Suchbegriffe im Juni.

2 07 2008

Es ist wieder einmal Zeit für ein “Best of Suchbegriffe”.

Diesen Monat war wie immer das übliche Grundrauschen zu Waffen aller Art und den gängigsten Sexpraktiken dabei. Da die Leute ja zu mir kommen weil sie was suchen, versuche ich ihnen mal wieder zu helfen…

  • nerd 42 - wieso suchst du danach? Du hast doch schon die Antwort, 42!
  • wasser anbrennen lassen - viel Erfolg dabei. Du kannst ja auch mal versuchen eine Grillfackel auszupusten, einen Zebrastreifen unter Naturschutz zu stellen oder aber mit einem Tiefenmesser dir eine Scheibe Intelligenz abzuschneiden
  • gabryele pauly nackyg - bei dir ist wohl das “i” kaputt? Wie dem auch sei, Gabriele Pauli ist kein Fake - trotzdem wirst du sie hier nicht finden.
  • linux kopfrechnen - Linux kann zwar viel - fürs Kopfrechnen braucht Linux aber noch Brain 2.0 mit den Softwarepaketen “Kindergarten - Extreme” und “Grundschule basics”
  • sexspiele fliegenklatsche - immer die Leute die moderne Technik ablehnen - frag deinen Kollegen der bei mir schon nach Sexspielen mit der Elektro-Fliegenklatsche gesucht hat.
  • 40 nächte streaming - Glaub mir, keiner will dir 40 Nächte bei deinen Spielen mit der Fliegenklatsche zusehen. Um es genau zu nehmen, will es keiner sehen - egal ob 40 Nächte oder auch nur eine Attosekunde.
  • erstens - Du findest hier erstens den besten Blog der Welt und zweitens habe ich hier die Macht ;)
  • googlegoogle - Google kommt von Googol. Das ist 10100 - Also ist googlegoogle dasselbe wie (10100)2. Das Ergebnis lautet für alle, die des Kopfrechnens nicht mächtig sind: 10200

Ich bin ja mal gespannt ob es diesen Monat Suchbegriffe gibt, die alles Dagewesene übertreffen. Das Wetter ist ja bestens dazu geeignet das man Ausfallerscheinungen bekommt.





Vervollständigen bitte.

1 07 2008

Viele nutzen Funktionen zur Autovervollständigung. Sei es beim Programmieren, bei der Eingabe von URLs oder bei Formulareingaben.

Das ganze geht auch unter Linux oder jedem anderen Betriebssystem auf dem die Bash als Eingabeshell läuft. Ein beherzter Druck auf die Tabulator-Taste vervollständigt, wenn möglich, die aktuelle Eingabe. So ergibt z.B. ein “apt-g” nach dem Druck auf die Tabulator-Taste “apt-get“. Teilweise kann die Bash noch mehr, dafür gibt es das Paket “bash_completion“. Damit kann man nach der Eingabe von “apt-get install
mozilla-thun
” den Paketnamen vervollständigen lassen. Das hilft bei apt-get ungemein - nicht jeder kann sich die aktuelle Nummer von Libs und ähnlichem merken und nicht immer gibt es Meta-Pakete.
Sollte die Vervollständigung bei manchen Usern funktionieren und bei manchen Usern nicht, schaut mal in die “.bashrc“-Datei im entsprechenden Homeverzeichnis ~

Dort müssen folgende Zeilen vorhanden sein und sie dürfen nicht auskommentiert sein:

if [ -f /etc/bash_completion ]; then
    . /etc/bash_completion
fi

Nach einem Aus- und wieder Einloggen funktioniert die Vervollständigung wieder im gewohnten Ausmaß.





Windows-Schriftarten unter Linux.

27 02 2008

Der ein oder andere Linuxer hätte gerne die Schriftarten die es auch unter Windows gibt.

Für OpenSuse gibt es gibt es hier ein HowTo.

Nutzer anderer Distributionen, die ihr Windows noch auf einer anderen Partition haben und KDE nutzen können die vorhandenen Schriftarten recht schnell integrieren.

