Mikrowellenkuchen.

7 10 2009

In meinem Feedreader bin ich vor ein paar Tagen auf einen Eintrag im Blog von Vivienne gestoßen.

Sie berichtet über den Versuch Kuchen bzw. Muffins in einer Mikrowelle zu backen. Das Resultat ist nicht ganz wie erwartet… Im Blogeintrag sieht man ein Foto des Resultats.

Ok, ein Muffin sollte anders aussehen – dafür wurde etwas für unsere Zukunft getan. Wenn die Kohlevorräte zu neige gehen, backen wir mit der Mikrowelle :)

Als Erstes müssen wir uns über das Prinzip des Mikrowellenofens im Klaren sein. Im Gerät werden Dezimeterwellen in einem Magnetron erzeugt und mittels Hohlleiter in den Garraum der Mikro geleitet.

Die Dezimeterwellen erhöhen die innere Energie der Molekühle. Die erhöhte Energie spiegelt sich in einer hohen Molekühlbewegung wieder, welche wiederum eine hohe Temperatur mit sich bringt.

Die Frequenz der Wellen liegt bei 2,455 GHz mit einer Wellenlänge von 12 cm. Gründe für diese Frequenz gibt es mehrer, wie z.B. das lizenzfreie ISM-Band aber auch die Eindringtiefe der Wellen in das Gargut. Das Gargut in der Mikrowelle wird Aufgrund dieser Eindringtiefe von innen nach außen erwärmt.
Je niedriger die Frequenz, desto größer die Eindringtiefe, desto geringer ist auch die Absorption. Bei einer zu hohen Frequenz und zu kleiner Eindringtiefe wird nur die Oberfläche erwärmt.
Die Erwärmung ist auch vom Material des Garguts abhängig. Je höher der Feuchtigkeitsgrad des Garguts, desto stärker die Erwärmung.

Nun genug der Theorie.

Die Mikrowelle in dem Muffinexperiment war vorgeheizt, somit wurde den Muffins außen schon ein wenig Flüssigkeit entzogen. Nun wärmten die Dezimeterwellen die Muffins von innen. Während der Muffin von außen schon sehr nach Muffin aussah erwärmte sich das innere immer weiter. Muffinteig ist jetzt nicht das, was man als perfekten Wärmeleiter bezeichnen würde. So kommt es, dass das innere verkohlt während das Äußere des Muffins (unten) noch nicht richtig fest ist.

Für Kuchen in der Mikrowelle sollte man die Leistung runter regeln und dafür länger „mikrowellieren“ – für die Bräunung des Kuchens / Gebäcks gibt es spezielle Mikrowellengefäße oder man aktiviert zum Schluss, sofern vorhanden, den Grill.





Danke.

5 10 2009

Am 9.9. ist mein Vater gestorben, keine Woche später mein Opa.

Zwei Ereignisse, die mich ziemlich aus der Bahn geschmissen haben. Ich möchte jetzt aber hier nicht um Aufmerksamkeit betteln oder euch eine Beileidsbekundung abringen.

Ich möchte mich Bedanken. Bei meinen Freunden und Bekannten, online sowie offline. Bei allen die mir Hilfe angeboten, Mut zugesprochen und mich unterstützt haben.

Ich habe Nachrichten, Karten, Post, Anrufe bekommen die mir viel bedeutet haben. Es haben sich Personen bei mir gemeldet, mit denen ich nie gerechnet habe. Danke euch allen.

Es musste so viel geklärt, organisiert und erledigt werden. Alleine hätte ich das alles nie geschafft.

Ich bin echt froh, dass ich euch alle habe!





Satanistische Laptopbotschaften.

4 08 2009

Nachdem @Felicea gestern einen Link zu einem „Propagandablatt“ der Bürgerrechtsbewegung Solidarität bei Twitter gepostet hat, dachte ich, soviel Dummheit kann es doch gar nicht geben. So Engstirnig und Weltfremd kann man doch nicht sein?

Doch ich möchte das PDF hier nicht weiter kommentieren – der @unruheherd von der Schwafelsäure hat in seinem aktuellen Blogeintrag den Nagel auf den Kopf getroffen und gibt in gewohnter Weise seinen Kommentar ab. Ein Blogeintrag den ich jedem nur wärmstens ans Herz legen kann!





