Gewinner-Typen.

11 02 2009

Die Vorratsdatenspeicherung sammelt Daten am laufenden Band. Der Online-Trojaner tut auch einiges um Datensammler zu befriedigen. Doch wir müssen uns keine Sorgen machen. 1984 ist nur eine Geschichte.

Sagt zumindest unser aller Freund Wolfgang Schäuble. Unsere Daten sind sicher. Auch der elektronische Personalausweis mit all seinen Daten die er enthält ist sicher.

Einfach alles.

Behauptet zumindest Wolfgang.

Dass er es wirklich Ernst nimmt, dass die Bevölkerung sich Sorgen macht sehen wir an seinem Internetauftritt.

Hier wird immer wieder alles getan, damit sich „böse Menschen“ an seiner Präsenz austoben und somit den Rest links liegen lassen. Mehr als nur einmal war Schäuble in den Schlagzeilen da sein Auftritt so sicher ist wie das Briefgeheimnis auf einer Postkarte.

Diesmal war Typo3 dran schuld und ein toller Passwort-Hash – 39e8c8f7eeec9f73f7627154fb50f128.

Jetzt gibt es mehrere Wege einen Hash zu knacken. Brute-Force, doch das benötigt Rechenzeit. Doch wir haben keine Zeit – es soll ja schnell gehen. Wie wäre es mit Rainbow-Tables? Bei dem Wetter draußen gibt es sowieso keinen Regenbogen und außerdem… bis ich mir ne Rainbow-Table gebastelt hab, vergeht auch Zeit.

Fragen wir doch unsere geliebte Datenkrake: gewinner!

Welcher Administrator auch immer das war, diese Nachricht ist nur für dich: Begib dich nicht über Los, spende dein Monatseinkommen, begib dich direkt in die Volkshochschule, gib dein Diplom, Gesellenbrief oder was auch immer ab und lass ab jetzt die Finger vom Rechner.

Sicherere Passwörter findet man nicht im Duden!





Google Chrome

3 09 2008

Die Spatzen pfiffen es schon länger von den Dächern das Google an einem eigenen Browser bastelt, obwohl sie Mozilla unterstützen. Der eigene Browser ist auch nur ein logischer Schritt nachdem immer mehr Webanwendungen aus dem Hause Google zur Verfügung stehen.

Sei es Google-Maps für die Routenplanung, Google-Mail als Nachrichtenzentrale oder aber GoogleDocs. Darüber hinaus bietet Google neben der ursprünglichen Suche noch mehr an wie Blogs, Videos, Newsgroups etc.pp.

Damit Otto-Normal-Nutzer die Scheu vor Webanwendungen verliert benötigt man eine Anwendung die mehr nach Desktop aussieht – außerdem soll die Anwendung auch dann verfügbar sein, wenn man gerade einmal offline ist. Für die Offline-Funktionalitäten hat Google schon länger GoogleGears im Portfolio.

Nun gibt es einen eigenen Browser von Google, Google Chrome. Dieser Browser hat GoogleGears schon integriert, basiert auf derselben Rendering-Engine wie Apples Safari (WebKit) und bringt eine eigene JavaScript-Implementierung mit. JavaScript soll mittels eines Compilers in eine Zwischensprache übersetzt werden und somit schneller ausgeführt werden können.

Wer Google Chrome startet wird überrascht sein. Es sieht eher nach einer schlanken Flash-Anwendung als nach einem (Windows-)Programm aus. Es gibt z.B. keine Menüleiste, der Nutzer sieht nur eine Adresszeile und einige Schaltflächen. Chrome unterstützt das Tabbed-Browsing, allerdings werden hier die einzelnen Laschen der Tabs oberhalb der Adresszeile angezeigt. Zur Performancesteigerung und zur Verbesserung der Sicherheit läuft jedes Tab in einem Prozess. Somit sollen Engpässe die durch ein ressourcenhungriges Tab entstehen können vermieden werden.

Das Google sich an die bestehenden Standards hält, lässt sich mit den Acid-Tests prüfen. Während Opera und Firefox in den jeweils aktuellen Versionen keinerlei Probleme mit dem Acid2-Test haben, scheitert hier schon der Internet Explorer 7. Die nächste Stufe ist der Acid3-Test. Apples Safari schafft hier volle Punktzahl, Chrome ist hier schon besser als Firefox und Internet Explorer.

Der aktuelle Firefox 3.0.1 erreicht 71 von möglichen 100 Punkten, der IE schafft knapp über 10% mit 12 Punkten. Chrome erreicht hier eine Wertung von 78 Punkten, ein sehr guter Wert, wenn man bedenkt, es handelt sich um eine Beta-Version die noch verbessert wird.

