichkeit von Unterwegs z.B. bei Weboberfläche eine Sendung aufzunehmen besteht auch nicht. Ein Portscan zeigt zwar, das der Port 8080 geöffnet ist, allerdings habe ich keine Informationen gefunden was für ein Dienst sich dort versteckt.

Da ich den Portscan auf alle angeschlossenen Geräte hab laufen lassen, hab ich auch heraus gefunden das der WLAN-Router der Telekom den Port 10.000 offen hat – eigentlich der Standartport für Webmin, läuft dort ein Tomcat-Server. Weiß jemand wieso? Für sachdienliche Hinweise wenden sie sich nicht an die nächste Polizeidienststelle sondern ausschließlich an mich.

Mein abschließendes Fazit: VDSL ist eine nette Sache, die hinsichtlich der Geschwindigkeit zwar Vorteile bringt, die ich aber nicht zwingend brauch – ein “nice-to-have” also.





DeEssEl

24 08 2007

Nach dem der DSL-Anschluss doch nicht zum erstgenannten Termin aufgeschalten wurde, hab ich bei Alice / Hansenet nachgefragt und siehe da, heute morgen um 9 stand der Techniker der T-Com vor der Tür um mir zu sagen das er ja nicht mehr bei der T-Com arbeitet, sondern einer der Auffanggesellschaften.

Passt schon Meister, dann mal ran an die Buletten.

Im Keller kam er erst mal nicht an den nötigen Verteiler – Hausmeister Facility Manager herbei gerufen und auch das Problem war gelöst.

Jetzt hab ich mehrere Rechner aber der Router ist beim Umzug verlustig gegangen. In den Linuxrechner noch ne zweite Netzwerkkarte?

Durch Zufall bin ich auf einen Forumseintrag zu meinem Siemens-DSL-Modem gestoßen. Es soll sich angeblich um einen Router handeln. Einen Switch hab ich da und Wlan brauch ich momentan auch nicht. Wieso nicht mal versuchen?

Ein paar Suchen später und ich habe gefunden was ich gesucht hab. Das genaue Vorgehen werde ich noch in einem Eintrag verewigen, da ich trotz guter Anleitung doch ein paar Stolpersteine gefunden habe.








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