Der Apfel mit dem Wurm.

28 07 2009

Ein Apple ist ja inzwischen mehr als ein Computer.

Er ist ein hippes Lifestyle-Objekt.

Wie alles was schön ist, seien es nun Frauen, Autos oder auch Apple-Produkte, so will diese Schönheit gebührend bezahlt werden. Somit ist ein Mercedes SLK kein VW Golf und auch ein Apple ist kein Medion.

Was aber wenn diese altherrgebrachte Weisheit schön ist schön teuer gestört wird?

An sich nichts – wenn man sich beeilt und den Status Quo so schnell wie möglich wieder herstellt.

Der Versandhändler Otto scheint zu wenige Bestellungen bekommen zu haben oder wollte sein Bestellsystem einmal unter extremer Belastung testen. Auf jeden Fall wurden sowohl ein MacBook Air (MC233/A) als auch ein MacBook Pro (MB990D/A) für 49,95 Euro angeboten. Doch nicht nur Apples mobile Rechenknechte bekamen den (kurzzeitigen) Rotstift zu sehen.

MacBook Pro bei Otto ausverkauft.

Ein Acer Aspire „AS 8930G-844G32BN“ sollte für 29,99 Euro über die virtuelle Ladentheke wandern, genauso wie ein Hewlett Packard X18-1310eg und das Fujitsu Siemens AMILO Li 3910.

Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht der sonderbaren Aktion. Viele haben Bestellungen getätig und sind nun gespannt was da kommt. Auch im Hause Chaosblog wurde ein Apple geordert. Wann bekommt man die Chance für knappe 60 Euro (inkl. Versand) ein MacBook Air zu erstehen.

Nach ungefähr zwei Stunden war der Zauber vorbei, entweder wurden die Preise angepasst und / oder der Artikel ist als ausverkauft markiert.

Jetzt ist Otto gefragt. In den AGBs steht (noch) keine Klausel was bei Irrtümern und Druckfehlern passiert und ein anderer Onlinehändler ist schon mal verklagt worden für einen Spotpreis seine Produkte heraus zu geben – allerdings nur an die Kunden, die ihre Ware schon per Vorkasse bezahlt haben.

Sollte das ganze nur ein geschickter viraler Werbefeldzug von Otto gewesen sein (geschätzte Wahrscheinlichkeit geringer als ein Sechser im Lotto, mit Zusatzzahl + Spiel 77 und Super 6 zusammen) dann zweifle ich an der Finanzkrise und am Verstand der Marketingnasen bei Otto.

Was kann nun passieren? Es gibt eigentlich 4 mögliche Szenarien:

  1. Im günstigsten (und unwahrscheinlichsten) Fall bekommt man ein Rechner für einen Preis von dem man noch seinen Enkeln erzählen kann.
  2. Otto sagt einfach: Es tut uns leid und liefert nicht – ob man dann rechtlich noch eine Chance hätte kann ich nicht beurteilen,da fragt man lieber bei einem Anwalt seines Vertrauens an.
  3. Otto liefert für den (korregierten) Preis – Annahme wird verweigert bzw. dem Postboten gleich gesagt es geht Retour. Kein Geld verloren aber auch keine Ware bekommen
  4. Otto liefert einen anderen Artikel zum günstigen Preis mit der Begründung, man hat sich vertan. Das weitere vorgehen ist dann wie im Szenario zuvor. Vom Widerrufsrecht des Fernabsatzgesetzes (§ 3 Abs. 1 Satz 1 FernAbsG i. V. m. § 361a BGB a. F.) gebrauch machen.

direktbestellung

Allem Anschein nach wird auch Fall Nummer Vier eintreten. Es gibt eine (ausverkaufte) Hama-Tasche, die die selbe Bestellnummer (21046992) wie die MacBooks hat. Sucht man bei Otto nach der Bestellnummer kommt ein Mac, gibt man bei Direktbestellung  diese Nummer ein, kommt ein Mac – und doch gibt es diese Hama-Tasche zum Preis von 49,95 Euro mit der identischen Bestellnummer.

Ruft man den Mac auf, steht in der Artikelbeschreibung allerdings eine andere Bestellnummer – Otto scheint da ziemliches Chaos in den Daten zu haben.