Wie auch der Firefox besitzt Chrome einen Inspector mit dem man z.B. den Aufbau einer Website analysieren kann.

Meiner Meinung nach hat Chrome eine vielversprechende Zukunft vor sich, er ist schnell und schlank, zwei Tugenden die eigentlich sehr wichtig für Browser sind. Weniger gefällt mir das Design, wobei so etwas immer Geschmackssache ist. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Mir sieht das ganze zu sehr nach einer Flashoberfläche aus – auch wenn es keine ist.

Ein weiteres Merkmal welches ich bei Chrome vermisse sind die AddOns. Kein Browser wird jemals perfekt sein, doch helfen AddOns den Browser anzupassen. Mittels AddOns füge ich mir genau die Merkmale zu einem Browser hinzu, die ich persönlich für wichtig halte. Das die Eigenschaften nicht automatisch mitgeliefert werden ist zu bevorzugen. Somit bleibt der Browser an sich schlank und jeder hat nur das installiert was er wirklich brauch.

Für mich bleibt Firefox bis auf weiteres der Browser meiner Wahl.

Chrome ist bei Version 0.2 – da kann sich noch einiges ändern bis zum ersten Release mit einer Eins vor dem Punkt. Wie üblich sollte man bei Betas eine gewisse Vorsicht an den Tag legen. Nicht nur das die Programme meist gewisse Instabilitäten aufweisen, es sind meist auch Sicherheitslücken vorhanden. Auch Chrome bleibt davon nicht verschont und es wurden schon Lücken gefunden die zum einen die Sicherheit des ganzen Rechners gefährden können als auch Sicherheitslücken die Chrome zum Abstürzen bringen – komplett und nicht nur innerhalb eines einzelnen Tabs. Mehr dazu auf Heise-News.





Suchbegriffe im Juni.

2 07 2008

Es ist wieder einmal Zeit für ein „Best of Suchbegriffe“.

Diesen Monat war wie immer das übliche Grundrauschen zu Waffen aller Art und den gängigsten Sexpraktiken dabei. Da die Leute ja zu mir kommen weil sie was suchen, versuche ich ihnen mal wieder zu helfen…

  • nerd 42 – wieso suchst du danach? Du hast doch schon die Antwort, 42!
  • wasser anbrennen lassen – viel Erfolg dabei. Du kannst ja auch mal versuchen eine Grillfackel auszupusten, einen Zebrastreifen unter Naturschutz zu stellen oder aber mit einem Tiefenmesser dir eine Scheibe Intelligenz abzuschneiden
  • gabryele pauly nackyg – bei dir ist wohl das „i“ kaputt? Wie dem auch sei, Gabriele Pauli ist kein Fake – trotzdem wirst du sie hier nicht finden.
  • linux kopfrechnen – Linux kann zwar viel – fürs Kopfrechnen braucht Linux aber noch Brain 2.0 mit den Softwarepaketen „Kindergarten – Extreme“ und „Grundschule basics“
  • sexspiele fliegenklatsche – immer die Leute die moderne Technik ablehnen – frag deinen Kollegen der bei mir schon nach Sexspielen mit der Elektro-Fliegenklatsche gesucht hat.
  • 40 nächte streaming – Glaub mir, keiner will dir 40 Nächte bei deinen Spielen mit der Fliegenklatsche zusehen. Um es genau zu nehmen, will es keiner sehen – egal ob 40 Nächte oder auch nur eine Attosekunde.
  • erstens – Du findest hier erstens den besten Blog der Welt und zweitens habe ich hier die Macht ;)
  • googlegoogle – Google kommt von Googol. Das ist 10100 – Also ist googlegoogle dasselbe wie (10100)2. Das Ergebnis lautet für alle, die des Kopfrechnens nicht mächtig sind: 10200

Ich bin ja mal gespannt ob es diesen Monat Suchbegriffe gibt, die alles Dagewesene übertreffen. Das Wetter ist ja bestens dazu geeignet das man Ausfallerscheinungen bekommt.





Wieso Blackle bei TFTs nichts spart.

8 12 2007

Ich wurde auf meinen Beitrag zum Thema Licht aus – Stromverbrauch senken angesprochen.

Wieso verbraucht ein Röhrenmonitor denn weniger Strom mit Blackle oder dem schwarzen Google und ein TFT braucht nun mehr?

