1000 Tage – Rückblick, Ausblick, Rundblick.

13 04 2010

Heute wird der Chaosblog 1000 Tage alt.

Gestartet hatte ich das ganze aus einer spontanen Laune heraus. Dachte auch nicht, dass ich das “Projekt Chaosblog” länger als ein paar Monate verfolgen würde oder überhaupt jemand diesen Blog lesen wird.

Doch ich habe mich getäuscht.

1000 Tage schreibe ich hier nun schon – auch wenn es ruhiger geworden ist, als in der Anfangszeit.
Im Schnitt habe ich 80 Besucher am Tag. Nichts was die Blogpromis vom Hocker reißt – es wird ihnen wahrscheinlich nur ein mitleidiges Lächeln entlocken. Doch für mich sind 80 Besuche schon mehr als ich erwartet habe.
Ist dieser Blog doch ein Auffangbecken des Chaos.

In diesem Blog gibt es den roten Faden, dass es keinen roten Faden gibt.

Ein Konzept mit dem man keine Besucher anlockt, mit dem man auch kein Geld machen kann. Will ich auch nicht!
Hier schreibe ich einfach was mir in den Sinn kommt. Auch wenn es manchmal Unsinn ist. Ich muss nicht bei Heise genannt werden, ich brauch keine Millionen Hits pro Woche.

Mich entlohnen meine Leser. Zu Wissen, dass es Leute gibt, die meinen Kram lesen und sich ihre eigenen Gedanken machen, vielleicht einen Kommentar posten oder auch ein Einfaches “Danke” wenn jemand meine Tipps und Tricks oder Hinweise gebrauchen konnte.

Ich blogge nicht für Reichtum, für den Weltfrieden oder für eine extra Portion Fleisch - Ich blogge für mich.
Heute kann ich mich hin setzten und lesen, was mich vor 1000 Tagen beschäftigt hat. Der Blog ist ein digitales Archiv für mich. Ein Backup meiner Gedanken in Web.

Wie werden die nächsten 1000 Tage Chaosblog aussehen?

Ich werde in den nächsten Tagen mein persönliches Projekt 365 starten. 365 Tage unterwegs mit dem Chaosblog. Ich werde euch 365 Tage lang mit Schnappschüssen aus dem Leben des Chaosblogs beglücken. Allerdings nicht ganz so wie ihr euch das wahrscheinlich vorstellt… Der Fokus wird immer auf dem Chaosblog liegen. Wie genau es aussehen wird? Lasst euch überraschen.

Um damit diesen Blog hier nicht zu überschwemmen und auch eine Abgrenzung zum normalen Blog zu bekommen, werde ich das ganze bei Posterous veröffentlichen. Den Link werde ich hier posten sobald es los geht.

Ich danke allen Lesern die meinen Blog lesen, besonders auch denjenigen, die mal einen Kommentar hinterlassen.

Wie lange der Chaosblog existieren wird, ob ich ihn das nächste Jahr, die nächsten Jahre oder länger fortführe kann ich euch nicht sagen, da ich es selbst noch nicht weiß.

Doch definitiv wird dieser Blog nicht einfach so weg sterben. Er ist ein Teil von mir geworden. Ich bin Chaosblog und Chaosblog ist mein Ich – zumindest teilweise.





Satanistische Laptopbotschaften.

4 08 2009

Nachdem @Felicea gestern einen Link zu einem “Propagandablatt” der Bürgerrechtsbewegung Solidarität bei Twitter gepostet hat, dachte ich, soviel Dummheit kann es doch gar nicht geben. So Engstirnig und Weltfremd kann man doch nicht sein?

Doch ich möchte das PDF hier nicht weiter kommentieren – der @unruheherd von der Schwafelsäure hat in seinem aktuellen Blogeintrag den Nagel auf den Kopf getroffen und gibt in gewohnter Weise seinen Kommentar ab. Ein Blogeintrag den ich jedem nur wärmstens ans Herz legen kann!





Ausgebasict.

15 01 2009

Es ist aus! Jetzt hat das Thema Basic-Thinking-Blog erst mal ein Ende. In den letzten Tagen geisterte es durch die Netzwelt wie kein anderes Thema. Robert Basic verkauft seinen Basic-Thinking-Blog und alles was dazu gehört.

Schön. Soll er doch machen. Ehrlich gesagt hab ich nur ein-, zweimal auf den Blog geschaut, habe ihn nicht im Feedreader und fühle mich nicht als ob ich was verpasst hätte.