Ich empfehle aber allen die schon bestellt haben nicht zu stornieren – ihr habt nichts falsch gemacht! Otto ist gezwungen den nächsten Schritt zu tun – sollte es sich wirklich nur um eine Tasche Handeln muss Otto aktiv werden und den Kunden informieren. Außerdem habt ihr ja noch oben angesprochenes Widerrufsrecht.

Wir dürfen gespannt sein.





Zwei Jahre Chaosblog

28 07 2009

Es ist zwar schon eine Woche her – doch mein Urlaub hat ein früheres Schreiben dieses Artikels glücklich verhindert. :)

Zwei Jahre gibt es den Chaosblog nun schon. In den letzten Monaten wurde es hier ruhiger. Es fehlte einfach die Zeit für diesen Blog. Man muss eben manchmal Prioritäten setzen. So kam es, dass ich erst mal genug Anderes zu arbeiten und genug offene Projekte hatte. Dazu gehöre ich auch noch zu den Menschen mit Privatleben.

Wie auch immer – nun habe ich genug Energie getankt um hier wieder häufig(er) aktiv zu sein. Die nächsten Blogeinträge sind schon geplant, das Material zusammen getragen und die ersten Einträge auch schon soweit in trocknen Tüchern, dass sie nur noch einer kleinen Feinkorrektur benötigen.

Ich danke allen Lesern und Kommentatoren meines Blogs. Vor allem auch denjenigen die mir die Treue halten auch wenn ich nicht jeden Tag einen Post in die Welt hinaus haue.

Danke.





Gewinner-Typen.

11 02 2009

Die Vorratsdatenspeicherung sammelt Daten am laufenden Band. Der Online-Trojaner tut auch einiges um Datensammler zu befriedigen. Doch wir müssen uns keine Sorgen machen. 1984 ist nur eine Geschichte.

Sagt zumindest unser aller Freund Wolfgang Schäuble. Unsere Daten sind sicher. Auch der elektronische Personalausweis mit all seinen Daten die er enthält ist sicher.

Einfach alles.

Behauptet zumindest Wolfgang.

Dass er es wirklich Ernst nimmt, dass die Bevölkerung sich Sorgen macht sehen wir an seinem Internetauftritt.

Hier wird immer wieder alles getan, damit sich „böse Menschen“ an seiner Präsenz austoben und somit den Rest links liegen lassen. Mehr als nur einmal war Schäuble in den Schlagzeilen da sein Auftritt so sicher ist wie das Briefgeheimnis auf einer Postkarte.

Diesmal war Typo3 dran schuld und ein toller Passwort-Hash – 39e8c8f7eeec9f73f7627154fb50f128.

Jetzt gibt es mehrere Wege einen Hash zu knacken. Brute-Force, doch das benötigt Rechenzeit. Doch wir haben keine Zeit – es soll ja schnell gehen. Wie wäre es mit Rainbow-Tables? Bei dem Wetter draußen gibt es sowieso keinen Regenbogen und außerdem… bis ich mir ne Rainbow-Table gebastelt hab, vergeht auch Zeit.

Fragen wir doch unsere geliebte Datenkrake: gewinner!

Welcher Administrator auch immer das war, diese Nachricht ist nur für dich: Begib dich nicht über Los, spende dein Monatseinkommen, begib dich direkt in die Volkshochschule, gib dein Diplom, Gesellenbrief oder was auch immer ab und lass ab jetzt die Finger vom Rechner.

Sicherere Passwörter findet man nicht im Duden!





Suchbegriffe November 08 – Januar 09

28 01 2009

Es ist schon etwas länger her, dass ich das letzte Mal eine Auswahl meiner Suchbegriffe hier veröffentlicht habe.

Zum Einen liegt es daran, dass erfreulicher Weise, die richtig kranken Suchbegriffe weniger werden und zum Anderen daran, dass immer wieder identische Anfragen auftauchen. Seit November habe ich für euch gesammelt, nun seht ihr das Ergebnis von einem viertel Jahr.