Ein Röhrenmonitor funktioniert im Prinzip wie ein gewöhnlicher Fernseher – beide besitzen eine braunsche Röhre. In der braunschen Röhre „malt“ ein Elektronenstrahl das Bild. Der Elektronenstahl trifft auf eine Leuchtschicht und bringt diese zum Leuchten. Jeder Bildpunkt besteht aus drei einzelnen roten, grünen und blauen Segmenten. Diese Segmente leuchten selbst nicht, sondern werden wie gesagt nur durch den Elektronenstrahl angeregt. Soll nun eine Stelle auf dem Bildschirm schwarz leuchten, wird einfach die Leuchtschicht nicht angeregt.

TFTs funktionieren nach einen anderen Prinzip. Es kommt eine Hintergrundbeleuchtung zum Einsatz die dauerhaft aktiv ist. Soll nun ein Bildpunkt schwarz werden muss die Hintergrundbeleuchtung an dieser Stelle geblockt werden. Man kann sich das ganze so vorstellen wie ein Rollladen an einem Fenster im Sommer. Draußen scheint die Sonne, nun kann ich aber nicht einfach die Sonne abschalten – sie ist dauerhaft da. Lasse ich nun aber den Rollladen runter sehe ich die Sonne nicht mehr, es ist dunkel und ich habe mein Ziel erreicht. So funktioniert auch ein schwarzer Bildpunkt beim TFT. Die Hintergrundbeleuchtung ist noch immer aktiv, ich sehe sie nur nicht mehr. Somit wird bei Blackle Energie für die Hintergrundbeleuchtung und Energie für das verdunkeln des Bildpunktes benötigt.

Der Energiebedarf ist zwar minimal aber bei Blackle geht es ja insgesamt immer nur um Minimalwerte, nach dem Motto: „Auch Kleinvieh macht Mist“.





Die dunkle Seite der Macht.

8 12 2007

Heute ist es soweit. Um 20:00 Uhr soll für sagenhafte 5 Minuten das Licht ausgeschalten werden. Damit wir uns endlich mal um unsere Umwelt kümmern und weniger CO2 ausstoßen.

Die Mächte die Deutschland verdunkeln wollen sind BILD, BUND, Greenpeace, WWF, Google und Pro7.

Macht das ganze Sinn? Heise hat die Rechnung aufgestellt. Die Abschaltung des Lichtes von 5 Minuten bringt eine Einspaarung 0,01 Promille mit sich. Damit ist das ganze eher eine symbolische Aktion – RWE-Mitarbeiter befürchten sogar einen kompletten Zusammenbruch es Stromnetzes.

Wenn nach 5 Minuten Dunkelheit alle wieder im Hellen sitzen wollen, dann kommt es zu Lastspitzen die nicht abgefangen werden können. Sollte wirklich das Netz zusammen brechen, dann sollte man sich ernsthafte Gedanken über unsere Infrastruktur machen, so haben zum Beispiel Frankreich und Australien solche Aktionen hinter sich ohne das was passiert ist.

Black GoogleGoogle zeigt uns heute allen schon das wir das Licht ausmachen sollen – mit einer schwarzen Seite. Damit lässt sich zumindest theoretisch wirklich einiges an Strom sparen. So verbraucht ein Röhrenmonitor mehr Strom wenn er weiße Flächen darstellt, als wenn er schwarze Stellen darstellt. Ist allerdings ein Flachbildschirm in Benutzung, so wird sogar mehr Strom verbraucht.

Die Idee ist aber auch nicht wirklich neu.

Blackle

Die Suchmaschine Blackle nutzt die Google-Daten und bietet eine eigene Eingabemaske an. Diese ist immer schwarz. Nicht nur an einem Aktionstag. Wer also einen Röhrenmonitor nutzt und minimal Strom sparen möchte nutzt einfach Blackle. ;) Auf der Seite von Blackle wird auch Angezeigt, wieviel Strom zumindest theoretisch gespart wird.

Ein Wort noch am Rande – ich werde mich ausführlicher in einem eigenen Post dazu äußern. Ich weiß das Strom nicht verbraucht werden kann und Strom die gerichtete Bewegung von Ladungsträgern, zum Beispiel von Elektronen oder Ionen beschreibt. Umgangssprachlich wird der Begriff Strom aber für den Energiebedarf benutzt. Ich möchte hier keine Doktorarbeit schreiben sondern einfach mit Worten die jeder versteht Sachverhalte klären.





Die Apokalypse – Google ist tot (gewesen)

6 08 2007

Ich dachte ich seh nicht recht. Heute (06.08.2007) um 14:00 Uhr versuchte ich auf die Suchmaschine Google zuzugreifen – sowohl bei .de als auch bei .com ging nicht!

Das einzige was ich bekam war eine Fehlerseite (Error 500):

Google Error 500

Ich bin ja mal gespannt ob davon irgendwo berichtet wird.

14:06 war der Fehler dann behoben. Sowohl Google.de als auch .com funktionierten wieder.