Schriftarten hinzufügenUnter Systemverwaltung -> Schriftarteninstallation klickt man auf den Button “Systemverwaltermodus”. Nach der Passworteingabe wird das Fenster Rot umrandet. Ein Klick auf “Schriftarten hinzufügen” öffnet ein Fenster in dem man die bisherigen Schriftarten auswählen kann. Strg + A wählt alle Schriftarten aus und ein Klick auf Öffnen integriert die vorhandenen Schriften in das System.





Kontrollzentrum-Quickie

27 02 2008

Hier ein kleiner schneller Tipp für Kubuntu-Nutzer die das “KDE-Kontrollzentrum” vermissen und denen “Systemeinstellungen” zu wenig bietet:

Befehl ausführen

Mit der Tastenkombination Alt + F2 öffnet sich das Fenster “Befehl ausführen”, dort wird fix “kcontrol” eingegeben und mit Enter bestätigt.

Nun öffnet sich das alt bekannte Kontrollzentrum.





Monster-Login.

1 02 2008

Die Tage wurde ich mal wieder gerufen um einem Linux-Neuling zu helfen. Da ich nicht das erste Mal vor diesem Fehler saß möchte ich euch davon erzählen, vielleicht gibt es ja den Ein oder Anderen der Bedarf an einer Lösung hat. Wer einen Laptop mit Intel-Grafik und ein Panel mit 1280×800 Pixeln sein eigen nennt erhöht seine Chancen sehr von diesem Problem heimgesucht zu werden.

Die Schrift beim Login war “ein klein wenig” zu groß geraten. Jeder Buchstabe war ca. 5 cm groß.Die Anmeldung funktioniert natürlich auch mit dieser “Blindenversion” doch ist der WAF einfach zu niedrig. Nach der Anmeldung sind alle Schriften in der passenden Größe vorhanden. Also fix eine Konsole geöffnet und auf die Fehlersuche begeben.

xdpyinfo |grep dimensions
Die Aufllösung passt, allerdings nicht die Displaygröße: dimensions: 1280x800 pixels (289x21 millimeters)

Somit ergeben sich fasst 1000 DPI in Y-Richtung
xdpyinfo |grep resolution
resolution: 112×968 dots per inch

Die Lösung ist recht einfach, es muss die xorg.conf bearbeitet werden. Im Abschnitt “Device” muss die Option “NoDDC” eingefügt werden.

Section "Device"
        Driver "intel"
        BusID "PCI:0:2:0"
        Option "NoDDC"
EndSection

Ein Neustart und alles ist so wie es sein sollte.





Das schwarze Loch.

2 11 2007

Immer wieder kommen Leute zu mir, die gerade neu in der Linuxwelt sind. “Ich habe meine neue Platte mit Ext3 formatiert - es fehlen mir aber auf einmal X Gigabyte”. Kurzes Kopfrechnen und ich äußere eine Vermutung: “Lass mich Raten, deine Festplatte ist 20*X GB groß”. Erstaunlicher Weise hab ich richtig geraten. Ext3 schnappt sich in der Regel 5% der Plattenkapazität. Diese darf nur Root beschreiben.

Dieses “schwarze Loch” hat durchaus Sinn. Hat die Root-Partition keinerlei Platz mehr frei, sei es für Logs oder temporäre Dateien, kann es zu Problemen beim Booten kommen. Mit der Reserve kann sich Root noch einloggen, Daten löschen oder auf andere Partitionen , Festplatten oder Rechner verschieben.

Eine 5%ige Reserve ist teilweise aber viel zu viel. Bei 100 GB gehen 5 GB “verloren” - bei 500 GB sind es schon 25 GB “Speicherleck”.

Das ganze lässt sich aber leicht beheben - mit tune2fs.Die Zwei in tune2fs steht für das “second” in Ext2. Wieso nutzt man das dann bei Ext3? Ex3 ist vom Prinzip Ext2 mit einem Dateijournal.

Bei tune2fs kann man zum einen eine prozentuale Angabe machen aber auch die Anzahl der zu reservierenden Blöcke eingeben. Da der kleinste Prozentwert, abgesehen von Null, nun mal ein Prozent ist, ziehe ich die Blockanzahl vor.