  • furzen als verteidigung – Heißt du Johnny Knoxville?
  • brauche ein paar gute tipps für sexspielehttp://de.wikipedia.org/wiki/Sexspielzeug & http://de.wikipedia.org/wiki/Sexualpraktik
  • Ärzte sexspiele - da gibts sicher auch was von Ratiopharm ansonsten helfen dir die Gelben Seiten
  • habe etwas anal eingeführt und bekomme es nicht mehr heraus – da helfen Staubsauger, aber Achtung, bei unsachgemäßer Anwendung kann es schmerzhaft sein (siehe Doktorarbeit)
  • sex spiele für mann selber basteln – lass die Finger vom Staubsauger!
  • sims nackt und richtig brüste -forum – kannst dir wohl keinen ordentlichen Porno leisten?
  • meine tante möchte mir analverkehr beibringen / analverkehr mit der schwiegermutter – du wohnst wohl in einem Dorf, in dem jeder jeden? Ok!
  • schwänze von nackten metzgern – du hast wohl zu viel am Bierschinken geschnuppert
  • videotext hacken – viel erfolg dabei, danach könntest du ja noch das C-Netz in deine Gewalt bringen
  • linux sexgames – Wie der Tux mit dem Konqi oder was?
  • silikon bilder – Frag doch Google
  • anal tampon mit alkohol – Lass den Tampon weg, Alkohol pur schmeckt sicher besser
  • colgate sexpraktiken – Zahnpasta != Gleitgel
  • beliebte waffen paramilitär -  Denkst du, die gibt es bei mir? Versuch einfach mal Staubsauger
  • gummipuppen geschichten – auch nicht interessanter als Geschichten über Luftmatratzen oder die Statistik der Reissackunfälle aus China
  • liebespuppe selber basteln – da gab es doch mal jemanden bei Domian
  • schwangerschaftstest usb – da musst du die Jungs und Mädels von Clearblue fragen, evtl. gibt es ja auch bei ThinkGeek das passende Gadget
  • kratzende geräusche beim sex – Lass die Katze los du Kranker!




Harmonische Bedienung.

27 01 2009

Ein weiteres Gadget hat in den Technikzoo Chaosblog Einzug gehalten.

Seit einiger Zeit war ich auf der Suche nach einer Möglichkeit die ganzen verschiedenen Fernbedienungen aus dem Wohnzimmer zu entfernen und nur noch eine Einzige zu nutzen. Das Problem an der Sache sind meine Anforderungen gewesen. Die neue Fernbedienung sollte zwar universell sein aber auch mit allen meinen Geräten zusammen arbeiten.

Hier stellt ein grausames Gemisch der verschieden Marken ein Problem dar. Außerdem wollte ich bei meiner Stereoanlage nicht auf die Möglichkeiten verzichten, den CD-Wechsler aus der Ferne zu bedienen oder aber die Menüs von Fernseher und Receiver mit der universellen zu steuern. Auch sollte die Neue Makros unterstützen.

Allein für so eine triviale Aufgabe wie fern sehen, benötigte ich bisher drei Fernbedienungen! Will ich fern sehen, muss ich logischerweise den Fernseher anschalten, dank Schüssel auf dem Balkon auch noch den Receiver aktivieren und für den passenden Klang die Anlage anschalten und den externen Eingang zu aktivieren. Ein weiterer, nicht zu verachtender Punkt, den Man(n) beachten muss, wenn er kein Junggeselle mehr ist: den WAF (Woman acceptance factor). Eine schnöde unifarbene, womöglich noch klobige Bedienung wird den Haussegen nicht fördern, dagegen sind Frauen ganz aus dem Häuschen wenn die Fernbedienung ähnlich zart geformt ist, wie sie selbst.

Mit dem ganzen Fernbedienungschaos ist jetzt endgültig Schluss!

Eine Harmony 525 von Logitech hat es geschafft von mir adoptiert zu werden. Logitech ist für mich eine Marke, mit der ich eigentlich nur gute Erfahrungen habe. Die Fernbedienung hat griffige Tasten, ein beleuchtetes Display, unterstützt bis zu 10 Geräte und besitzt die Möglichkeit Makros zu hinterlegen. Auf den ersten Blick interessant ist der MiniUSB-Anschluss mit dem die Fernbedienung bequem am Rechner konfiguriert wird, anstelle irgendwelche Codes eintippen zu müssen ohne sich sicher zu sein, welcher denn nun der Richtige ist. Doch hier patzt Logitech ein wenig.