Ja, ich habe mal bei Ebay rein geschaut – hauptsächlich weil mich interessiert hat, wie hoch das Mindestgebot sein soll. Lange Zeit stand “Mindestgebot nicht erreicht”.
Heute ging die Auktion zu Ende, das Mindestgebot wurde erreicht. Der Blog verkauft.

Für 46.902 Euro.

Ist der Blog das Geld wert? Aktuell gibt es zwar einen Hype und es werden sicher in den ersten Wochen massig Besucher kommen aber dann?

Für mich ist ein Blog erst dann ein Blog wenn er eine persönliche Note enthält. Will ich reine Infos und Nachrichten, dann schau ich z.B. auf eine Seite wie heise.

Auch wenn ich kein Basic-Thinking-Leser war, so bin ich mir sicher, dass die Seite eventuell untergehen wird, zumindest aber sehr an Kraft verliert. Ohne Robert Basic ist es nicht mehr das Selbe.

In diesem Sinne wünsche ich der Seite alles Gute und bin froh, dass es jetzt wieder andere Themen gibt, die an der Tagesordnung sind.





Beta-Blogger.

22 07 2008

Der Spiegel, bzw. Spiegel Online, scheint mal wieder einen Artikel gesucht zu haben um das Sommerloch zu stopfen. Die panikartigen Berichte über die Spritpreise sind nichts Neues mehr und man braucht etwas Frisches um die Leser zu ködern.

Also wird über Blogs geschrieben. Die deutschen Blogs sollen (fast) alle ohne jegliche Bedeutung sein. Der Hauptinhalt sind Nichtigkeiten und Flame-Wars. Im schönen Amerika ist mal wieder alles besser. Die amerikanischen Blogger haben Content mit dem sie die Welt bewegen und beeinflussen. Dies tun sie mehr als die “Old-School-Medien” wie z.B. die gute alte Tageszeitung.

Ich frage mich wo der Autor des Artikels lebt. Klar, ein Blogger in Deutschland wird es nicht schaffen die Massen zu mobilisieren um z.B. einen bestimmten Supermarkt oder einen Mineralölkonzern zu boykottieren.

Ist das überhaupt das Ziel das sich ein Blogger setzt? Soll ein Blog für die ganze Menschheit sein? Ich persönlich lese Blogs die mich interessieren, die Themen anschneiden die in mein Umfeld passen. Als Angehöriger der IT-Zunft sind dies hauptsächlich Blogs technischer Natur, als Hobbykoch interessiert mich natürlich was es kulinarisches in Bloggersdorf zu finden gibt, etc. pp. Ich will kein Blog haben der eine Art digitale Zeitung widerspiegelt. Gerade hier sehe ich persönlich den Vorteil von Blogs. Wer liest schon alles was in der Zeitung steht? Die Einen interessieren sich mehr für die Wirtschaftsseiten, Andere für Sport und wieder Andere für Klatsch und Tratsch. Hier ist man in Blogs gut aufgehoben, man selektiert sich genau das was man nach eigenem Ermessen für wichtig hält. Die Blogs die ich lese verändern die Welt im Kleinen.

Wenn ich z.B. irgendwo lese, dass ein Produkt X nicht so toll ist, informiere ich mich lieber zwei- oder dreimal bevor ich es mir zulege. Auf der anderen Seite habe ich aber auch schon in Bloggersdorf Hinweise auf Dinge bekommen die sich inzwischen in meinem Besitz finden. Es waren keine Werbeblogs, sondern einfach Blogs von ganz normalen Menschen die ihre Eindrücke zu etwas geschildert haben.

Ich verdiene mit meinem Blog kein Geld – das möchte ich ehrlich gesagt auch nicht. Geld verdienen geht nur durch Arbeiten. Ich blogge weil es mir Spaß macht, weil ich anderen etwas mitteilen möchte und weil es einfach eine Abwechslung zum Arbeitsalltag ist. Mein Blog ist für mich Freizeitbeschäftigung, Hobby und auch ein Stück weit Erholung – aber keine Arbeit!

Ein Blog wird bei mir nicht nach der Anzahl der Zugriffe sondern nach dem Inhalt bewertet. Ein kleiner, im Netz verborgener, Blog kann viel bedeutendere Informationen enthalten als ein großer “Global-Player”. Die Blogger sind für mich auch ein viel genutzter Weg zur Nachrichtenbeschaffung. Ein Beispiel wie schnell die Informationen an den Mann gebracht werden, zeigte sich, als die Berliner Philharmonie gebrannt hat. Dies habe ich es zu aller erst bei dem (Micro-)Blogging-Dienst Twitter gelesen bevor es überhaupt irgendein Newsticker in die Welt hinaus schrie!