Woher weiß ich nun wie groß ein Block ist? Der Parameter -l hilft.

tune2fs - l /dev/hda2 gibt eine Liste mit allerhand Werten aus. Der gesuchte ist: Blocksize - bei mir z.B. 4096 Byte bzw.4 KB. Ich hab auf meinen Ext3-Platten 5000 Blöcke Reserve genommen. Das macht 4 KB * 5000 Blöcke = 20 MB Reserve.

tune2fs -r Blockanzahl Device

ändert die reservierten Blöcke - auch im laufenden Betrieb. So kann ich die Reserve der Partition hda2 auf 5000 Blöcke setzen indem ich “tune2fs -r 5000 /dev/hda2″ eingebe.





Teamspeak.

27 10 2007

Für die Leute die schon mal mit dem Gedanken gespielt haben, sich einen eigenen Teamspeak-Server zu leisten hier ein paar Infos zu den technischen Hintergründen. Also was ist Teamspeak, was brauch Teamspeak und was kann es.

Recht oft höre ich “Teamspeak ist wie Skype nur mit mehr Leuten”. Teamspeak kann man nicht mit Skype vergleichen - das sind zwei grundlegend verschiedene Dinge. Einfach gesagt ist Teamspeak eine Art Sprachchat - Voice IRC so gesehen.

Jeder spricht mit jedem, man kann die Gespräche aber in Räume aufteilen. Ein Raum (Channel) z.B. für die Admins, einen für User, einen für Off-Topic-Gespräche. Im Gegensatz zu Skype gibt es keine Zweiergespräche - nur die Möglichkeit sich in ein Separee zurück zu ziehen.

Die kostenlose Version ist auf 1000 anwesende User beschränkt und darf nicht für kommerzielle Zwecke genutzt werden.

Auch die Sprachqualität ist eine Andere. Bei Skype kann ich je nach Einstellung und Bandbreite CD-Qualität erreichen, Teamspeak ist irgendwo zwischen analogem Telefon und ISDN angesiedelt, könnte allerdings aufgebohrt werden.

Die Qualität reicht aber locker aus - schließlich soll ja kein Konzert von Kraftwerk in Dolby Digital übertragen werden.

Nutzer die kein Mikro haben können einen Teamspeak-Channel betreten und einfach nur zuhören.

Die Channels lassen sich auch mit Passwörtern sichern - interessant für interne Bereiche. Genauso wie in einem Forum und im Chat können unterschiedlichen Nutzern unterschiedliche Rechte eingeräumt werden.

Hinsichtlich der CPU-Belastung brauch man sich keine Sorgen zu machen. Im Normalfall läuft Teamspeak auf einem Linuxserver. Folgende Anforderungen werden gestellt:

  • ohne ein laufendes X-Window-System:
    • 100 MHz CPU
    • 32 MB Ram
  • mit X-Window-Sytem:
    • 166 MHz CPU
    • 64 MB Ram
  • 6 MB Ram + Platz für Server-Logfiles, falls aktiviert

Der erzeugte Traffic bzw. die benötigte Bandbreite hängt vom Codec und der Anzahl der User ab.

Die Bandbreite berechnet sich wie folgt:

  • Down-Stream: Anzahl der Nutzer die gerade sprechen * Codec-Datenrate
  • Up-Stream: Anzahl der Nutzer die gerade sprechen * (Anzahl der Nutzer im Raum - 1) * Codec-Datenrate.

Die Datenrate der einzelnen Räume einfach addieren. Die Codec-Datenrate erkennt man am Namen des Codecs. Speex 9.3 braucht 9,3 kbit/s, GSM 14.8 14,8 kbit/s.

Bei 10 usern, 3 reden gleichzeitig, würden also 3 * 9,3 kbit/s = 27,9 kbit/s bzw. 3,4 kb/s an downstream und 3 * (10-1) * 9,3 kbit/s = 251,1 kbit/s bzw. 30,7 kb/s upstream anfallen.
Da braucht Skype einiges mehr. Wie man sieht, ist das ganze immer abhängig davon, wieviele Labertaschen gerade da sind Smiley

Welcher Codec genutzt wird ist geschmackssache und auch wieviel Lei(s)tung man hat. Es wird meist was zwischen Speex 9.3 und Speex 16.3 eingesetzt.