Die Idee, die Gerätedatenbank online aktuell zu halten ist super – doch die Umsetzung ist eher etwas für den versierteren Anwender. Die Konfigurationssoftware ist eigentlich nichts anderes als ein aufgebohrter Webbrowser. Jede Aktion mit der Ausnahme des Aufspielens der neuen Einstellungen geht über das Netz. Diejenigen die keine schnelle DSL-Leitung haben, müssen wohl oder übel mehr Zeit beim Konfigurieren einplanen. Für die erste Konfiguration veranschlagt Logitech 45 min in der Dokumentation die der Fernbedienung beiliegt. Wobei Dokumentation eigentlich übertrieben ist. Es handelt sich um ein Faltblatt auf dem in 8 Schritten erklärt wird, wie man die Fernbedienung an den Rechner bekommt. Den Rest muss der Anwender selbst ausprobieren. Die Codes die für Unmengen an Geräten zu finden sind, sind leider nicht immer korrekt. So kommt die Fernbedienung nicht auf Anhieb mit meiner Stereoanlage und meinem Fernseher klar. Die angegeben 45 min. von Logitech sind aber auch stark untertrieben. Wer alle Funktionen der alten Fernbedienungen herüber retten will und gar noch Makros nutzen möchte, brauch viel mehr Zeit.

Doch dies ist kein Grund die Harmony gleich wieder zu entsorgen. Mit Hilfe der alten Fernbedienung kann man die Logitech programmieren. Diese ist lernfähig, zur Erkennung des gedrückten Codes muss sie allerdings an den USB-Anschluss angeschlossen werden und die orginale Fernbedienung auf den Sensor am unteren Ende der Harmony zeigen. Dies ist recht umständlich und zeitraubend, doch die Mühe lohnt sich.
Die Aktionen die man definieren kann erleichtern einem den Umgang mit seinen Multimediageräten erheblich.

Für einen Anwender, der weiß wie man mit dem Computer umgeht und auch bereit ist Zeit in die Konfiguration zu investieren, ist die Harmony eine empfehlenswerte Fernbedienung. Allen Anderen würde ich eher von der Harmony abraten.





Spieglein in der Hand

21 01 2009

Schneewittchens böse Schwiegermutter hat einen Spiegel der ihr regelmäßig sagt wer die Schönste im ganzen Land ist.

Seit dem Jahreswechsel besitze ich auch einen (ähnlichen) Spiegel – Meiner verrät mir nicht, wer die Schönste ist sondern hilft mir die Schönheit zu konservieren. Ich bin glücklicher Besitzer einer digitalen Spiegelreflexkamera (DSLR).

Schon lange stand eine Spiegelreflexkamera auf meiner Gadget-Liste, schon lange bevor ich meine erste digitale Kompaktkamera angeschafft habe.

Die erste eigene Kamera war eine Canon Prima Junior aus dem Jahre 1992. Ich war glücklich wie ein Schneekönig und verknippste zum Leidwesen meines Taschengeldes mehr Filme an einem Wochenende als manch einer im Jahr füllt. Doch die Prima Junior war, wie der Name es schon sagt nur eine kleine Kamera für Kinder.

Viel mehr hat mich die Kamera meiner Eltern gereizt. Eine ausgewachsene Spiegelreflexkamera, die Canon A1, mit Datenrückteil, Batteriegriff und Motorwinder. Nach dem ich die ersten Fotos mit der Canon geschossen habe, hat mich der Spiegelreflexvirus infiziert.

In den nächsten Jahren suchte ich immer nach günstigen SLRs doch mein mickriges Taschengeld ermöglichte solche Sprünge nicht. Während meines Studiums ging ich dann zu digitalen Photos über -  das Geld hatte immer noch nicht für eine Spiegelreflex gereicht und die digitale Fotografie war inzwischen mehr als nur erschwinglich geworden. Drei verschiedene Kompaktknipsen von Hewlett-Packard nannte ich in der Zeit mein Eigen.

Wieso HP? Meine erste HP war eine reine Geld frage, sie war die billigste Kamera über einem Megapixel (1,3) die ich finden konnte. Nachteilig war vor allem der Compact-Flash-Slot welcher schneller Batterien und Akkus leer gesaugt hat, als ein Staubsauger einen Aschenbecher entleert.