Deutschland ist mitnichten ein Land der unbedeutenden Hinterhofbloggerei – Aufgrund der Verbreitung von Nachrichten in deutschen Medien sind wir aber nicht so sehr auf das Netz angewiesen wie Amerika. In Deutschland liegt die Wichtung eines Blogs einfach anders.

Jeder Blog ist wichtig, wenn auch nur für ein spezielles Publikum!





Zwanzigtausend!

17 05 2008

Es ist schon erstaunlich was man mit einem kleinen Blog alles erreichen kann, bzw. wenn und wie viele. Gestartet hab ich den Blog nicht unbedingt weil ich euch da draußen etwas mitzuteilen hatte sondern weil ich einfach meine (chaotischen) Gedanken niederschreiben wollte. Bei den Themen rund um Probleme am PC dachte ich, vielleicht haben auch andere dieses oder jenes Problem.

Bei manchen Sachen hab ich Ewigkeiten gesucht bis ich irgendwo in den untiefen des Internet eine Lösung oder wenigstens einen Lösungsansatz gefunden habe. Damit es Andere leichter haben, habe ich die Lösung dann einfach hier präsentiert.

Mein erfolgreichster Beitrag ist eine dieser Problemlösungen: “DSL-Modem als Router“.

Nach weniger als 300 Tagen habe ich nun schon über 20.000 Besucher. Damit hätte ich nie gerechnet. Vor Jahren hatte ich meine eigene kleine Homepage. Das ganze war viel zu statisch obwohl ich recht häufig den Inhalt aktualisiert habe. Nun bin ich im Web 2.0 unterwegs, mein Blog ist mein Sprachrohr im Internet.

Ich möchte euch allen danken, dass ihr mir zeigt, dass mein Blog lesenswert ist. Danke jedem Einzelnen von euch und besonderen Dank an die Leserschaft die hier Kommentare hinterlassen hat oder mir mittels Trackbacks Feedback geben.
Danke!





Update: CeBIT 2008

17 03 2008

Hier ein kleines Update zu meinem gestrigen CeBIT-Beitrag.

Nachdem Zooomr ein paar Schwierigkeiten hatte, habe nun die Fotos eingebunden.

Ein weiteren, ganz frisch gebloggten Erfahrungsbericht von der CeBIT, aus der Sicht von Constantin Gonzales, findet ihr in seinem Blog. Danke für die netten Zeilen! Constantin hat auch ein paar Fotos geschossen, diese zeigen ein Blick hinter die Kulissen. Es lohnt sich einmal vorbei zu schauen. Interessante Einblicke nicht nur für Systemhelden.





30 Tage Sex.

19 02 2008

“40 Tage und 40 Nächte” ist ein Film in dem es um 40 Tage ohne Sex geht. Damit möchte Matt, gespielt von Josh Hartnett, die Trennung von seiner Freundin verarbeiten. Zu diesem Entschluss kam er nach einem Gespräch mit seinem Bruder, seines Zeichens katholischer Priester.

Das es aber nicht immer die Enthaltsamkeit sein muss zeigt nun die Relevant Church. Die Kirche aus Florida hat einen Leitfaden aufgestellt der die Bindung von Paaren stärken soll.

In der heutigen Gesellschaft kommt es vermehrt zu Scheidungen. Der Grund dafür soll an mangelnder Romantik und zu wenig Sex liegen, behauptet zumindest die Relevant Church.

Um diesem Problem Abhilfe zu schaffen hat der Priester Paul Wirth die Aktion 30 Day Sex Challenge in’s Leben gerufen. Die Paare sollen jeden Tag miteinander über ihre Bedürfnisse sprechen, eine Frage zu ihrem Liebesleben beantworten und eine Bibelstelle lesen. Die Krönung dieses Programms ist die Aufforderung Sex zu haben. Jeden Tag der nächsten vier Wochen sollen die Paare aktiv werden.

Den Verlauf der Aktion kann der interessierte User im Blog der Kirche verfolgen.

Einziger Wermutstropfen für alle die jetzt konvertieren möchten: Die Aktion gilt nur für Paare. Singles sollen (als Ausgleich?) 30 Tage lang keinen Sex haben und enthaltsam bleiben.





Der, die, das Blog?

18 02 2008

Wer hat es nicht selbst schon gelesen oder gehört. Zwei Artikel für ein und das selbe Wort. Das Blog oder der Blog, was ist richtig?

Wikipedia weiß es auch nicht genau, beschreibt nur was im Duden steht.

Der Duden sagt folgendes aus:

Blog, das, auch: der; -s, -s [engl. blog, gek. aus: weblog, →Weblog] (EDV Jargon)

Nun bleibt es jedem selbst überlassen.





orangefy.