Nutzer die die Klappe halten und nur den geistigen Ergüssen der Anderen lauschen erzeugen auf dem Server kein Downtraffic. Es wird nur das übertragen, was durch das Mikro aufgenommen wird. Nimmt das Mikro nix auf, werden nur einzelne “keep-alive”-Packete gesendet.

Der Status, die Anzahl der Anwesenden im Channel und noch viele mehr Informationen kann man z.b. mittels PHP auf der eigenen Homepage oder dem eigenen Blog anzeigen lassen.





Desktop-Terminal.

20 10 2007

Trotz aller existierenden Tools, GUIs und sonstigen Helferlein unter Linux will ich nicht auf die Konsole verzichten. Es gibt immer noch genug Dinge die sich schneller oder effizienter in nem Terminal lösen lassen.

Bisher hab ich dann immer ein Terminal geöffnet und meine Befehle rein gehackt.

Jetzt hab ich ne Möglichkeit gefunden, das ein Terminal transparent auf den Desktop eingeblendet wird. Allerdings bezieht sich meine Anleitung auf GNOME. Ob das ganze auch mit KDE funktioniert, muss ich mal noch in Erfahrung bringen.

Das Tool das wir nutzen um vorhandene Fenster zu manipulieren heißt Devilspie, im Gegensatz zu manchen Seiten im Netz auf denen ausdrücklich steht, das Devilspie nicht mit Compiz funktioniert, geht es ohne Probleme - man muss nur die aktuellste Devilspie-Version haben.

Als Erstes muss nun also Devispie installiert werden. Dafür nutzt man Packetverwaltungen wie Synaptic oder aber das gute alte apt-get.

apt-get install devilspie

Als nächstes brauchen wir im Home-Verzeichnis unseres Nutzers ein neues Verzeichnis mit dem Namen .devilspie, durch den Punkt am Anfang des Verzeichnisnamens ist dieses Versteckt und wird normalerweise nicht angezeigt.

Im eben erstellten Verzeichnis muss noch eine Datei names DesktopConsole.ds erstellt werden.

Dies beides erreicht man mit:

mkdir ~/.devilspie
gedit ~/.devilspie/DesktopConsole.ds

Nun geht es daran die DesktopConsole.ds mit Inhalt zu füllen.

(
    if
    (matches (window_name) "DesktopConsole")
    (
        begin
        (set_workspace 1)
        (below)
        (undecorate)
        (skip_pager)
        (skip_tasklist)
        (wintype "utility")
        (geometry "906x651+189+128")
    )
)

Das einzige was an die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden muss, ist die Zeile geometry. Nur hab selbst ich da immer wieder Probleme - Ewigkeiten will ich nicht mit Trail & Error versuchen die Werte zu finden. Also schnell ein Terminal geöffnet, an die passende Stelle geschoben und auch auf die passende Größe gebracht. Der Befehl xwinfo hilft uns die Parameter zu finden. Einfach im offenen Terminal eingeben und Enter drücken. Der Mauszeiger verwandelt sich in ein Fadenkreuz - mit diesem auf das offene Terminalfenster klicken. Der gesuchte geometry-Wert steht am Ende der erscheinenden Werte.

Bevor das offene Terminalfenster geschlossen wird, nehmen wir uns noch ein paar Einstellungen vor. Bearbeiten -> Profile -> Neu.

  • Dem neuen Profil einen Namen geben, z.B. DesktopConsole
  • Register Allgemein: Haken bei “Menüleiste in neuen Terminals per Vorgabe anzeigen” entfernen
  • Register Titel und Befehl: der Titel soll “DesktopConsole” heißen
  • Register Rollbalken: Rollbalken ist: “Nicht sichtbar”
  • Register Effekte: Transparenter Hintergrund, den Schieberegler bei “Transparenz und Bildhintergründe abdunkeln” auf die Stellung “Keine” schieben

Jetzt sind die wichtigsten Einstellungen getroffen. Was noch fehlt ist, das Devilspie und das Terminal automatisch startet.