Die nächsten zwei HPs waren dann Kameras mit SD-Slot und 3 bzw. 5 MP. Alles nicht schlecht, die Bilder reichten locker aus um sie am Rechner anzuschauen und ein paar Entwicklungen anfertigen zu lassen. Doch es war nie die Bildqualität die ich von einer (analogen) Spiegelreflexkamera gewohnt war.

Zwischen den Jahren dann war mir mein Kontostand hold. Ich konnte mir eine DSLR kaufen. Es konnte eigentlich von vorn herein nur Canon sein. Die Wahl war auf die zwei Modelle 1000d oder 450d gefallen.

Jetzt war die Frage, liebe die 1000d und zwei Objektive oder die 450d mit nur einem zum jeweils gleichen Preis. Ich habe mich am Ende für die 1000d entschieden. Die 450d hätte zwar zwei Megapixel mehr und wäre auch bei der Serienbildfunktion schneller – doch mir reichen die 10 Megapixel voll aus und auch die Serienbildfunktion ist (für mich) noch schnell genug. Ein weiterer Unterschied wäre noch das Display – doch für mich ist ein Display an einer DSLR eher uninteressant.

Die Live-View genannte Möglichkeit auf den Blick durch den Sucher zu verzichten und das Bild direkt auf dem Display zu sehen und anvisieren zu können ist für mich nicht so wichtig, da kaum genutzt. In 99% der Fälle schieße ich Bilder die ich vorher im Sucher in’s rechte Bild gerückt habe. Live-View habe ich bisher nur bei ein paar Nachtaufnahmen genutzt bei denen ich die Kamera nicht in der Hand gehalten habe.

Zu dem Body der 1000d habe ich noch zwei Objektive, zum einen das EF-S 18-55 mm 1:3.5-5.6 und zum anderen das EF 55-200 mm 1:4.5-5.6 II USM. Somit sind die meisten Anwendungsfälle abgedeckt. Zur Datenablage gibt es zwei SD-Karten mit je vier GB, je nach Qualitätseinstellung passen zwischen 200 und weit über 1000 Bilder auf eine Karte. Body, Objektiven, SD-Karten, Ladegerät und sonstiges Zubehör werden zur sicheren Aufbewahrung und zum einfachen Transport in einer Kameratasche von Canon (100EG) untergebracht.

Zum Glück steh in naher Zukunft mein Geburtstag vor der Tür – da folgt dann ein Stativ.

In Zukunft werde ich hier ab und an Fotos einstellen. Seid gespannt!





Ausgebasict.

15 01 2009

Es ist aus! Jetzt hat das Thema Basic-Thinking-Blog erst mal ein Ende. In den letzten Tagen geisterte es durch die Netzwelt wie kein anderes Thema. Robert Basic verkauft seinen Basic-Thinking-Blog und alles was dazu gehört.

Schön. Soll er doch machen. Ehrlich gesagt hab ich nur ein-, zweimal auf den Blog geschaut, habe ihn nicht im Feedreader und fühle mich nicht als ob ich was verpasst hätte.

Ja, ich habe mal bei Ebay rein geschaut – hauptsächlich weil mich interessiert hat, wie hoch das Mindestgebot sein soll. Lange Zeit stand „Mindestgebot nicht erreicht“.
Heute ging die Auktion zu Ende, das Mindestgebot wurde erreicht. Der Blog verkauft.

Für 46.902 Euro.

Ist der Blog das Geld wert? Aktuell gibt es zwar einen Hype und es werden sicher in den ersten Wochen massig Besucher kommen aber dann?

Für mich ist ein Blog erst dann ein Blog wenn er eine persönliche Note enthält. Will ich reine Infos und Nachrichten, dann schau ich z.B. auf eine Seite wie heise.

Auch wenn ich kein Basic-Thinking-Leser war, so bin ich mir sicher, dass die Seite eventuell untergehen wird, zumindest aber sehr an Kraft verliert. Ohne Robert Basic ist es nicht mehr das Selbe.

In diesem Sinne wünsche ich der Seite alles Gute und bin froh, dass es jetzt wieder andere Themen gibt, die an der Tagesordnung sind.