18 02 2008

Da schaut man mal nach wo so seine Besucher her kommen und da finde ich orangefy. Was verbirgt sich hinter solch einen Namen?

Von Neugierde getrieben statte ich dem Blog doch mal ein Besuch ab. Dort hat doch tatsächlich jemand meinen Beitrag zur versteigerten Frau gefunden.

Orangefy ist ein lesenwerter Blog, ich werde ihn gleich mal mit in die Blogroll aufnehmen.





Teamspeak.

27 10 2007

Für die Leute die schon mal mit dem Gedanken gespielt haben, sich einen eigenen Teamspeak-Server zu leisten hier ein paar Infos zu den technischen Hintergründen. Also was ist Teamspeak, was brauch Teamspeak und was kann es.

Recht oft höre ich “Teamspeak ist wie Skype nur mit mehr Leuten”. Teamspeak kann man nicht mit Skype vergleichen – das sind zwei grundlegend verschiedene Dinge. Einfach gesagt ist Teamspeak eine Art Sprachchat – Voice IRC so gesehen.

Jeder spricht mit jedem, man kann die Gespräche aber in Räume aufteilen. Ein Raum (Channel) z.B. für die Admins, einen für User, einen für Off-Topic-Gespräche. Im Gegensatz zu Skype gibt es keine Zweiergespräche – nur die Möglichkeit sich in ein Separee zurück zu ziehen.

Die kostenlose Version ist auf 1000 anwesende User beschränkt und darf nicht für kommerzielle Zwecke genutzt werden.

Auch die Sprachqualität ist eine Andere. Bei Skype kann ich je nach Einstellung und Bandbreite CD-Qualität erreichen, Teamspeak ist irgendwo zwischen analogem Telefon und ISDN angesiedelt, könnte allerdings aufgebohrt werden.

Die Qualität reicht aber locker aus – schließlich soll ja kein Konzert von Kraftwerk in Dolby Digital übertragen werden.

Nutzer die kein Mikro haben können einen Teamspeak-Channel betreten und einfach nur zuhören.

Die Channels lassen sich auch mit Passwörtern sichern – interessant für interne Bereiche. Genauso wie in einem Forum und im Chat können unterschiedlichen Nutzern unterschiedliche Rechte eingeräumt werden.

Hinsichtlich der CPU-Belastung brauch man sich keine Sorgen zu machen. Im Normalfall läuft Teamspeak auf einem Linuxserver. Folgende Anforderungen werden gestellt:

  • ohne ein laufendes X-Window-System:
    • 100 MHz CPU
    • 32 MB Ram
  • mit X-Window-Sytem:
    • 166 MHz CPU
    • 64 MB Ram
  • 6 MB Ram + Platz für Server-Logfiles, falls aktiviert

Der erzeugte Traffic bzw. die benötigte Bandbreite hängt vom Codec und der Anzahl der User ab.

Die Bandbreite berechnet sich wie folgt:

  • Down-Stream: Anzahl der Nutzer die gerade sprechen * Codec-Datenrate
  • Up-Stream: Anzahl der Nutzer die gerade sprechen * (Anzahl der Nutzer im Raum – 1) * Codec-Datenrate.

Die Datenrate der einzelnen Räume einfach addieren. Die Codec-Datenrate erkennt man am Namen des Codecs. Speex 9.3 braucht 9,3 kbit/s, GSM 14.8 14,8 kbit/s.

Bei 10 usern, 3 reden gleichzeitig, würden also 3 * 9,3 kbit/s = 27,9 kbit/s bzw. 3,4 kb/s an downstream und 3 * (10-1) * 9,3 kbit/s = 251,1 kbit/s bzw. 30,7 kb/s upstream anfallen.
Da braucht Skype einiges mehr. Wie man sieht, ist das ganze immer abhängig davon, wieviele Labertaschen gerade da sind Smiley

Welcher Codec genutzt wird ist geschmackssache und auch wieviel Lei(s)tung man hat. Es wird meist was zwischen Speex 9.3 und Speex 16.3 eingesetzt.

Nutzer die die Klappe halten und nur den geistigen Ergüssen der Anderen lauschen erzeugen auf dem Server kein Downtraffic. Es wird nur das übertragen, was durch das Mikro aufgenommen wird. Nimmt das Mikro nix auf, werden nur einzelne “keep-alive”-Packete gesendet.

Der Status, die Anzahl der Anwesenden im Channel und noch viele mehr Informationen kann man z.b. mittels PHP auf der eigenen Homepage oder dem eigenen Blog anzeigen lassen.








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