Das geschieht unter GNOME über den Menüpunkt Sitzungen, zu finden unter System -> Einstellungen. Ein Klick auf Hinzufügen öffnet ein neues Fenster. Im Feld Name gebt ihr “A Devilspie” ein und unter Befehl “devilspie”. Nun ein letztes Mal auf Hinzufügen klicken, Name ist diesmal “X Terminal” und Befehl ist “gnome-terminal –window-with-profile=DesktopConsole” - wichtig ist hierbei das die Groß- und Kleinschreibung beachtet wird.

Der Name nach “profile=” entspricht dem gewählten Profilnamen des neuen Terminalprofils.

Das ganze klingt relativ kompliziert, ist aber nur eine Sache von 5 min.

Ein paar Screenschots werde ich noch folgen lassen.





Mietserver

24 09 2007

Da ich schon ein paar Mal gefragt wurde, schreibe ich eine kleine Zusammenfassung zum Thema Mietserver. Wie gesagt, es ist nur eine Zusammenfassung - über das Thema könnte man unzählige Seiten schreiben.

Dedizierter Server

Vorteile:
Komplette Leistung des Servers verfügbar
Voller Root-Zugriff (Root kann und darf alles)
Freie Betriebssystemwahl
Keinerlei Einschränkungen bei der Software und den Skripten

Nachteile:
Hoher Preis
Server-Neustart sehr aufwendig - meist muss ein Techniker an den Server
Lange Zeit bis der Server eingerichtet ist
Keine Software vorhanden die den kompletten Server per Web (über den Browser) steuert
Hohes technisches Verständnis von Servern von Nöten.
Instabile / schlechte Perfomance bei mangelhafter Konfiguaration
Ungenutzte Ressourcen

Virtueller Server

Vorteile:
Günstiger als dedizierte Server
Voller Root-Zugriff (Root kann und darf alles)
Serversteuerung (Neustart, Backups, Überwachung) via Web-Interface (per Browser)
Schnelle Servereinrichtung

Nachteile:
Weniger Leistung, Plattenkapazität als ein dedizierter Server
Instabile / schlechte Perfomance bei mangelhafter Konfiguaration seitens des Anbieters
Instabile / schlechte Perfomance bei unzureichenden Ressourcen für den virtuellen Server (zu wenig Arbeitsspeicher o.ä.)
Bestimmte Programme die direkten Hardwarezugriff benötigen funktionieren nicht - für einen Webserver aber zu vernachlässigen

Managed Server

Vorteile:
kaum Kenntnisse von Nöten
Updates und Softwarepakete vom Anbieter gepflegt

Nachteile:
Kein Root-Zugriff
Softwarekomponenten nur eingeschränkt auswählbar
Weniger Leistung, Plattenkapazität als ein dedizierter Server
Bestimmte Programme die direkten Hardwarezugriff benötigen funktionieren nicht - für einen Webserver aber zu vernachlässigen

Je nach Anwendungsfall wäre ein anderer Typ zu bevorzugen. Den dedizierten Server würde ich aus den Betrachtungen ausschließen - allein schon die fehlende Möglichkeit den Server, sollte er sich erhängt haben, mit einen Reset wieder zum Leben zu erwecken disqualifiziert ihn.

Virtuelle Server haben vorbereitete Systemimages die mit einem Klick eingespielt werden. Dort sind die benötigten Server wie Apache, MySQL installiert und konfiguriert (LAMP), man kann also direkt loslegen. Wenn man irgendwas kaputt konfiguriert kann man auf ein Backup zurück greifen, das in der Regel innerhalb kürzester Zeit per Webinterface eingespielt werden kann. Auf einem virtuellen Server können noch weitere Anwendungen installiert werden ohne den Anbieter des Servers kontaktieren zu müssen, so z.B. ein Teamspeak-Server zum “Sprach-Chatten” oder ein IRC-Server zum Chatten.

Ein managed Server benötigt keinerlei Kenntnisse was Linux angeht - das Problem bei diesen Servern ist allerdings die fehlende Möglichkeit bestimmte Anwendungen zu installieren. Der Serveranbieter stellt meistens nur eine eingeschränkte Auswahl an Softwarepaketen zur Verfügung.

In der c’t 16/06 steht ein Vergleich der großen Anbieter was dedizierte und virtuelle Server an geht - zwar nicht der aktuellste Test aber sehr Aufschlussreich und Informativ - kann ich jedem nur an’s Herz legen.